Wie kann ich meine Daten im Internet schützen?

Cache, Verlauf und mehr

Wer verhindern will, dass Mitbenutzer des PCs nachvollziehen, welche Seiten man selbst angesteuert hat, muss die im Cache gespeicherten Seiten löschen, nachdem er seine Arbeit im Internet beendet hat. Die meisten Browser lassen sich auch so einstellen, dass abgerufene Seiten gar nicht erst im Cache auf der lokalen Festplatte gespeichert werden. Ebenso kann man bestimmen, ob der Verlauf oder die History-Liste gespeichert wird oder nach jedem abgeschlossenen Besuch verschwindet.

Auch alles, was offline am Rechner passiert, wird mitgeschrieben. Im Explorer unter „Zuletzt gespeicherte Daten“, „Recent“ oder auch im „Verlauf“ werden die Vorgänge dokumentiert (im Menü des Internet Explorers Extras >> Internetoptionen >> Allgemein, beim Firefox unter Extras >> Einstellungen >> Datenschutz). Wer auch hier keine Informationen preisgeben will, löscht diese Verknüpfungen nach jeder Sitzung.

Cookies und Spyware

Im Browser lässt sich einstellen, was mit angebotenen Cookies auf dem Rechner geschehen soll. Man kann entweder komplett verhindern, dass Cookies abgelegt werden,  Cookies nur für die aktuelle Sitzung zulassen oder auch Cookies generell zulassen und nur Cookies von bestimmten Seiten sperren. Dazu muss man bestimmte Einstellungen im Browser ändern, und zwar im Internet Explorer unter dem Menüpunkt Extras >> Internetoptionen >> Datenschutz, im Firefox unter Extras >> Einstellungen >> Datenschutz. Es ist zwar ratsam, Cookies generell zu sperren- allerdings gibt es Seiten, die ohne einen Cookie nicht korrekt funktionieren. Sollte man auf den Besuch einer solchen Seite angewiesen sein, kann man in der Regel in den Browsereinstellungen den Cookies dieser Seite eine „Sondererlaubnis“ erteilen.

Im Browser-Sicherheits-Check (für den Internet Explorer, Mozilla oder Opera) des BSI für Bürger werden die Einstellungen zu Cookies näher erläutert.

Eine sehr umfangreiche Liste mit Anleitungen und Tipps zu Spezial-Checks (Themen, wie beispielsweise "Dialer", Spam", "Spyware" etc.) stellt Deutschland sicher im Netz zur Verfügung.

Spam

Wer glaubt, mit einer erbosten Antwort-Mail den Spamversender erfolgreich vergraulen zu können, der irrt. Denn gerade solch ein Bestätigungsschreiben belegt, dass die Reklame-Mail angekommen ist. Und schon gilt man als sicherer Adressat für weitere Werbemüll-Sendungen. In Deutschland ist der Versand von Spam zwar verboten, was jedoch keinen Schutz vor Zustellungen aus dem Ausland bedeutet. Die Werbemails im eigenen Postfach werden aber deutlich weniger, wenn die elektronische Post erst durch den Online-Filter des eigenen E-Mail-Dienstes (z.B. web.de, gmx.de, aol.de, T-Online) und dann durch ein Filterprogramm des E-Mail-Programms (z.B. Outlook oder Thunderbird) geprüft wird. Spezielle Filtersoftware wie z.B. das kostenlose Open-Source-Programm Spampal ergänzt das gewohnte E-Mail-Programm und verhindert viele lästige Werbemails.

  • Mehr Informationen auf klicksafe zu dem Thema Spam!

Wer oft seine E-Mail-Adresse beim Einkauf oder bei Gewinnspielen im Netz angibt, wird in seinem Postfach schnell unerwünschte Spam-Mails wiederfinden. Deshalb ist es ratsam, sich eine zweite E-Mail Adresse bei einem Freemailanbieter zuzulegen. Wird die Flut der Spam-Mails in diesem Postfach zu groß, kann die Adresse gewechselt werden.

Anonymisierungsprogramme

Wer will, dass seine Spuren „im Sande verlaufen“, kann auch anonym im Web surfen. Dafür wurde Schutzsoftware entwickelt, die es auch kostenlos gibt.

Passwort und Passphrase

E-Mail-Konto, Online-Shop, Online-Banking oder Chat, egal um welchen Internetdienst es sich handelt, Passwörter sind zur Identifizierung des Nutzers unerlässlich. Sie erlauben dem Nutzer, sich vor unerlaubten Eingriffen von Fremden zu schützen. Einige Regeln sind bei der Zusammensetzung eines Passwortes allerdings zu beachten.