Salfeld Kindersicherung

Die Salfeld Kindersicherung ist kostenpflichtig. Für eine Laufzeit von 24 Monaten bezahlen Eltern 29,95 Euro (Stand: 09.01.2024). Wenn die Salfeld Kindersicherung auf mehreren Geräten zum Einsatz kommen soll, steigt der Preis. Einen Monat lang können Nutzer*innen die Salfeld Kindersicherung kostenlos ausprobieren, bevor sie sich für oder gegen einen Kauf entscheiden. Bei einem Test der Stiftung Warentest war die Salfeld Kindersicherung im Jahr 2020 Testsieger bei den Kinderschutz-Apps (vollständiger Test hinter einer Bezahlschranke). Die Salfeld Kindersicherung kann auf mehreren Geräten (zum Beispiel Tablet oder PC) eingesetzt werden und ist nicht auf das Smartphone beschränkt. Das Programm ist verfügbar für die Betriebssysteme Windows und Android.

Was verspricht das Programm?

Die Salfeld Kindersicherung bietet vielfältige Funktionen. Vor allem soll sie Eltern ermöglichen, die Medienzeit ihrer Kinder im Blick zu behalten und falls gewünscht zu begrenzen. Dafür lassen sich individuell Zeitlimits festlegen. Wenn ein Limit erreicht ist, kann das Smartphone nicht mehr benutzt werden. Es ist allerdings möglich, bestimmte Apps auch bei überschrittenem Zeitlimit zuzulassen. So ist gewährleistet, dass zum Beispiel ein Anruf bei den Eltern auch dann noch möglich ist, wenn die restlichen Funktionen des Smartphones gesperrt sind.

Eine weitere Funktion ist das Filtern von Internetseiten. Es ist sowohl möglich, nur ausgewählte Seiten zuzulassen und alle „unbekannten“ Webseiten zu sperren. Oder aber man lässt alle Seiten zu und erstellt eine Liste mit Webseiten, die das Kind nicht aufrufen darf.

Der Standort des Handys (und damit des Kindes) kann jederzeit von den Eltern online abgerufen werden.

Über den Elternaccount kann eingesehen werden, welche App wann und wie lange auf dem Smartphone benutzt wurde. Auch wird protokolliert, welche Webseiten aufgerufen wurden. Selbst wenn der Zugriff durch den Filter verhindert wurde. Einmal wöchentlich wird ein Wochenbericht über die Nutzungszeiten des Kindes an die Eltern geschickt. Wer möchte, kann auch jeden Tag einen Bericht per E-Mail bekommen. Außerdem kann das Kind seine Freigabe-Wünsche (zum Beispiel mehr Bildschirmzeit oder die Nutzung einer bestimmten App) an den Eltern-Account schicken.

Eine Übersicht über die Funktionen finden Sie auf der Webseite des Anbieters.

Unsere Erfahrungen mit der Salfeld Kindersicherung

Die Installation

Für Android ist die Salfeld Kindersicherung momentan nicht im Google Play Store erhältlich (Stand 09.01.2024). Hat man die Installationsdatei von der Salfeld-Webseite heruntergeladen und gestartet, führt einen die App verständlich durch den Installationsprozess. Einige Berechtigungen konnten auf unserem Gerät aus Sicherheitsgründen zunächst nicht erteilt werden. Wir mussten die Installation unvollständig abschließen und nachträglich über Anleitung von der Salfeld-Webseite weitere Einstellungen an unserem Gerät vornehmen. Erst nach mehreren Anläufen hatten wir alle Berechtigungen erteilt und die Salfeld Kindersicherung funktionierte in vollem Umfang.

Die Handhabung

Schon bei der ersten Benutzung fällt der große Funktionsumfang der App auf. Im Bereich der Bildschirmzeiten gibt es viele Möglichkeiten zur Einstellung. So können Zeitlimits pro Tag, pro Woche oder pro Monat eingestellt werden. Problemlos kann man an manchen Tagen weniger und an andern mehr Bildschirmzeit erlauben. Das ist praktisch, wenn Kinder zum Beispiel am Wochenende etwas mehr Bildschirmzeit zur Verfügung haben sollen. Ob die Zeitlimits für das gesamte Gerät oder nur für bestimmte Apps gelten sollen, kann auch festgelegt werden. Wer möchte, dass Social Media nur eine Stunde am Tag genutzt werden darf, aber Lernprogramme unbegrenzt zugänglich sein sollen, kann das so einstellen. Auch praktisch: Es lassen sich Zeiten festlegen, in denen das Gerät nicht benutzbar sein soll, also zum Beispiel zu den Schlafenszeiten.

Die Filterfunktion arbeitete bei unseren Versuchen zuverlässig. Webseiten, die wir gesperrt hatten, ließen sich nicht mehr aufrufen. Es kann allerdings vorkommen, dass gesperrte Seiten für einen Sekundenbruchteil sichtbar sind, bevor der Sperrbildschirm erscheint. Achtung: Durch die Installation eines weiteren Browsers ließ sich der Filter problemlos umgehen. Das können Eltern verhindern, indem sie alle neu installierten Apps automatisch sperren. Oder indem der Filter auch für den neuen Browser eingerichtet wird.

Auch die Funktion, bestimmte Apps zu sperren, funktionierte zuverlässig und konnte in unserem Test nicht umgangen werden. Sollte das Kind doch einen Weg gefunden haben, eine Sperre zu umgehen, würden das über den Tages- oder Wochenbericht deutlich, in dem jede benutzte App samt Nutzungszeit aufgeführt wird.

Bitte beachten Sie, dass wir die Salfeld Kindersicherung nicht systematisch getestet haben. Sie wurde von uns über den Zeitraum von ein ca. einer Woche auf einem einzigen Gerät ausprobiert. Die hier geschilderten Eindrücke bilden also nur unsere Erfahrungen in diesem Zeitraum und mit diesem Gerät ab und sind nicht repräsentativ.

Das hat uns gefallen

  • Einfache Handhabung, umfangreiche Anleitung auf der Webseite des Anbieters und Kontaktmöglichkeit bei Fragen.
  • Die App hat viele Einstellungsmöglichkeiten und kann individuell an das Kind und seinen Entwicklungsstand angepasst werden.
  • Bei gesperrtem Smartphone können Kinder Freigabe-Wünsche an den Elternaccount schicken.

Das sollten Sie wissen

  • Je nach Betriebssystem müssen nach der Installation noch weitere Berechtigungen erteilt werden, bis die App funktioniert.
  • Gesperrte Inhalte (z.B. Porno-Webseiten) könne beim Aufruf im Browser kurzzeitig sichtbar sein, bevor der Sperrbildschirm erscheint.
  • Die Standort-Überwachung ließ sich ganz einfach durch das Deaktivieren von GPS am Smartphone unterbinden.
  • Die Salfeld Kindersicherung protokolliert in den Grundeinstellungen umfangreich das Verhalten des Kindes (siehe Screenshot oben). Je nach Alter und Entwicklungsstand des Kindes sollten diese Überwachungsmöglichkeiten auf das absolut Nötigste beschränkt oder ganz ausgeschaltet werden.
  • Der Filter funktioniert ausschließlich für Internet-Browser. Unangemessene Inhalte, die über Social-Media-Dienste oder Messenger verbreitet werden, werden also nicht erfasst und sind für Kinder sichtbar.