Die Initiative "sicher online gehen"

Altersgerechter Schutz von Kindern und Jugendlichen im Internet – dafür setzen sich in der Initiative „sicher online gehen“ Bund, Länder und Wirtschaft gemeinsam mit Einrichtungen des Kinder- und Jugendschutzes ein. Informationen und  Angebote des technischen Jugendmedienschutzes helfen Eltern dabei, ihre  Verantwortung bei der Medienerziehung ihrer Kinder wahrzunehmen. Mit sicheren  Surfräumen und anerkannten Jugendschutzprogrammen soll Kindern jeden Alters ermöglicht werden, das Internet so gefahrlos wie möglich zu entdecken und seine  Chancen zu nutzen.

Die Initiative "sicher online gehen" wird von einer breiten Allianz von Inhalte- und Diensteanbietern und Institutionen des Kinder- und Jugendschutzes sowie staatlichen Stellen unterstützt.

Für die jüngsten User steht der Ausbau eines attraktiven Netzes für Kinder im Vordergrund. Partner der Initiative können sich hier beteiligen, indem sie neue Kinderangebote schaffen, Kinderinhalte besser erschließen oder sichere Surfräume bereitstellen. 

Dem Schutz älterer Kinder und Jugendlicher dienen anerkannte Jugendschutzprogramme. Hier können sich Partner einbringen, indem sie ihre Angebote altersdifferenziert klassifizieren, Jugendschutzprogramme bewerben und ihre Wirksamkeit weiterentwickeln.

Weitere Informationen:

Anerkannte Jugendschutzprogramme

Die Besonderheit anerkannter Jugendschutzsoftware ist ihre Programmierbarkeit. Anbieter können diesen Programmen mit einer Kennzeichnung mitteilen, für welche Altersgruppe ihre Inhalte geeignet sind. Die Programme müssen nach Altersgruppen differenzieren. 

Für die Anerkennung von Jugendschutzprogrammen ist die Kommission für  Jugendmedienschutz (KJM) zuständig. Eltern haben die Wahl, mit welchen Einstellungen sie die Programme nutzen  wollen. Dazu gehören altersdifferenzierte Zugangseinstellungen mit integrierten Whitelists oder Blacklists sowie die Möglichkeit, einzelne Angebote individuell zu sperren oder freizugeben.

Die Kriterien für die Anerkennung sind u.a.: hohe Wirksamkeit bei der Filterung (Zuverlässigkeit von mindestens 80%), einfache Handhabung (z.B. sinnvolle Vorkonfiguration) und volle Kontrolle für Eltern (sie müssen die Filterlisten jederzeit erweitern können). Die Jugendschutzprogramme werden nach dem aktuellen Stand der Technik anerkannt, müssen aber kontinuierlich verbessert werden. Dies wird regelmäßig überprüft, auch Tests mit Eltern und Kindern sind vorgesehen.