facebook, schülerVZ & Co - Was sind Soziale Netzwerke?

Virtuelle Gemeinschaften liegen im Trend: Es gibt immer mehr Internetseiten, auf denen sich Menschen aus aller Welt treffen und sich über Hobbys, gemeinsame Interessen und vieles mehr unterhalten, tauschen, handeln, sich daten. Das fasziniert längst nicht nur Erwachsene, auch der Nachwuchs nutzt die Angebote mit Begeisterung, wie die JIM-Studie 2011 zeigt. Social Networks, übersetzt „Soziale Netzwerke“, gehören zu den bekanntesten Vertretern von Online-Communities. Online Communities können wiederum dem Web 2.0 zugeordnet werden.

Exkurs Web 2.0

Der Begriff Web 2.0 ist zum Schlagwort für eine neue, individuelle Mediennutzung geworden. Jeder kann dank technischer Vereinfachung im Internet Inhalte selbst erstellen, ob es nun ein Video auf YouTube, ein Soziales Netzwerk-Profil oder ein Eintrag in ein Online-Lexikon (Wiki) ist. Man spricht in diesem Zusammenhang auch von „nutzergeneriertem Inhalt“ (user generated content).

So funktionieren Soziale Netzwerke

Auf einer Plattform im Internet erstellen Nutzer ein eigenes Profil mit möglichst vielen persönlichen Angaben wie Hobbys, Interessen, derzeitiger Lebenssituation, Familien- bzw. Partnerschaftssituation usw. Der Ausdruck der eigenen Persönlichkeit ist z.B. anhand von eingestellten Fotos (bspw. von der letzten Party oder vom Urlaub) und der Zugehörigkeit zu Gruppen möglich. Kommunikation wird durch Pinnwände, E-Mail- und Chat-Funktionen ermöglicht. Der Aufbau des Profils, sowie die zur Verfügung gestellten Funktionen ähneln sich in den meisten Netzwerken. MySpace stellt eine Ausnahme dar, da die Nutzeroberfläche hier sehr individuell gestaltet werden kann.
Die Nutzer suchen alte Freunde, finden neue Kontakte und tauschen sich primär mit anderen aus, die die gleichen Interessen, Freundeskreise oder sonstige Schnittmengen haben. Soziale Netzwerke funktionieren also über die Selbstdarstellung ihrer Nutzer, aber auch über die Vernetzung von Freunden durch die Freundeslisten. Über die Inhalte von Max gelangt man beispielsweise per Mausklick zu Ina, von dort zu Carina bis man schließlich bei Helena landet, die man selbst nicht kennt, aber die jemanden kennt, den man kennt. Findet man Helena nett, könnte man ihr beispielsweise eine Freundschaftsanfrage schicken. Bestätigt sie diese, hat man sie „geaddet“, was bedeutet, dass man sie in seine Freundesliste aufgenommen hat.

So sieht ein Profil aus (Exemplarisch am Beispiel von schülerVZ)

  • Eine genaue Auflistung und Erläuterung der einzelnen Profilfunktionen finden Sie hier (S.15)

Soziale Netzwerke- ein Massenphänomen

Mitgliederzahlen der Sozialen Netzwerke (Stand Anfang 2010):

  • Facebook: über 400 Mio. weltweit, in Deutschland ca. 10,3 Mio. (Stand April 2010)
    Quelle facebook.de

  • Myspace: 267.794.915 weltweit, in Deutschland 5,1 Mio. (Stand September 2009)
    Quelle comscore.com

  • VZ Netzwerke gesamt: 16,2 Mio. davon
    schülerVZ
    : Februar 2010: über 5,6 Mio.
    meinVZ:
    Februar 2010: rund 4,4 Mio.
    studiVZ: November 2009:  6,2 Mio.
    (Stand März 2010)
    Quelle VZ-Netzwerke

  • WkW (Wer kennt wen): ca. 6,2 Mio. (Stand September 2009)
    Quelle comscore.com

  • Lokalisten: ca. 1,9 Mio. (Stand September 2009)
    Quelle comscore.com

Weiterempfehlen:

Info zur E-Mail-Angabe

Bitte geben Sie Ihre E-Mail-Adresse an, wenn Sie bei künftigen Antworten zu diesem Beitrag informiert werden möchten.