Digital Detox

Digital Detox, Low Digital oder Medienfasten – es gibt zahlreiche Begriffe und Gründe dafür, öfter mal die Austaste zu drücken oder gleich den Stecker zu ziehen. Stellen Sie Ihre Geräte und Accounts zeitweise doch einfach mal beiseite und stellen Sie den eigenen Medienkonsum auf den Prüfstand.

Digital Detox bedeutet aus dem Englischen übersetzt in etwa „digitale Entgiftung“ oder auch „digitales Fasten“. Es geht um die Zeit, die ein Mensch bewusst auf die Nutzung elektronischer Verbindungsgeräte wie Smartphones, Tablets und Computer teilweise oder ganz verzichtet.

In einer Zeit ständiger Erreichbarkeit und extensiver Nutzung digitaler Medien wird immer wieder „Offline-Zeit“ empfohlen, um den „digitalen Stress“ im Alltag abzubauen. Digital Detox kann ein guter Einstieg sein, um den eigenen Medienkonsum zu reflektieren und sinnhaft zu verändern. Probieren Sie es aus und finden Sie Ihre Balance zwischen Online und Offline!

Einfach mal die Pause-Taste drücken

Stellen Sie sich auch manchmal die Frage, was Sie stattdessen tun könnten, wenn Sie nicht gerade Ihren Newsfeed auf den sozialen Netzwerken oder Ihre E-Mails checken? Warum probieren Sie es nicht einfach aus. Legen eine kleine Auszeit ein, die vielleicht sogar zu einer neuen digitalen Gewohnheit wird!

Diese vier Tipps helfen Ihnen dabei:

Erstellen Sie eine Liste Ihrer vernetzten Geräte (Telefon, Tablet, Computer, Smartwatch, usw.) und aller Online-Dienste (Apps), die sie auf den einzelnen Geräten nutzen.

Wieviel Zeit wollen Sie realistisch auf den einzelnen Geräten verbringen? So können Sie Ihre Zeit besser einteilen und Ihnen bleibt mehr Zeit für persönliche Kontakte ohne Ablenkung durch soziale Netzwerke o. Ä.

Ändern Sie Ihre Gewohnheiten schrittweise! Am besten reduzieren Sie die Dauer oder Häufigkeit der Mediennutzung und legen feste Online- und Offline-Zeiten fest (z. B. wann Sie Ihre Mails checken). Wenn Sie Ihre Zwischenziele erreichen, können Sie weitere Ziele definieren und diese umsetzen. Diese Schritt für Schritt-Methode hilft Ihnen dabei, eine dauerhafte Veränderung zu erreichen.

Informieren Sie Ihr Umfeld über Ihre veränderte Mediennutzung. Sie werden da sein, um Sie daran zu erinnern, wenn Sie sich etwas zu oft verführen lassen! Oder Sie beginnen die „digitale Entgiftung“ mit jemandem gemeinsam. Die Dynamik im Team kann manchmal verlockender und effektiver sein, um seine Ziele einzuhalten.

ReSeT – der Test zur selbstbestimmten Smartphone-Nutzung

Gemeinsam mit Prof. Dr. Matthias Brand und seinem Team vom Fachgebiet Allgemeine Psychologie: Kognition an der Universität Duisburg-Essen hat die Landesanstalt für Medien NRW einen Selbsttest mit 12 alltäglichen Situationen entwickelt, der bei der Einschätzung der eigenen Smartphone-Nutzung unterstützend wirken kann.