Sicherer Umgang mit Instant Messengern

Um besonders Kinder und Jugendliche vor unerwünschten Nachrichten und Belästigungen zu schützen, sollten einige grundlegende Sicherheitseinstellungen aktiviert werden:

Automatisches Ablehnen von Nachrichten fremder Personen, die nicht in der Kontaktliste stehen

Dies ist die beste Möglichkeit, sich vor Belästigungen oder auch vor Spam und Viren zu schützen.

Aufnahme in die Kontaktliste regulieren

Hiermit ist gemeint, dass der Benutzer zunächst seine Erlaubnis erteilen muss, bevor er von einem anderen in dessen Kontaktliste aufgenommen werden kann. Diese Option ist bei allen Messengern nicht automatisch aktiviert.

Ignorier-Liste erstellen

Unerwünschten Personen kann eine Kontaktaufnahme verweigert werden, indem sie auf die „Ignorier-Liste“ gesetzt werden.

Öffentliche Statusanzeige/Web-Präsenz abschalten

Oft wird nicht nur im Messenger selbst, sondern auch auf der öffentlichen Profil-Seite im Internet der Online-Status angezeigt. Somit können nicht nur Freunde, sondern jede beliebige Person sehen, ob man gerade online ist.

Nachrichten/Verlauf speichern

Die meisten Messenger bieten die Funktion, alle Gespräche automatisch auf dem Computer zu speichern (in einem sogenannten "Log"). So hat der Nutzer bei eventuellen Belästigungen alles Geschriebene mit Datum und Nickname dokumentiert, ohne Screenshots erstellen zu müssen.

Anzeigebild ausschalten

Die Fotos aus den Profilen der Nutzer werden im Nachrichtenfenster angezeigt. Um ggf. die Anzeige nicht kindgerechter Bilder anderer Nutzer zu vermeiden, ist es sinnvoll die Bild-Ansicht komplett abzuschalten. Wird für das eigene Anzeigebild ein persönliches Foto verwendet, so sollte dieses die eigene Person zumindest nicht eindeutig erkennen lassen.

Profilangaben möglichst anonym halten

Meist lassen sich die Profilangaben über die Messenger-Einstellungen nachträglich noch beliebig ändern.

Dateitransfer, Webcam und Telefon-Chat (VoIP) ausschalten

Diese Zusatzfunktionen lassen sich meist leider nicht gänzlich abstellen. Zumindest lässt sich aber oft regulieren, dass z.B. nur die Freunde auf der Kontaktliste derartige Anfragen stellen dürfen und diese zunächst der Zustimmung des Nutzers bedürfen.

Über Gefahren sprechen

Eltern sollten mit ihren Kindern über die Gefahren sprechen und ihnen erklären, dass sie im Falle von gesendeten Dateien und Video- oder Telefon-Anfragen von Unbekannten immer auf "ablehnen" klicken sollen.