Probleme mit Instant Messengern

Anders als in Web-Chats, in denen die Nutzer häufig mit ihnen unbekannten Personen kommunizieren, werden Instant Messenger eher dazu genutzt, sich mit wenigen, meist persönlich bekannten Nutzern, wie Schulfreunden, Verwandten etc., auszutauschen. Der Austausch von Nachrichten und Dateien findet daher (relativ) privat statt und kein Fremder kann sich eigenständig in die Gespräche einklinken. Dennoch ist die Kommunikation mittels Instant Messenger nicht ohne Risiko:

Problem der ungewollten Kontaktaufnahme

Instant Messenger funktionieren über Kontaktlisten, die die Nutzer selbst zusammenstellen, indem sie Kontakte zu dieser Liste hinzufügen. Bei den meisten Instant Messengern muss eine Kontaktanfrage seitens des Nutzers bestätigt werden, damit dieser neue Kontakt in die Liste ergänzt wird. Neue Kontakte können über eine Suchfunktion im Instant Messenger ermittelt werden. Gesucht werden kann bspw. nach Namen, Alter, Wohnort oder über Mailadresse - hier gibt es Unterschiede zwischen den einzelnen Instant Messengern.

Ist die Mailadresse eines Nutzers auf anderen Online-Plattformen, wie z. B. Facebook, öffentlich oder über Freunde von Freunden einsehbar, so können auch unbekannte oder unerwünschte Personen den Kontakt via Instant Messenger aufnehmen, einen Nutzer belästigen, ihm/ihr pornografische oder gewalthaltige Daten zusenden.

Problem mit Cyber-Mobbing

Junge Nutzer verwenden Instant Messenger nicht nur zum positiven Austausch untereinander. Immer wieder kursieren in den Medien Berichte über Mobbingfälle, in denen auch Instant Messenger, wie z. B. WhatsApp, eine zentrale Rolle spielen. Über die Dienste, die mittlerweile alle auch die Möglichkeit bieten, Bild- oder Videodateien hin un her zu senden, können schnell auch diffamierende Bilder breit gestreut werden.

Problem mit dem Datenschutz

Viele der Instant Messenger-Anbieter führen in ihren Nutzungsbedingungen auf, dass sie sich Nutzungsrechte über die versendeten Dateien einräumen. Das heißt, dass z. B. via WhatsApp versendetes Bildmaterial nicht mehr demjenigen gehört, der das Bild aufgenommen hat, sondern WhatsApp. Mehr hierzu unter: Probleme mit dem WhatsApp-Messenger. Dessen muss sich der Nutzer bewusst sein.

Hinzu kommen bei einigen Anbietern auch Sicherheitslücken in der Übermittlung der Daten zwischen den Nutzern - dies gilt v. a. für die Nutzung von Instant Messengern auf mobilen Endgeräten. Hier wird in den Medien öfter die Befürchtung laut, dass die Daten einfach von Dritten ausgelesen werden können.