Einblick in die Welt der Computerspiele

Alle sind gefordert, sich mit dem Thema "Computerspiele" auseinanderzusetzen: Eltern, Schule, Kinder- und Jugendhilfe sowie das gesamte Umfeld der Kinder und Jugendlichen. Auf diesen Seiten können Sie deshalb die erste Hürde zu einer sinnvollen Medienerziehung nehmen: Sie zeigen Interesse an dem Hobby und wollen sich objektiv informieren.

klicksafe informiert über

Internet- und Computerspielabhängigkeit
klicksafe-Tipps für Eltern

Text und Bild

klicksafe bietet im Computerspiele-Flyer ein paar kurze Tipps, auf was Eltern achten sollten und wo sie sich informieren können.

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Teste dein Wissen!

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Wo lebst Du?
Thema: Computersucht

Eltern
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1. Zeigen Sie Interesse!

Informieren Sie sich über die unterschiedlichen Plattformen, Spielarten (Genres) und die momentan angesagten Spiele. Pädagogische Angebote (z. B. www.spieleratgeber-nrw.de, www.spielbar.de, www.usk.de) bieten weitreichende Informationen zu Inhalten, Altersfreigaben, Chancen und Risiken der gängigen Spiele.

2. Sprechen Sie mit Ihrem Kind!

Interesse und Austausch ermöglichen eine vertrauensvolle Basis zwischen Ihnen und Ihrem Kind. Suchen Sie daher das offene Gespräch und begegnen Sie dem Freizeitinteresse Ihres Kindes mit einer grundlegend unvoreingenommenen Einstellung.

3. Spielen Sie mit!

Sie haben einen Spiele-Experten im eigenen Hause - nutzen Sie dies und versuchen Sie gemeinsam mit Ihrem Kind einen Einblick in die Spielwelten zu bekommen. Durch das gemeinsame Erleben können Sie mitreden, die Faszination eines Spiels nachvollziehen und viel eher erkennen, ob es für Ihr Kind geeignet ist.

4. Vereinbaren Sie gemeinsam Regeln!

Erstellen Sie gemeinsam mit Ihrem Kind verbindliche und nachvollziehbare Regelungen zum Medienkonsum. Dazu zählen neben der Nutzung des Computers auch das Fernsehen und die Konsolenspiele. Achten Sie bei der Vereinbarung auf regelmäßige Bildschirmpausen.

5. Orientieren Sie sich an Zeitvorgaben!

„Wie lange darf mein Kind am Computer oder der Konsole spielen?“ Diese Frage stellen sich viele Eltern. Zur Orientierung können folgende Zeitvorgaben hilfreich sein

  • 4–6 Jahre: ca. 20 bis 30 Minuten pro Tag in Begleitung der Eltern

  • 7–10 Jahre: ca. 45 Minuten pro Tag

  • 11–13 Jahre: ca. 60 Minuten pro Tag

  • Ab 14 Jahren: Für ältere Heranwachsende eignet sich in der Regel ein gemeinsam vereinbartes Medienbudget pro Woche viel eher als eine tägliche Höchstgrenze.


Suchen Sie darüber hinaus gezielt nach empfehlenswerten Spielen für lhr Kind, z.B. auf www.spieleratgeber-nrw.de, www.internet-abc.de/eltern.

6. Achten Sie unbedingt auf die Alterskennzeichnung!

Prüfen Sie unter www.usk.de, ob ein Spiel für die Altersgruppe Ihres Kindes freigegeben ist und somit ein entsprechendes Alterskennzeichen der Unterhaltungssoftware Selbstkontrolle trägt. Diese bieten Ihnen eine wichtige Orientierungshilfe, stellen dabei allerdings keine pädagogische Empfehlung dar. Auch unterliegen viele Spiele im Internet keiner Kennzeichnungspflicht. Nutzen Sie hierzu ergänzende Beratungsangebote (z. B. www.spieleratgeber-nrw.de).

7. Seien Sie Vorbild!

Erklären Sie lhrem Kind, weshalb es wichtig ist, dass es Gesetze zum Jugendschutz und zum Urheberrecht gibt. Hinterfragen Sie auch Ihre eigenen Mediengewohnheiten und gehen Sie mit gutem Beispiel voran.

8. Bieten Sie Alternativen!

Viele Kinder sitzen aus reiner Langeweile vor dem  Computer oder der Konsole. Bieten Sie Ihrem Kind zum Ausgleich gemeinsame Unternehmungen an. Vermeiden Sie es, Computerspiele als „Babysitter“ einzusetzen.

9. Tauschen Sie sich aus!

Fragen Sie andere Eltern, wie sie mit dem Medienkonsum ihrer Kinder umgehen. Informieren und unterstützen Sie sich gegenseitig. Das gibt Ihnen Sicherheit und fördert die eigene Kompetenz.

10. Nutzen Sie Spiele nicht als erzieherisches Druckmittel!

Computerspiele sollten weder zur Belohnung noch als Bestrafung eingesetzt werden. Dadurch erhalten sie einen ungewollt hohen Stellenwert im Alltag Ihrer Kinder. Halten Sie lieber an einer verbindlichen Regelung fest: Zuerst die Hausaufgaben, dann eine Pause, dann Computerspielen.

11. Sie sollten Ihre Kinder bzgl. der Weitergabe persönlicher Daten sensibilisieren

Tipps:

  • Lege Dir eine E-Mail Adresse an, die Du nur für die Anmeldung bei unbekannten Anbietern benutzt!

  • Nutze einen Nickname (Spitznamen) und eine E-Mail-Adresse, die keine Rückschlüsse auf Dich zulassen!

