Tagung „Jugendmedienschutz 2.0“

Tagesordnung:Groß waren die Erwartungen, als 2003 der gesetzliche Jugendmedienschutz neu geregelt wurde. Doch schnell musste man feststellen, dass zwar die Kontrollen verstärkt worden sind, die rasante Medienentwicklung jedoch im Netz des gesetzlichen Jugendmedienschutzes immer neue Lücken aufreißt. Verschärfungen der bestehenden Gesetze können da allenfalls Löcher stopfen, aber keine grundlegende Abhilfe schaffen. Statt weiterer Verschärfungen der bestehenden Gesetze verlangen deshalb insbesondere Pädagogen deren Ergänzung durch präventive Maßnahmen, aber von einer wirksamen oder gar flächendeckenden Umsetzung kann keine Rede sein. Es mangelt insgesamt am notwendigen gesellschaftlichen Druck, der die Durchsetzung beschleunigen könnte.

Die Tagung „Jugendmedienschutz 2.0“ will das Verhältnis von gesetzlichem Jugendmedienschutz und Medienbildung diskutieren, aktuell gewichten und in sechs Workshops Problemeund Perspektiven im Hinblick auf die Vermittlung von Medienkompetenz in den Praxisfeldern „Familie“, „Kindergarten“, „Schule“ und „Medien“ untersuchen.

Die Tagung fragt außerdem, wie durch Werteerziehung das „Immunsystem“ der Kinder und Jugendlichen gegen potentiell schädliche Medienentwicklungen zu stärken ist. Die zahlreichen teilnehmenden Experten aus den verschiedensten Bereichen – Medien, Politik, Wissenschaft bis hin zu Eltern- und Schülervertretern – werden sich an der Suche nach neuen Wegen und Möglichkeiten beteiligen, die aufzeigen sollen, wie trotz der Herausforderungen einer sich ständig wandelnden Medienwelt ein wirksamer Schutz für Kinder undJugendliche gewährleistet werden kann.

Die Jugendschutzbeauftragten der ARD und des ZDF sowie die Medienressorts der Evangelischen und der Katholischen Kirche laden Sie ein, Ihre Erfahrungen, Anfragenund Wünsche in die Themen der Tagung in Erfurt einzubringen.

10.04.2008 - 11.04.2008
Erfurt