Datensparsamkeit

Nicht bei jedem Sozialen Netzwerk ist es notwendig, seinen vollen Namen, die Adresse und die Telefonnummer anzugeben. Hier empfiehlt es sich, selektiv mit den Angaben umzugehen. Bei den Netz-Gemeinschaften im engeren Sinn wird die Angabe des Namens und der Stadt, in der man wohnt, nicht zu umgehen sein: Man möchte ja schließlich gefunden werden. Außerdem verpflichtet man sich bei der Anmeldung, wenn man den allgemeinen Geschäftsbedingungen zugestimmt hat, in der Regel dazu, keine falschen Angaben zu machen. Man muss allerdings auch nicht mehr als das Nötigste mitteilen. Mit Name, Geburtsdatum und E-Mail-Adresse ist man meistens dabei. Einige dieser Angaben können nach der Anmeldung versteckt werden, so dass niemand sie sehen kann – diese Möglichkeit sollte man nutzen. Es ist von Vorteil, wenn man für Registrierungen eine zweite E-Mailadresse benutzt, um die persönliche Adresse zu schützen.

Vor allem mit Telefonnummern und Wohnadressen sollte man vorsichtig sein: Sind sie einmal in die Öffentlichkeit gelangt, wird es schwierig sein, das ungeschehen zu machen. Das muss nicht zwangsläufig zum Problem werden, aber es kann: Mit den geklauten Daten können sich Kriminelle als jemand anderes ausgeben und diese Identität zu Straftaten benutzen – sogenannter Identitätsdiebstahl. Aber auch sonst möchte man vielleicht nicht der ganzen Welt verraten, wo man wohnt und wie man angerufen werden kann. Hier gilt auch: entweder gar nicht angeben oder verstecken.

Bestimmte Dienste sehen die Möglichkeit vor, ein Pseudonym zu verwenden. So ist es beispielsweise egal, ob man seine Flickr-Fotos unter dem eigenen Namen veröffentlicht oder nicht. Man muss sich zwar unter dem richtigen Namen bei Yahoo!, der Mutterfirma von Flickr anmelden – jedenfalls verlangen das die Nutzungsbedingungen –, aber diese Identität wird nicht auf den eigentlichen Fotoseiten angezeigt. So hat zwar die Firma Yahoo! die richtige Identität, veröffentlicht diese aber nicht. Die User von Flickr können sie somit nicht einsehen. Ähnliches gilt zum Beispiel auch für Instagram, einem anderen Fotodienst. Das kann man zum Beispiel herauskriegen, wenn man die Nutzungsbedingungen liest.

Auf der Profilseite bei Facebook können Freunde öffentliche Nachrichten hinterlassen. Hier sollte man darauf achten, dass keine privaten Daten gepostet werden, zum Beispiel private Verabredungen mit Zeit und Ort. Es sei denn, man möchte, dass die ganze Freundesliste (oder je nach Einstellung alle Mitglieder des Netzwerks) erfährt, mit wem man wann ins Kino geht.

Grundlegende Vorsichtsmaßnahmen bei der Internetnutzung gelten auch bei Sozialen Netzwerken: etwa ein sicheres Passwort wählen und dieses regelmäßig ändern, sich ausloggen und private Daten löschen, wenn man einen öffentlichen Computer benutzt. Beim Firefox-Browser kann man unter Extras die private Chronik löschen oder gleich im privaten Modus surfen; beim Internet Explorer (Vers. 10) befindet sich der „In- Private-Modus“ unter dem Menüpunkt „Extras – In-Private-Browsen“.Ganz grundsätzlich lohnt es sich, sich mit den Datenschutz-Möglichkeiten des eigenen Rechners und Webbrowsers zu beschäftigen.

Zusammenfassend gilt: Vorher nachdenken, was man veröffentlicht. Denn auch wenn man sich in seinem Online-Freundeskreis wie zu Hause fühlt, könnte es doch sein, dass nicht alle einem gleich wohl gesonnen sind. Kontrollfragen sind:

  • Könnte es mir später peinlich sein oder unangenehme Konsequenzen haben?
  • Könnte dadurch ein anderer geschädigt werden?