Wo finde ich Rat und Hilfe?

Beratungsstellen und Informationsquellen bei einer (vermuteten) Medienabhängigkeit

Ambulanz für Spielsucht
Die Sabine M. Grüsser-Sinopoli Ambulanz für Spielsucht in Mainz bietet gruppentherapeutische Behandlungsangebote für das Störungsbild „Computerspiel- bzw. Internetabhängigkeit“. Außerdem wurde eine Telefon-Hotline für die anonyme und kostenlose Beratung von Betroffenen und Angehörigen eingerichtet, die montags bis freitags von 12 bis 17 Uhr unter 0800 1529529 erreichbar ist. Auf der Internetseite finden sich zudem eine Checkliste für Eltern und ein Selbsttest.

Fachverband Medienabhängigkeit
Der Fachverband Medienabhängigkeit setzt sich dafür ein, im Rahmen einer groß angelegten Kooperation ein Netzwerk von Forschern und Praktikern im deutschsprachigen Raum zu schaffen, die sich mit diesem neuartigen Krankheitsphänomen beschäftigen. Eine Übersicht zu Beratungsstellen in Deutschland bietet die Landkarte unter dem Punkt „Hilfe finden“.

Nummer gegen Kummer

Die Berater am Kinder- und Jugendtelefon von Nummer gegen Kummer wissen auch über die Faszination und Risiken von Computer- und Konsolenspielen Bescheid und verweisen bei Bedarf an Fachstellen. Das Kinder- und Jugendtelefon (in Kooperation mit klicksafe im CEF Telecom Programm der EU) ist anonym und kostenlos in Deutschland (Festnetz & Handy) erreichbar unter 0800 1110333 oder 116111, montags bis samstags 14 – 20 Uhr, Beratung im Internet unter www.nummergegenkummer.de. Auch eine Beratung per E-Mail ist möglich. Das Elterntelefon ist montags bis freitags von 9 bis 11 Uhr und dienstags und donnerstags von 17 bis 19 Uhr erreichbar.

Nutzungsverträge und weiterführende Informationen
Beispiele für Internetnutzungsverträge zwischen Eltern und Kindern finden sich hier. Mit dem Angebot www.mediennutzungsvertrag.de von klicksafe und Internet-ABC können Eltern und Kinder gemeinsam online einen Mediennutzungsvertrag erstellen. Der Vertrag kann in unterschiedlichen Design- und Regelvorlagen für die beiden Altersgruppen 6–12 Jahre und +12 Jahre angelegt werden. Für die zukünftige Bearbeitung kann der Vertrag gespeichert und über einen Zahlencode für Anpassungen jederzeit wieder aufgerufen werden. Das Internet-ABC gibt im Elternbereich viele Informationen und Tipps zu Computerspielen (und anderen Medien), u. a. auch zum exzessiven Spielen. In einem Artikel zum Thema „Computerspielsucht“ finden sich auch Links zu Onlinefragebögen und Selbsttests. 

Hotlines

  • Computerspielsucht-Hotline der Uni-Klinik Mainz
    Montag bis Freitag 12.00 - 17.00 Uhr
    Tel: 06131 - 17 60 64
    (3,9 ct/min aus dem Festnetz der deutschen Telekom AG)
    www.verhaltenssucht.de

Selbsthilfeportale und Informationen

  • www.onlinesucht.de
    Portal des HSO 2007 e.V. mit vielen Informationen sowie Links zum Thema Onlinesucht.

  • www.jugendinfo.de
    ServiceBureau Internationale Jugendkontakte Bremen: Flyer für Eltern und Jugendliche.

Beratungsstellen

  • Bei der Deutschen Hauptstelle für Suchtfragen e.V. (DHS) gibt es allgemeine Informationen zu verschiedenen Suchtformen und deren Behandlung www.dhs.de.

  • Der Arbeitskreis gegen Spielsucht e.V bietet Einzel-, Paar-, Familien- und Gruppengespräche für Menschen mit Problemen im Umgang mit Glücksspielen, Wetten, PC/Internetgebrauch und deren Angehörige an www.ak-spielsucht.de.

  • Beratungs-, Vermittlungs- und Betreuungshilfen für (Medien-)Suchtkranke in Mecklenburg-Vorpommern gibt es von der Evangelischen Suchtkrankenhilfe Mecklenburg-Vorpommern gGmbH
    info@suchthilfe-mv.de
    www.suchthilfe-mv.de

  • Die Fachstelle für exzessiven Medienkonsum (return) bietet Unterstützung und Begleitung für Personen, die aus exzessivem bzw. süchtigem Medienkonsum aussteigen wollen.
    www.neuesland-return.de

  • Der Fachverband Medienabhängigkeit vernetzt Forscher und Praktiker im deutschsprachigen Raum. Eine Übersicht an Beratungseinrichtungen bietet die Landkarte unter der Rubrik "Hilfe finden".

