Was sollte ich beim Kauf von Apps beachten?

Autorin: Ramak Molavi

Mobile Apps machen Spaß. Sie sind in vielen Situationen nützlich: Wenn man sich in einer fremden Stadt verläuft und dank GPS-Funktion und Karte doch ans Ziel kommt; wenn man einen tollen Song hört und nicht weiß, von wem er ist. Auch sonst kann man sich mit Apps die Zeit vertreiben, beispielsweise mit Spiele-Apps, E-Books und digitalen Zeitschriften oder Musik- und Videoplayern. 

Neben diesen sichtbaren haben Apps jedoch eine Reihe von nicht sichtbaren Funktionen. Je nach Programmierung und Berechtigungen gestatten sie den Entwicklern nachzuverfolgen, wie wir unser mobiles Gerät nutzen. Berechtigungen ermöglichen Apps den Zugriff auf Einstellungen und Dateien auf unserem mobilen Gerät. Die Apps können unser Surfverhalten aufzeichnen, auf unser Mikrofon zugreifen, nachverfolgen, wo wir uns aufhalten, unsere Kontaktdaten abgreifen und vieles mehr, wenn wir ihnen im Rahmen der Installation entsprechende Zugriffsrechte einräumen. Eine echte Wahl ist das aber in den seltensten Fällen: Räumt man die Zugriffsrechte nicht ein, bleibt einem normalerweise nur die App gar nicht zu installieren.

Mobile Apps sind ein Feld, auf dem viel ausprobiert wird. Zum einen testen die Entwickler aus, welche Funktionen überhaupt sinnvoll sind und von den Kunden angenommen werden. Zum anderen sind die Geschäftsmodelle dahinter oft noch in der Entwicklungsphase. Eines haben die meisten Apps gemeinsam: Sie sammeln viele Daten und können auf viele Funktionen unserer Geräte zuzugreifen, oft ohne dass Nutzer es merken.

Viele Apps brauchen aber bestimmte persönliche Daten, um zu funktionieren. Eine Taxi-App etwa benötigt unsere GPS-Koordinaten, um einen Wagen in unserer Nähe ausfindig zu machen und uns diesen vorzuschlagen. Eine Kamera-App braucht Zugriff auf die Kamera des Handys und muss in der Lage sein, Fotos in Ordner abzulegen. Auf der anderen Seite gibt es immer wieder Apps, die Zugang zum Adressbuch, zur Telefonfunktion oder anderen sensiblen Bereichen einfordern, ohne dass sie diesen Zugang für ihren Dienst wirklich brauchen.