„Sei Mutig. Stopp Mobbing“ – klicksafe unterstützt Facebook-Aktion gegen Mobbing / Pepper: Erfolgreiche Kampagne – Verantwortung des Anbieters muss wahrgenommen werden

21.01.2013 | Facebook startete am Freitag beim „Social Media Summit“ in Berlin mit Unterstützung der EU-Initiative „klicksafe“ seine „Sei Mutig. Stopp Mobbing“-Kampagne in Deutschland. Ziel der Facebook-Aktion ist es, die Aufmerksamkeit und das Bewusstsein für Mobbing speziell bei Jugendlichen, aber auch Eltern und Pädagogen zu schärfen und sich gegen Mobbing stark zu machen.

Die EU-Initiative „klicksafe“ arbeitet mit Facebook zusammen, in dem sie umfangreiche Informationen, Inhalte und Materialien zum Thema Mobbing/Cybermobbing anbietet. Im Zentrum der bundesweiten Kampagne steht die am gleichen Tag auf Facebook gelaunchte App, die ebenfalls den Kampagnentitel „Sei Mutig. Stopp Mobbing“ trägt. Mit dieser interaktiven App können Facebook-User weltweit ihr persönliches Engagement gegen Mobbing zeigen und Familie, Freunde und Bekannte dazu animieren, sich aktiv und klar gegen Mobbing auszusprechen.

Renate Pepper, Direktorin der Landeszentrale für Medien und Kommunikation (LMK) Rheinland-Pfalz und Koordinatorin der EU-Initiative „klicksafe“ begrüßt die Anti-Mobbing-Kampagne von Facebook, mahnt aber zugleich die Verantwortung des Anbieters mit an:

„Mobbing ist ein gesellschaftliches Problem. Eine Gesellschaft, die sich nicht klar gegen Mobbing ausspricht, verliert ihren inneren Kompass! Ich begrüße daher diese Aktion von Facebook ausdrücklich. Die EU-Initiative klicksafe gibt Hilfestellung, wie man sich zur Wehr setzen und wie Betroffenen geholfen werden kann.  Mobbing muss auch innerhalb der digitalen Welt geächtet und in Gemeinschaft wirkungsvoll bekämpft werden.  Und da sind die riesige Gemeinschaft der Facebook-User und Facebook selbst als weltweit größte Kommunikations- und Interaktionsplattform sehr geeignete Akteure. klicksafe unterstützt daher die Facebook-Kampagne, die Facebook-Fanpage und die Facebook-App mit konkreten Hilfstellungen zu Mobbing/Cybermobbing für Betroffene und für Zeugen und bietet auf www.klicksafe.de weitere Informationen an.

Gleichzeitig möchte ich auch sehr deutlich machen, dass ich es begrüße und erwarte, dass sich Facebook als Anbieter des größten Sozialen Netzwerkes seiner Verantwortung stellt. Es gibt im gesellschaftlichen Zusammenspiel vieler Akteure und Kräfte auch die klare Verantwortung des Anbieters. Facebook sollte dafür Sorge tragen, umfassende Präventions- und Aufklärungsmaßnahmen auf der eigenen Plattform anzubieten. Dazu gehören klare und leicht nachvollziehbar aufgebaute Prozesse bei der Einrichtung eines Accounts und den Einstellungen zum Schutz der Privatsphäre - vor allem für Kinder  und Jugendliche, aber auch für Erziehungsberechtigte (Die klicksafe-Ratgeber hierzu haben enorme Nachfrage!).

Weiterhin möchte ich beispielsweise klar verständliche und vor allem wirkungsvolle Facebook-Meldemöglichkeiten nennen (z.B. bei Cybermobbing) und zeitnahe und zuverlässige  Reaktionen von Facebook, z.B. durch Löschen von beleidigenden sowie unzulässigen oder jugendgefährdenden Inhalten. Die interaktive App ist sicher ein begrüßenswerter erster Schritt, aber weitere Maßnahmen im o.g. Sinne müssen folgen.

Als Direktorin der LMK Rheinland-Pfalz, die die EU-Initiative klicksafe koordiniert, freue ich mich, dass Facebook mit der „Sei Mutig. Stopp Mobbing“-Kampagne nun den Sprung von USA und Kanada nach Europa macht und nach UK nun auch in Deutschland startet.

Die Kampagne wurde dort bereits im September 2011 unter dem Titel „Stop Bullying – Speak Up“ mit großem Erfolg eingeführt.

Ich wünsche der Kampagne auch in Deutschland Erfolg und hoffe über die Plattform Facebook auf ein klares gesellschaftliches Bekenntnis gegen Mobbing/Cybermobbing und eine klare Haltung, die ich unterstütze: Gegen Bedrohungen, Belästigungen und Bloßstellen anderer im direkten Umfeld und auch in sozialen Netzwerken müssen wir in unserer Gesellschaft entschlossen und mit gemeinsamen nachhaltigen Maßnahmen vorgehen. Hier zeigt die Kampagne „Sei Mutig. Stopp Mobbing“ einen guten Ansatz und die EU-Initiative klicksafe wird dies mit ihren Möglichkeiten unterstützen.“


Für Rückfragen:
Dr. Joachim Kind
Sprecher EU-Safer Internet Centre Germany / klicksafe
E-Mail: kind[at]lmk-online.de
Tel. 0621/5202-206, Mobil. 0177/5213100

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