Probleme mit YouNow

Übertragung in Echtzeit

Anders als bei YouTube geht es bei YouNow um Live-Streaming, also um Videoübertragung in Echtzeit. Schnell sind dabei Informationen preisgegeben, die man eigentlich nicht streuen wollte, schnell reagiert man emotional oder verletzend und möchte das im nächsten Moment gerne rückgängig machen. Nur das ist bei YouNow leider nicht möglich und dessen sollte man sich bewusst sein, wenn man die Plattform nutzt. Das Gesendete lässt sich nicht mehr revidieren und zurückholen, man hat es unweigerlich mit der gesamten YouNow-Community geteilt.

Probleme mit dem Persönlichkeitsrecht

Immer wieder trifft man auf der Plattform auf Videos, in denen neben dem Streamenden weitere Personen im Hintergrund zu sehen sind, die sich offensichtlich nicht darüber im Klaren sind, dass sie gerade im Live-Stream zu sehen sind. Das jedoch stellt eine massive Verletzung des Rechts am eigenen Bild dar, wonach jeder Abgebildete erst einwilligen muss, bevor er auf Bildern oder Videos gezeigt wird. Viele YouNow-Nutzer sind sich dessen offensichtlich nicht bewusst.

Probleme mit dem Urheberrecht

Zu Problemen mit dem Urheberrecht kann es zum Beispiel dann kommen, wenn im Hintergrund eines Videos Musik abgespielt wird, die urheberrechtlich geschützt ist – das ist beinahe immer der Fall. Im Grunde müsste ein YouNow-Nutzer daher Gebühren an die GEMA entrichten. Es könnte durchaus passieren, dass ein Nutzer aufgrund einer solchen Urheberrechtsverletzung eine Abmahnung erhält. Weitere Informationen zum Umgang mit dem Urheberrecht gibt es im Themenbereich „Rechtsfragen im Netz" auf klicksafe.de.

Probleme mit dem Jugendschutz

Wenngleich der Diensteanbieter in seinen Regeln deutlich macht, dass er jugendgefährdende Inhalte wie z. B. gewalthaltige Inhalte, Selbstverletzung, Belästigung, Mobbing, sexuelle Provokation etc. auf der Plattform nicht duldet, kann aufgrund der Masse an Live-Streams nicht gewährleistet werden, dass alle anstößigen Inhalte auch zügig von den Moderatoren entfernt werden. D. h. es besteht die Gefahr, dass Jugendliche Inhalte sehen, die nicht für sie geeignet sind und sie verstören können.

Problem der ungewollten Kontaktaufnahme

Da man als Streamender sein Publikum nicht sieht, kann man auch nicht wissen, wer da unter Pseudonym chattet und welche Intention die jeweilige Person damit verfolgt.

Problem mit In-App Käufen

Um anderen YouNow-Nutzern sog. premium gifts zukommen lassen zu können, muss man zuerst bars mit realem Gegenwert kaufen. D. h. über die App YouNow sind In-App-Käufe möglich. In iOS ist es möglich, die Funktion In-App-Käufe zu deaktivieren. Bei Android-Geräten ist das leider nicht möglich und wer die App auf sein mobiles Endgerät herunterlädt, erklärt sich automatisch mit In-App-Käufen einverstanden.

In-App-Käufe können bei Android-Geräten nicht deaktiviert werden, allerdings lassen sie sich mit einem Passwort sichern. Dieses Passwort kann im Google Play Store-Konto angelegt werden. Hier lässt sich auch einstellen, wie lange In-App-Käufe getätigt werden können.