Jugendschutzprogramme für PC

Technische Filtersysteme gibt es in verschiedenen Formen für unterschiedliche Betriebssysteme. Neben kostenlosen Angeboten bieten einige Hersteller kostenpflichtige Produkte oder Abonnements an. In einigen Betriebssystemen ist bereits eine Kindersicherung integriert.

Betriebssystem-eigene Kindersicherungssoftware

Die Betriebssysteme Windows 8, Windows 7, Windows Vista und Mac OS X 10.5 und 10.6 haben eine Kindersicherung integriert, die teilweise eine eingeschränkte Inhaltsfilterung, Kontrolle der Gerätenutzung und Protokollierungsmöglichkeiten anbietet. Der Vorteil: Sie brauchen keine zusätzlichen Programme installieren, sondern können mit ein paar Klicks die Kindersicherung für ein Benutzerkonto bequem einstellen. Der Nachteil: Die derzeitigen Versionen der integrierten Kindersicherungen haben nur eine mangelhaft wirksame Filterleistung.

Wenn Sie eine Kindersicherung mit erweiterter Funktionalität wie zum Beispiel einer umfassenden Inhaltsfilterung oder eine Lösung für andere Betriebssysteme suchen, sind Sie auf zusätzliche Programme angewiesen.

Anerkennung durch die KJM

Idealerweise blockiert ein Jugendschutzfilter unerwünschte Inhalte und zeigt alle unproblematischen Seiten an. Die Kommission für Jugendmedienschutz (KJM) prüft Jugendschutzprogramme und orientiert sich dabei an den Vorgaben des Jugendmedienschutz-Staatsvertrages (JMStV). Eine wirksame Filterleistung und die Option, altersdifferenzierte Benutzerkontos einzustellen, sind nur einige Richtlinien für Jugendschutzprogramme. Um den Anforderungen einer Anerkennung durch die KJM zu genügen, muss eine Jugendschutzsoftware außerdem das Alterslabel age-de einer Website auslesen können.

Bisher wurden von der KJM vier Filtersysteme unter Auflagen anerkannt. Die anerkannten Jugendschutzprogramme werden in regelmäßigen Abständen von der KJM dahingehend überprüft, ob sie den aktuellen technischen Standards entsprechen.

Im Mai 2011 hat die KJM Kriterien für die Anerkennung von Jugendschutzprogrammen verabschiedet.

Erwartungen an Anbieter und Maßnahmen der KJM wurden im Mai 2013 aktualisiert.

Text in Zusammenarbeit mit