Abzocke im Internet

klicksafe informiert

  • Wie laufen die „neuen“ Betrugs-Methoden ab?

  • Was sind die typischen Merkmale von neuartigen Abzocke-Angeboten?

  • Worauf sollte man achten bevor man sich bei einem Angebot registriert?

  • Wie verhalte ich mich bei Phishing-Attacken?

Abzocke im Internet: Erst durchblicken – dann anklicken!
Ein Flyer von klicksafe in Zusammenarbeit mit der Verbraucherzentrale NRW

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Abgezockt – Was tun?

Erhalten Sie nach der Anmeldung bei einem vermeintlichen „Gratis“-Angebot oder nach der Teilnahme an einem „kostenlosen“ Test plötzlich eine hohe Rechnung, gehen Sie wie folgt vor:

  • Sichern Sie schon bei der Anmeldung Beweise! Halten Sie die Gestaltung der Internetseiten zum Zeitpunkt der Eingabe Ihrer Daten fest. Fertigen Sie dazu einen Screenshot an.

  • Haben Sie den Eindruck, dass Ihnen ein Vertrag aufgedrängt wurde, sollten Sie unverzüglich den Anbieter anschreiben – am besten nachweisbar per Einschreiben/Rückschein.

Abgezockt – Was tun?

  • Bestreiten Sie den Abschluss eines kostenpflichtigen Vertrages und fordern Sie den Anbieter auf, den angeblichen Vertragsschluss nachzuweisen. Wichtig: Die vom Anbieter gegebenenfalls gespeicherte IP-Adresse Ihres Rechners ist als Nachweis für einen Vertragsschluss nicht ausreichend!

  • Haben Minderjährige den vermeintlich kostenlosen Vertrag abgeschlossen, sollten die Erziehungsberechtigten dem Anbieter mitteilen, dass der Vertrag nicht genehmigt wird. (Bei Minderjährigen ist ein abgeschlossener Vertrag ohne Einverständnis der Erziehungsberechtigten nämlich unwirksam.)

Abgezockt – Was tun?

  • Gleichzeitig sollten Sie gegenüber dem Rechnungsersteller vorsorglich den Widerruf und die Anfechtung wegen Irrtums und arglistiger Täuschung erklären.

  • Lassen Sie sich von Mahnungen und Inkassoschreiben des Anbieters nicht unter Druck setzen. Handlungsbedarf besteht erst, wenn Sie einen gerichtlichen Mahnbescheid erhalten.

Abgezockt – Was tun?

  • Suchen Sie rechtlichen Rat und Unterstützung bei Ihrer örtlichen Verbraucherzentrale.

Eine Liste aller Verbraucherzentralen finden Sie unter: www.verbraucherzentrale.info

Musterbriefe für Widerrufsschreiben

Musterbriefe für Widerrufsschreiben kann man ebenfalls bei einigen Verbraucherzentralen herunterladen.

Setzen Sie das Datum, die richtige Summe, Ihre Adresse und die des Anbieters ein und senden den unterschriebenen Brief per Einschreiben an den Betreiber der Website.

In der Regel werden die Anbieter des entsprechenden Angebots Sie dann in Ruhe lassen. Bisher ist nur ein Beispiel bekannt, bei dem ein Anbieter den Kunden verklagt hat. In diesem Fall hat jedoch das Amtsgericht München (Az.: 161 C 23695/06, Urteil vom 16.01.2007) zugunsten der Kundin entschieden und die Klage abgewiesen. Das AG kam zu dem Schluss, dass anfallende Kosten auf der Webseite klar ersichtlich sein müssen. Sind diese versteckt und für den Kunden nur schwer auffindbar, besteht für diesen keine Verpflichtung den Betrag zu bezahlen, da es sich um eine überraschende und somit unzulässige Klausel handelt.

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Weitere Informationen
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Unter www.verbraucherzentrale.info gibt es eine Liste aller Verbraucherzentralen.
 
 

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Website "Vorsicht im Netz" des Europäischen Verbraucherzentrums Deutschland

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Das BSI für Bürger informiert in der Rubrik "Kostenfallen" über Sicherheitsrisiken und Schutzmaßnahmen.