NEU: Faltblatt zum Umgang mit rechtsextremen Fake-News

Auch Rechtsextreme nutzen das Phänomen Falschmeldungen, um ihre Stimmungsmache und Hetze im Netz zu verbreiten.

Jugendliche informieren sich häufig in Sozialen Netzwerken über aktuelle Ereignisse. Dabei laufen sie auch Gefahr, Falschmeldungen von manipulierenden Nachrichtenseiten aufzusitzen. Deren Betreiber setzen auf eine perfide Methode: Auf den ersten Blick kaum zu erkennen, machen sie unter dem Deckmantel der Berichterstattung systematisch Stimmung gegen Fremde und locken auf rechtsextreme Angebote.

jugendschutz.net sichtete exemplarisch 612 Postings und 540 Kommentare auf sechs manipulierenden Nachrichtenseiten. Die Mehrzahl (80 %) der Postings zitiert aus seriösen Medien. Nachrichten wurden jedoch aus dem Zusammenhang gerissen und für rassistische Propaganda instrumentalisiert. Vom Erscheinungsbild heben sich die Seiten von Angeboten rechtsextremer Gruppen ab und sprechen dadurch viele User an. Die 612 Postings der Seitenbetreiber blieben alle unterhalb der Schwelle zum Jugendschutzverstoß. Der Grundton der 540 gesichteten Userkommentare war jedoch durch rohe Sprache gekennzeichnet. Dort dokumentierte jugendschutz.net 36 volksverhetzende Äußerungen oder Aufrufe zu Gewalttaten. Nach einer Meldung durch jugendschutz.net wurden sämtliche Verstöße gelöscht.

 

Auf dem Faltblatt „Achtung HINTERHALT! Rechtsextreme manipulieren im Social Web mit Nachrichtenseiten“ hat jugendschutz.net Erkenntnisse zu manipulierenden Nachrichtenseiten zusammen gestellt und gibt Tipps für den Umgang mit rechtsextremen Fake-News. Das Faltblatt im Posterformat kann über das klicksafe-Bestellsystem heruntergeladen werden.

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