Rechtsextremismus im Netz

Das Internet ist heute das wichtigste Propagandamittel der Rechtsextremen. Die rechtsextremen Mechanismen sind dabei so raffiniert, dass selbst Erwachsene sie auf den ersten Blick nicht durchschauen. Jugendliche, die noch auf der Suche nach der eigenen Identität und einem (politischen) Weltbild sind, fängt man besonders leicht. Im Netz sind außerdem nicht nur praktisch alle Jugendlichen erreichbar, sondern es ist auch geradezu ideal, um rechtsextreme Inhalte subtil und jugendaffin zu vermitteln. Die Internetpräsenzen von Rechtsextremen sehen mitunter harmlos aus, modern und jugendlich – und doch ist die Ideologie dahinter immer die gleiche: antidemokratisch, fremdenfeindlich, rassistisch. Rechtsextreme geben sich ein eher bürgerliches Erscheinungsbild, sie nehmen die politischen Themen auf, die Jugendliche ohnehin interessieren, wie Arbeitslosigkeit, Umwelt, Politikverdruss, und sie bieten eine Erlebniswelt und ein Zugehörigkeitsgefühl durch spannende Zeltlager, hippe Flashmob-Aktionen oder einen ansprechenden Kleidungsstil.

Quelle: Zahlen zu Rechtsextremismus online 2016 (jugendschutz.net)

Zahlen und Fakten

Rechtsextremismus im Internet ist vielschichtig und multimedial. Autonome Nationalisten, die Neue Rechte, Neonazikameradschaften, die NPD, Szene-Versandhändler – sie alle nutzen die unterschiedlichen Internetdienste und verlagern ihre Anwerbeversuche zunehmend in den Social Media Bereich.

Vor allem die Hetze gegen Flüchtlinge hat in den letzten Jahren erheblich zugenommen. Alle Zahlen können den Berichten entnommen werden: "Rechtsextremismus online - beobachten und nachhaltig bekämpfen" von jugendschutz.net (Stand: 2016)