Was ist Snapchat?

Snapchat ist eine kostenlose Instant Messaging-Anwendung (= App) für mobile Endgeräte, um Bild-  und Videonachrichten zu versenden. Aufnahmen, egal ob Foto oder Video, können dann mit Filtern, Effekten, Emojis und Texten versehen werden. Das Wort „Snapchat“ ist eine Wortschöpfung aus „Snapshot“ (dt. Schnappschuss) und „Chat“ (dt. Plaudern, Reden).

Das Besondere an der App: Die versendeten Bild- und Videodateien sind nur für eine begrenzte Zeit (mind. 1 Sekunde, max. 10 Sekunden) für den Empfänger sichtbar. Laut dem Anbieter löschen sich die Dateien dann von selbst vom Endgerät. Inzwischen können Snaps allerdings wiederholt, also ein zweites Mal, angesehen werden. Zusätzlich ist es möglich, eine Snapchat-Geschichte hinzufügen. Diese Geschichten sind 24 Stunden lang sichtbar und können je nach Einstellung nur von Freunden oder der ganzen Snapchat-Community betrachtet werden.

Die App ist bislang nur in den beiden App-Stores, Google Play und iTunes verfügbar und kann von dort kostenlos heruntergeladen werden. Zwar ist die App für Nutzer jeden Alters freigegeben, allerdings können Nutzer unter 13 Jahren nicht auf alle Optionen der App zugreifen. Eine Altersverifikation findet aber nur dahingehend statt, dass der Nutzer beim Anlegen seines Snapchat-Kontos sein Geburtsdatum eingeben muss. Ob dieses stimmt, wird seitens des Anbieters nicht weiter überprüft. Der Großteil der Nutzer (ca. 66%) gehört jedoch auch der Altersgruppe der 14- bis 27-Jährigen an, sodass vor allem Jugendliche begeisterte „Snapper“ sind.

Neben kreativen Bearbeitungsmöglichkeiten von Bildern und Videos nutzen bevorzugt Jugendliche den Messenger aber auch, um freizügige und erotische Fotos von sich zu versenden. Das Versenden von erotischen Bildern und Videos wird Sexting genannt. Die Sicherheit, in der sich die Nutzer dabei wähnen, ist jedoch tückisch, denn Bilder und Videos können trotz der begrenzten Zeit, in der die Dateien dem Empfänger sichtbar sind, als einfache Screenshots aufgenommen und abgespeichert werden. Zudem wird häufig auch kritisiert, dass es mit etwas technischem Wissen einfach möglich ist, die gelöschten Bilder wieder herzustellen und zu sichern.