  • Das Bündnis Mediensucht Paderborn bietet neben weiterführenden Informationen und Schnellbewertungsbögen für Betroffene und Angehörige auch Hilfsangebote an und verweist bei Bedarf auf überregionale Angebote: www.mediensucht-paderborn.de

  • Release Netzpause ist ein Beratungs- und Präventionsangebot für Stuttgarter junge Erwachsene und Jugendliche, die sich Gedanken um ihre Internetnutzung machen oder einen problematischen Internetkonsum aufweisen: www.release-netzpause.de.

  • Als Fachstelle für Sucht und Suchtprävention sowie mit dem Beratungs- und Präventionsangebot real.life - Kompetenter Umgang mit Medien stellt prisma e.V. Fachstelle Sucht und Suchtpräventionrisma für die Region Hannover ein Beratungsangebot zum problematischen und exzessiven Medienkonsum.

Wo kann ich weitere Informationen über die Computerspielsucht nachlesen?

  • Kompetenzzentrum Verhaltenssucht
    Internetseiten der Medizinischen Psychologie und Medizinischen Soziologie / Kompetenzzentrum Verhaltenssucht am Klinikum der Johannes Gutenberg-Universität Mainz


  • ComputerProjekt Köln e.V.
    "Wissen was gespielt wird" - Pädagogischer Ratgeber für Computer- und Konsolenspiele. ComputerProjekt Köln e. V. hat mit Förderung des Landes NRW und in Kooperation mit Partnern einen Ratgeberservice zu Computer- und Konsolenspielen für Eltern, Pädagoginnen und Pädagogen eingerichtet. Unter Anleitung von Pädagoginnen und Pädagogen werden gemeinsam mit Kindern, Jugendlichen und jungen Erwachsenen Spiele erprobt und beurteilt. Das Ergebnis dieser Beurteilungen findet sich auf www.spieleratgeber-nrw.de wieder. Aber der Ratgeber bietet auch Informationen zum Jugendmedienschutz, zu aktuellen Verkaufscharts, zur Forschung und Pädagogik. Er stellt Praxisprojekte aus Schule sowie Kinder- und Jugendhilfe zum Thema Computerspiele vor und gibt Anregungen und Hilfestellungen bei der Planung von Elternabenden, Fachtagungen und pädagogischen Projekten.

  • Spielraum - Intitut zur Förderung von Medienkompetenz
    Spielraum ist ein Institut der Fachhochschule Köln, das von Electronic Arts und Nintendo gefördert wird. Ziel von Spielraum ist es, einen Beitrag zur Entwicklung der Medienkompetenz von Eltern, Erziehern, Pädagogen und Lehrern in Hinblick auf Computer- und Videospiele zu leisten. Sie sollen in die Lage versetzt werden, Kinder und Jugendliche zu einem angemessenen Umgang mit Bildschirmspielen anzuleiten. Kenntnisse über die Erscheinungsformen virtueller Spielwelten sollen vermittelt, Forschungsergebnisse Erziehenden zugänglich gemacht sowie die kritische Auseinandersetzung mit Problemfeldern virtueller Spielwelten gefördert werden. Einen Beitrag hierzu leisten nicht nur Vorträge und Projekte des Instituts, sondern auch seine informative Website. Die 3 Rubriken der Website werden mit computerspieltypischer Sprache als "Level" bezeichnet:

  1. Level 1: Genrekunde/ Faszinationskraft/ Risiken und Chancen/ Jugendmedienschutz
  2. Level 2: Spielinhalte/ Spielfiguren/ Wirkungsfragen/ Wirtschaftsgut/ Kulturgut
  3. Level 3: Medienpädagogik in der Familie/ schulische Medienpädagogik/ außerschulische Medienpädagogik/ Meinungsbilder und Meinungsmache/ Umfragen 

  • klicksafe: Digitale Spiele
    Seit 2004 hat Klicksafe den Auftrag der Europäischen Kommission, Internetnutzern die kompetente und kritische Nutzung von Internet und Neuen Medien zu vermitteln und ein Bewusstsein für problematische Bereiche dieser Angebote zu schaffen. Auf www.klicksafe.de erhalten Eltern und Erziehende einen Einblick in die Welt der digitalen Spiele: die beliebtesten Spiele werden vorgestellt, Begriffe werden erklärt, rechtliche Bestimmungen dargestellt und auf mögliche Wirkungen auf die heranwachsenden Spieler wird eingegangen.