Wie kann Cyber-Mobbing (in der Schule) rechtzeitig erkannt werden?
Für Lehrende ist es nicht immer einfach, Fälle von Cyber-Mobbing rechtzeitig zu erkennen. Dazu trägt auch bei, dass Lehrende meist erst sehr spät in einen Vorfall eingebunden werden oder erst davon erfahren, wenn der Konflikt bereits eskaliert ist.
Da sich Cyber-Mobbing und „konventionelles“ Mobbing auf die Betroffenen sehr ähnlich auswirken, gelten für die Früherkennung vergleichbare Maßstäbe. Im Folgenden sind einige Anhaltspunkte, wie Mobbing frühzeitig erkannt werden kann, dargestellt. Durch frühe Maßnahmen können Spannungen schon im Vorfeld abgebaut und weitere Mobbing-Attacken verhindert werden.
Mögliche Hinweise auf problematische Konflikte erkennen:
Anonymer „Briefkasten“: SchülerInnen erhalten durch die Einrichtung einer eigenen E-Mail-Adresse oder eines Briefkastens die Möglichkeit, Mobbing-Vorfälle anonym zu melden. Es gilt zu beachten:
Dieser anonyme Beschwerdekasten kann auch zum „Anschwärzen“ von anderen SchülerInnen missbraucht werden.
Verschlechterung des Klassenklimas: Wenn sich das Klima innerhalb der Klassengemeinschaft verschlechtert und die SchülerInnen einander unfreundlicher begegnen, kann diese Entwicklung von Mobbing begleitet sein.
Zerbrochene Freundschaften: Vor allem bei Mädchen passiert es immer wieder, dass ehemals beste Freundinnen zu Opfern bzw. Täterinnen von Mobbing-Attacken werden, da sie viele intime Geheimnisse voneinander kennen und diese dann gegeneinander verwenden.
Auf Schulveranstaltungen: Gerade bei der Zimmeraufteilung auf Klassenfahrten oder Ausflügen/ Sportfesten wird sichtbar, wie gut einzelne SchülerInnen in die Klassengemeinschaft eingebunden sind. In solchen Situationen werden neben AußenseiterInnen auch eventuelle Bruchlinien innerhalb eines Klassenverbands sichtbar.
(Quelle: Saferinternet.at)
Mögliche Symptome von Cyber-Mobbing:
Wird ein Kind zum Opfer einer Cyber-Mobbing-Attacke, sind die Symptome jenen anderer psychischer Belastungen sehr ähnlich:
Vermehrte gesundheitliche Probleme: Dazu zählen Symptome wie Kopfschmerzen, Bauchschmerzen, häufigeres Fehlen, Schlafprobleme oder bedrückte Stimmung.
Verhaltensänderungen: Alarmsignale können sein eine plötzliche Verschlossenheit, ein Leistungsabfall in der Schule oder der Rückzug in andere Welten, wie z. B. in Online-Spiele- oder Fantasiewelten.
Fehlen persönlicher Gegenstände: Vor allem Eltern kann auffallen, dass besonders geliebte Gegenstände oder Geld plötzlich fehlen.
Herunterspielen: Mobbing-Opfer werden bei ersten Gesprächen mit Erwachsenen meist keinen direkten Hinweis auf einen Vorfall geben oder die Situation herunterspielen. Wenn Sie einen konkreten Verdacht haben, sind viel Geduld und erneute Gesprächsangebote notwendig.
(Quelle: Saferinternet.at)

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