Was ist Spam?

Unter Spam versteht man unerwünschte bzw. rechtswidrig versandte Werbe-E-Mails, die zunehmend die Internet-Briefkästen (Mailbox) verstopfen. Spam-Mails kosten den Mailbox-Besitzer Computerkapazität und Zeit. Auch Werbeeinträge in Newsgroups, die nicht das Thema der Newsgroups aufgreifen und Kettenbriefe werden als Spam bezeichnet.

Spam-Mails werden meist vollautomatisch über spezielle Programme versandt. Spam-Versender nutzen auch fremde Computer für ihre Geschäfte. Diese fernsteuerbaren Netzwerke von PCs – botnets genannt - kommen allerdings erst durch Viren bzw. Trojaner zustande, mit denen der Computer infiziert wurde. Die Spam-Mails werden dann ohne Wissen der betroffenen PC-Nutzer verschickt. Deswegen sollten auch private Computer unbedingt durch ein aktuelles Antiviren-Programm (Schutzprogramme unter: "Den PC schützen") geschützt sein.

Warum wird gespammt?

Spam-Mails bringen Geld: tatsächlich gibt es noch Internetnutzer, die auf die Angebote von Spam reagieren. Bei den minimalen Kosten für die Beschaffung der Zieladressen und das Versenden der Mail ist es ein lukratives Geschäft, auch wenn von rund 100.000 versandten E-Mails nur auf eine reagiert wird. Des Weiteren können Viren-infizierte Spam-Mails Computer ausspionieren oder anhand dieser fremdgesteuert werden.

Wie kommen Spammer zu den E-Mail-Adressen?

Das Sammeln personenbezogener Daten, wie beispielsweise die Aufnahme der persönlichen E-Mail-Adresse in eine Spammer-Datenbank, bekommt der Besitzer in der Regel nicht mit. Man unterscheidet zwischen dem Sammeln personenbezogener Daten innerhalb von Internetauftritten und der rechtswidrigen Weiterverarbeitung zunächst rechtmäßig erworbener Daten.

  1. Automatisierte Programme: sogenannte „Harvester“ lesen im Internet personenbezogene Daten aus, die beispielsweise auf Webseiten, in Sozialen Netzwerken und innerhalb von Chats und Foren veröffentlicht sind. Zudem ist es möglich, mit Hilfe von Viren-infizierten Rechnern das Adressbuch von E-Mail-Clienten auszuspionieren und diese an die Spammer weiterzuleiten.

  2. Eine rechtswidrige Weiterverarbeitung von zunächst rechtmäßig erhobenen personenbezogenen Daten passiert dann, wenn diese Daten ohne vorherige Information des Betroffenen an Dritte weitergegeben werden, etwa,
    -    wenn E-Mailadressen, z.B. nach einem Vertragsabschluss an „Partnerunternehmen“ weitergegeben werden.
    -    wenn Daten, die ausschließlich zum Zweck eines Gewinnspiels erhoben wurden, für werbliche Zwecke genutzt werden.
    -    wenn die Weiterverwendung der Daten z. B. durch die versteckte Zustimmung in den AGBs vermeintlich bestätigt wird.

  3. Ebenso wird das Ausprobieren von Internetadressen praktiziert. Die Adressen werden künstlich generiert und nachdem keine Fehlermeldung auf eine versandte Spam-Mail verschickt wird, gilt die Adresse als bestätigt.


(Quelle: Anti-SPAM. Ein Leitfaden über und gegen unverlangte E-Mail-Werbung. (2007). Autoren: S. Karge, F. Ackermann, I. Ivanov (eco Verband der deutschen Internetwirtschaft e.V.). Hrsg.: Hessisches Ministerium für Wirtschaft, Verkehr und Landesentwicklung. Band 55. Hessen Media: Wiesbaden.)

Wie funktioniert die Verbreitungvon Spam-Mails?

In der Regel werden die Spam-Mails nicht von Servern versendet, die auf die Person oder das Unternehmen des Spammers gemeldet sind. Meist geschieht dies über fremde Ressourcen, wie beispielsweise:

  • die Versendung über E-Mail-Server, die E-Mails jeder beliebigen Adresse ohne Authentifizierung weiterleiten, wie beispielsweise die Versendung über den Provider eines infizierten bzw. ferngesteuerten Rechners (betroffen sind: schlecht administrierte Privat-PCs und Arbeitsplatzrechner)
  • die Versendung über Provider, die im Ausland betrieben werden: oft ist die Rechtsverfolgung innerhalb dieser Länder schwierig oder die Betreiber der Server lassen sich dafür bezahlen, auf bei ihnen eingehende Beschwerden nicht zu reagieren.

(Quelle: Anti-SPAM. Ein Leitfaden über und gegen unverlangte E-Mail-Werbung. (2007). Autoren: S. Karge, F. Ackermann, I. Ivanov (eco Verband der deutschen Internetwirtschaft e.V.). Hrsg.: Hessisches Ministerium für Wirtschaft, Verkehr und Landesentwicklung. Band 55. Hessen Media: Wiesbaden.)

Wie sehen die rechtlichen Grundlagen in Deutschland aus?

In der Regel werden die Spam-Mails nicht von Servern versendet, die auf die Person oder das Unternehmen des Spammers gemeldet sind. Meist geschieht dies über fremde Ressourcen, wie beispielsweise:

  • die Versendung über E-Mail-Server, die E-Mails jeder beliebigen Adresse ohne Authentifizierung weiterleiten, wie beispielsweise die Versendung über den Provider eines infizierten bzw. ferngesteuerten Rechners (betroffen sind: schlecht administrierte Privat-PCs und Arbeitsplatzrechner)
  • die Versendung über Provider, die im Ausland betrieben werden: oft ist die Rechtsverfolgung innerhalb dieser Länder schwierig oder die Betreiber der Server lassen sich dafür bezahlen, auf bei ihnen eingehende Beschwerden nicht zu reagieren.

(Quelle: Anti-SPAM. Ein Leitfaden über und gegen unverlangte E-Mail-Werbung. (2007). Autoren: S. Karge, F. Ackermann, I. Ivanov (eco Verband der deutschen Internetwirtschaft e.V.). Hrsg.: Hessisches Ministerium für Wirtschaft, Verkehr und Landesentwicklung. Band 55. Hessen Media: Wiesbaden.)