klicksafe zieht positive Bilanz beim IGF 2014 in Istanbul Erfolg mit erstem deutschen Jugend-Panel

Ludwigshafen/Berlin/Istanbul, 8. September 2014. Die EU-Initiative klicksafe zieht eine positive Bilanz beim diesjährigen Internet Governance Forum (IGF), das in der vergangenen Woche vom 2. bis 6. September 2014 unter dem Titel „Connecting Continents for Enhancing Multistakeholder Internet Governance” in Istanbul stattfand. In diesem Jahr war klicksafe erstmals mit Jugendlichen des eigenen klicksafe-Youth-Panels aus Ludwigshafen bei der weltweit größten Internet-Konferenz vertreten.

„Die beiden deutschen Jugend-Vertreter haben sich hervorragend in die Diskussion beim IGF eingebracht“, betonte klicksafe-Sprecher Dr. Joachim Kind. „Neben dem globalen Blick auf die Fragen des Internets ist es wichtig, auch die unterschiedlichen kulturellen Bedingungen deutlich zu machen. Dies konnten wir mit eigener Stimme tun.“
 
In den vergangenen Jahren hat der Wunsch an Bedeutung gewonnen, dass auch Jugendliche in den Diskussionsforen rund um Internetfragen vertreten sind. In diesem Jahr nahmen Youth Panels aus Großbritannien, Irland, Dänemark, Hong Kong und Deutschland die Chance wahr, ihre Sicht zu aktuellen oder auch grundsätzlichen Debatten zu artikulieren.
 
„Ich finde es gut, dass wir in einer Kultur leben, in der Jugendschutz einen hohen Stellenwert hat“, sagte Lennart (16), einer der beiden klicksafe Jugend-Vertreter. „Jüngere Jugendliche sind heute immer früher ganz selbstverständlich im Netz unterwegs. Dabei ist es wichtig, dass sie sich frei bewegen können und gleichzeitig begleitet werden.“ „Freiheit ist ein wichtiger Wert“, ergänzte der 17-jährige Luca. „Beim IGF beeindruckt mich, dass wir viel über Freiheit und Verantwortung sprechen, während viele Stimmen aus anderen Teilen der Welt deutlich machen, dass sie keinen freien Zugang zum Netz haben, weil in ihrem Land die freie Meinungsäußerung eingeschränkt ist, Seiten gesperrt sind oder einfach es keine Elektrizität oder technisches Equipment gibt.“
 
In dem Workshop „Intelligent Risk Management in a Mobile Environment“, den das Zentrum für Kinderschutz im Internet (I-KiZ), Google und klicksafe organisierten, diskutierten die beiden deutschen Jugend-Vertreter mit Akteuren aus Wirtschaft und Forschung über Gesichtspunkte des Risikomanagements bei der mobilen Netznutzung. Auch beim Workshop „Do we need a Digital Citizenship“ stand die Stimme der Jugend klar im Mittelpunkt der sehr regen Diskussion mit Vertretern von Politik, Wirtschaft und Zivilgesellschaft.
 
„Wir haben uns in verschiedenen Workshops und Foren, aber auch in zahlreichen Einzelgesprächen am EU-/klicksafe-Stand mit unserer Haltung zu Fragen des Jugendschutzes sowie Medien- und Internetkompetenz eingebracht“ resümiert Kind. „Das war ein erfolgreicher erster Auftritt des klicksafe Youth Panel beim IGF.“

klicksafe (www.klicksafe.de) ist eine Initiative im Safer Internet Programm der Europäischen Union für mehr Sicherheit im Internet. klicksafe wird gemeinsam von der Landeszentrale für Medien und Kommunikation (LMK) Rheinland-Pfalz (Projektkoordination) und der Landesanstalt für Medien Nordrhein-Westfalen (LfM) umgesetzt.

klicksafe ist Teil des Verbundes der deutschen Partner im Safer Internet Programm der Europäischen Union. Diesem gehören neben klicksafe die Internet-Hotlines internet-beschwerdestelle.de (durchgeführt von eco und FSM) und jugendschutz.net sowie das Kinder- und Jugendtelefon von Nummer gegen Kummer (Helpline) an.

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