Mehr Medienkompetenz für Auszubildende

Wie steht es um die Medienkompetenz der Auszubildenden und wie können ihre Kompetenzen in diesem Bereich gefördert werden? Das wollen Medienpädagogen der Universität Leipzig wissen.

Im Projekt "Gadime – Ganzheitliche digitale Medienkompetenz" wird unter anderem erforscht, ob und wie im Kontext von sozialen Netzwerken oder digitalen Plattformen wie Youtube Kooperations-, Orientierungs- und Produktionskompetenzen von Auszubildenden weiterentwickelt werden können. "Damit soll einer drohenden digitalen Spaltung der Gesellschaft, die durch unterschiedliche Ressourcen im Zugang zu digitalen Medien entsteht, möglichst entgegengewirkt werden", erläutert der Leipziger Medienwissenschaftler Dr. Guido Bröckling.

Von Oktober 2012 bis August 2015 werden Medienprojekte mit Auszubildenden und Ausbildern erprobt. Was die Wissenschaftler überraschte: Anders als erwartet, nutzen die Jugendlichen das Internet sehr gezielt.

In dem Projekt können die Jugendlichen nun unter anderem ihre eigenen Arbeitsschritte im Kompetenzzentrum filmen und dann über die Plattform Youtube auch anderen Auszubildenden zugänglich machen. Bisher ist es in der Ausbildung üblich, dass die künftigen Facharbeiter ihre neu gelernten Ausbildungsabschnitte in Arbeitsheften schriftlich dokumentieren. "Wir fragen, ob es nicht besser ist, digitale Medien dafür zu nutzen", erläutert Bröckling..

Um die Entwicklung der Medienkompetenz von Jugendlichen noch besser einschätzen und vergleichen zu können, planen die Mitarbeiter des Projektes, weitere Ausbildungszentren und außerdem Berufsschulen in das Projekt einzubeziehen, die sich außerhalb Brandenburgs befinden. Dann werden Vergleiche nicht nur zwischen verschiedenen Auszubildenden, sondern auch zwischen unterschiedlichen Bundesländern möglich sein. Für Mitte des kommenden Jahres ist vorgesehen, erste Forschungsergebnisse des Projektes "Gadime" zu publizieren.

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