Erste Ergebnisse der KIM-Studie 2016 auf der didacta vorgestellt

Fernsehen ist die Nummer eins – Für Kinder zwischen 6 und 13 Jahren hat Fernsehen eine deutlich höhere Alltagsrelevanz als das Internet

77 Prozent der Sechs- bis 13-Jährigen in Deutschland sehen täglich fern. Auf dem zweiten Platz steht bei der täglichen Nutzung das Handy mit 42 Prozent. Ein Drittel hört jeden oder fast jeden Tag Musik, gut jedes vierte Kind nutzt das Internet in dieser Häufigkeit, knapp ein Viertel hört täglich Radio (mit). Ein Fünftel spielt täglich digitale Spiele an Computer, Konsole oder online. Bücher werden in der Freizeit von 15 Prozent der Kinder täglich gelesen. Auf die Frage, welchen Freizeitbeschäftigungen sie am liebsten nachgehen, antworten Mädchen und Jungen „Freunde treffen“, danach kommt das Spielen draußen, an dritter Stelle steht das Fernsehen. Den Umgang mit dem Internet zählt nur jeder Zehnte zu den liebsten Freizeitaktivitäten. Insgesamt zeigt sich bei Kindern in den letzten Jahren nur ein leichter Anstieg bei der Internetnutzung. Mittlerweile nutzen zwei Drittel (66 %) aller Sechs- bis 13-Jährigen zumindest selten das Internet (2014: 63 %). Bei den Sechs- bis Siebenjährigen wird ein moderater Anstieg deutlich, ein Drittel nutzt zumindest selten das Internet (35 %, 2014: 25 %). Bei den Acht- bis Neunjährigen ist jeder Zweite online (52 %), mit zehn bis elf Jahren sind es vier von fünf Kindern (79 %) und bei den Zwölf- bis 13-Jährigen sind dann fast alle zumindest selten im Netz unterwegs (94 %).

Dies sind erste Ergebnisse der aktuellen KIM-Studie 2016 (Kindheit, Internet, Medien) des Medienpädagogischen Forschungsverbundes Südwest (mpfs).

Die Studienreihe KIM wird vom Medienpädagogischen Forschungsverbund Südwest (mpfs) seit 1999 durchgeführt. Die repräsentative Studie bildet das Medienverhalten der Sechs- bis 13-Jährigen in Deutschland ab. Für die KIM-Studie 2016 wurden rund 1.200 Kinder und deren Haupterzieher im Frühsommer 2016 zu ihrem Mediennutzungsverhalten befragt.

Der mpfs ist noch bis einschließlich Samstag, 18.02.2017 auf der Bildungsmesse didacta in Stuttgart vertreten. Hier finden Interessierte außerdem Infos zu medienpädagogischen Projekten der Landesmedienanstalten (Stand der Medienanstalten in Halle 5, Standnummer 5D21).

Der Medienpädagogische Forschungsverbund Südwest ist eine Kooperation der Landesanstalt für Kommunikation Baden-Württemberg (LFK) und der Landeszentrale für Medien und Kommunikation Rheinland-Pfalz (LMK). Die Durchführung der Studie erfolgt in Zusammenarbeit mit dem Südwestrundfunk (SWR).

 

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