Leihen, Downloaden, Streamen, Aufnehmen – Filme sehen im Internet

Themenreihe

Das Portal iRights.info und die EU-Initiative klicksafe bieten eine Themenreihe zu verschiedenen Rechtsfragen im Netz an. In regelmäßigen Abständen werden aktuelle Schwerpunktthemen rund um Urheber- oder Persönlichkeitsrechte verständlich aufbereitet und auf beiden Portalen zur Verfügung gestellt.

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Nicht alles, was geht, ist auch erlaubt!  - Urheber- und Persönlichkeitsrechte im Internet, Broschüre von klicksafe und iRights.info

Leihen, Downloaden, Streamen, Aufnehmen – Filme sehen im Internet

Autor: Alexander Wragge

Noch ist die alte Film- und Fernsehwelt nicht mit dem Internet verschmolzen. Allerdings führen viele legale und illegale Wege online zum Film. Ein Überblick.


Für Trendforscher ist es nur eine Frage der Zeit, bis der herkömmliche Fernseher aus den Wohnzimmern verschwindet. Dann stehen dort nur noch Geräte, die online und vernetzt sind – zum Beispiel ein Flachbildschirm, navigiert über einen Tablet-Computer oder ein Smartphone. Auch der Filmkonsum über mobile Endgeräte – etwa in Bus und Bahn – könnte rasant steigen. Anstelle von „Programmen“ gibt es dann jederzeit verfügbare Filme, Serien, Dokumentationen und Nachrichten. Der Zuschauer ruft sie ab, wenn er Zeit und Lust hat (Video on demand/ VOD). Er ist nicht mehr auf die Inhalte angewiesen, die ihm Programmplaner zu einer bestimmten Uhrzeit vorsetzen.

Schon heute sind viele Fernseher internetfähig (Smart-TV), auch „Internet-TV-Boxen“ sind auf dem Markt. Die Technologie ist also längst da. Doch noch sind Film, Fernsehen und Internet nicht miteinander verschmolzen. Gewohnheiten der Verbraucher ändern sich nicht so schnell. Und es ist weiterhin etwas kompliziert, Filme und Serien online zu kaufen oder zu leihen.

Einige Hürden im Überblick: Nicht jeder Zuschauer hat eine Kreditkarte, die oft als Zahlungsmittel vorausgesetzt wird. Die Aktualität des Angebots lässt oft zu wünschen übrig, meist sind Filme erst mit oder nach dem DVD-Start zu beziehen. Wie eine Untersuchung der Stiftung Warentest (August 2012) gezeigt hat, schafft es noch kein Anbieter, wirklich alle populären und aktuellen Filme und Serien auf einer einzigen Plattform zu versammeln. Hierfür wären zahlreiche Lizenzverträge nötig, was auf dem zersplitterten Filmmarkt schwieriger scheint als auf dem Musikmarkt. Der Zugang zum US-Angebot, etwa zu neuen Serien, wird dem europäischen Kunden meist verwehrt. Wer Filme in HD-Qualität streamen will, braucht einen Breitbandanschluss mit mindestens 6.000 kbit/s.

Auch in rechtlicher Hinsicht ist der Verbraucher mit einer DVD meist besser bedient als mit einem Download oder einem Streaming. Die DVD kann er einfach Freunden leihen und darf sie weiterkaufen. Bei E-Movies wird das in der Regel technisch und rechtlich unterbunden.

 

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