  • Gibt Deinen Nickname (Spitznamen) nur an Bekannte weiter!

  • Nutze als Avatar kein Foto von Dir!

  • Lies in den AGBs, bzw. der Datenschutzerklärung nach, was der Anbieter mit Deinen Daten macht!

  • Vernetze Deine Daten nicht unnötig!

  • Gib Deine Daten nicht an jeden weiter!

12. Letztendlich gilt: Sie sind der Experte für Ihr Kind!

Hören Sie daher auf Ihr Gefühl und suchen Sie einen eigenen Weg für eine sinnvolle und funktionierende Medienerziehung.

Die Tipps zum Downloaden!

Pädagogen
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Computerspiele(n) im Unterricht – 10 allgemeine Tipps

  • Die Alterskennzeichnung der Spiele ist verbindlich und daher zu beachten. Ohne Ausnahme müssen alle Schüler alt genug für die Spiele sein (USK-Alterskennzeichen), die im Unterricht zum Einsatz kommen. Dies gilt auch für das Anspielen der Spiele, für Demos oder das Zeigen von Videos mit Spielszenen.

  • Unterstützung von Spieleexperten finden Sie bei ihren Schülern, die z.B. nach Absprache die Vorstellung von Spielen übernehmen können. Trauen Sie den Schülern gerade bei „ihrem“ Themaruhig einiges zu.

Computerspiele(n) im Unterricht – 10 allgemeine Tipps

  • Setzen Sie nicht automatisch voraus, dass alle Schüler begeistert und motiviert sind, nur weil gerade das Thema „Computerspiele“ auf dem Stundenplan steht. Auch bei diesem Thema muss das Unterrichtskonzept stimmig und motivierend sein und die Unterschiede der Schüler hinsichtlich ihrer Interessen berücksichtigt werden.

  • Gehen Sie unvoreingenommen, kritisch und vor allem grenzachtend an das Thema heran.

Computerspiele(n) im Unterricht – 10 allgemeine Tipps

  • Es muss nicht immer alles „pädagogisch wertvoll“ sein – auch vermeintlich „schlechte“ bzw. umstrittene Spiele lassen sich mit entsprechendem Konzept im Unterricht gut einsetzen.

  • Das Thema „Computerspiele“ kann an Ihrer Schule auch über einzelne Lehrpläne hinaus verankert werden. Nachhaltige Konzepte sind z. B. Spieletestergruppen, Medienscouts oder Schüler-Medien-Trainer: Games.

Computerspiele(n) im Unterricht – 10 allgemeine Tipps

  • Die verwendeten Ressourcen (benötigte Unterrichtsstunden, Technikaufwand, Kosten, Zeit für die Einarbeitung etc.) sollte im Verhältnis zum Ergebnis stehen – ohne Frage ein großes Problem für den Einsatz aufwändiger Technik im Unterricht.

  • Es gibt viele gute Unterrichtseinheiten, in denen die Behandlung des Themas Computerspiele im Deutschunterricht beschrieben wird. Entdecken Sie weitere Möglichkeiten! Computer- und Videospiele können sowohl praktisch als auch theoretisch im Sportunterricht, in Physik, in Kunst, in Musik, in Geschichte, in Religion, in Englisch und vielen weiteren Fächern eingesetzt und mit den Lehrplänen verbunden werden.

Computerspiele(n) im Unterricht – 10 allgemeine Tipps

  • Suchen sie sich Verbündete im Lehrerzimmer. Nicht alle Kollegen werden begeistert sein, wenn sie versuchen, ein Stück der aktuellen Lebenswelt Heranwachsender in die Schule zu holen.

  • Suchen sie sich für die Unterrichtsplanung Tipps, Anregungen oder auch Experten von außen. (z.B. Unterrichtseinheiten oder Referenten von Spieleratgeber-NRW.de, Institut Spielraum, lehrer-online.de o.a.)

Jugendliche
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Weitere Tipps für die Schule, Jugendarbeit und Familie

  • Computerspiele(n) in der Schule – Was gilt es zu beachten?

  • Computerspiele(n) in der Jugendarbeit – Was gilt es zu beachten?

  • Social Gaming im Griff behalten: Tipps für Eltern

  • Social Gaming im Griff behalten: Tipps für Kinder

Weitere Informationen
(Kopie 1)

"Social Games - Online spielen in Communitys" Faltblatt von jugendschutz.net (Stand Okt 2013).

Spieleratgeber-NRW - Ein pädagogischer Ratgeber zu Computer- und Konsolenspielen

spielbar.de informiert über Computerspiele und erstellt pädagogische Beurteilungen

Mit Medien Leben, Ausgabe 1: Computerspiele
Eine Broschüre der Landesanstalt für Medien NRW

Dein Spiel. Dein Leben

"Dein Spiel. Dein Leben. - Find your Level!" sensibilisiert junge Menschen für die Nutzung virtueller Spielwelten.

Ratgeber USK

Im Elternratgeber der USK geht es um Probleme und Fragen, die im Familienalltag auftreten können.

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  • klicksafe-Besucher | 03.12.2013 um 09:34 Uhr:

    genau

  • klicksafe-Besucher | 19.09.2012 um 13:53 Uhr:

    Ich finde es einfach nur viel zu brutal

    • Kersten | 15.04.2013 um 16:06 Uhr:

      Anhand solcher Aussagen kann man erkennen wie groß die Unwissenheit in Verbindung mit Computerspielen ist. Man sollte niemals etwas beurteilen wovon man keine Ahnung hat. Sie würden sicher auch nicht sagen, dass alle Filme oder Bücher brutal sind, oder? Das ist nämlich alles eine Frage des Genres.