Rat und Hilfe für Kinder ab 12 Jahren und Jugendliche bei Stress im Netz:
Onlineplattform jugend.support geht an den Start

Ludwigshafen / 6. Mai 2019. Cyber-Mobbing, Datenklau, sexuelle Belästigungen: Die Probleme, mit denen Jugendliche im Internet konfrontiert werden, sind vielfältig. Ab jetzt steht ihnen die Onlineplattform jugend.support mit Rat und Hilfe zur Seite. Das Angebot vermittelt Ratsuchenden Kontakt zu den richtigen Beratungs- und Beschwerdestellen und gibt ihnen Informationen und Tipps für ihr Problem. Das vom Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend initiierte Projekt wird von der EU-Initiative klicksafe umgesetzt. Im Rahmen der TEENAGE-INTERNET-CONVENTION TINCON 2019 in Berlin wird die Webseite www.jugend.support der Öffentlichkeit vorgestellt.

In diesem Jahr findet die TINCON Berlin im Rahmen der re:publica 2019 statt. In Talks, Workshops und Mitmachaktivitäten dreht sich alles um Themen wie KI, Netzpolitik, Gaming, Umweltaktivismus, Bildung, Storytelling und vieles mehr. Die EU-Initiative klicksafe ist Förderpartner der TINCON.

Bundesfamilienministerin Dr. Franziska Giffey wird sich am 7. Mai gemeinsam mit dem Direktor der Landeszentrale für Medien und Kommunikation (LMK) Rheinland-Pfalz, Dr. Marc Jan Eumann, persönlich bei einem Besuch des jugend.support-Standes über das Projekt informieren. Ein Treffen mit Peer-to-Peer-Beraterinnen der Nummer gegen Kummer und der Online-Beratungsplattform JUUUPORT.de steht ebenfalls auf dem Programm.

97 % der 12- bis 19-Jährigen haben laut der aktuellen JIM-Studie ein Smartphone. Doch nicht alle Bilder und Inhalte, die sie online sehen, sind auch für sie geeignet. So haben etwa zwei Drittel der Jugendlichen bereits Erfahrung mit (Internet-)Pornografie gemacht (klicksafe.de). Zudem haben rund 40 % der 16- bis 17-Jährigen bereits mitbekommen, wie jemand in ihrem Bekanntenkreis online „fertig gemacht“ wurde (JIM-Studie 2018). Hier hilft jugend.support, die Online-Vermittlungsstelle für Rat und Hilfe, wenn Jugendliche Stress im Netz haben.

Die Internetplattform jugend.support entstand auf Initiative des Bundesfamilienministeriums. Die Landeszentrale für Medien und Kommunikation (LMK) Rheinland-Pfalz, welche die EU-Initiative klicksafe koordiniert, hat das Online-Angebot für Jugendliche weiterentwickelt. Das Ziel ist, das breite Angebot von Beratungs- und Meldestellen zu bündeln und Jugendlichen Informationen zu bieten, die ihnen weiterhelfen. Zu den Partnern der Vermittlungsstelle zählen ausschließlich fachkompetente Beratungsstellen, die ihre Dienste kostenlos und vertraulich anbieten. klicksafe arbeitet bei jugend.support im Verbund Safer Internet DE mit der Nummer gegen Kummer e.V., jugendschutz.net und der Internet-Beschwerdestelle von eco und FSM zusammen. Kooperationen gibt es außerdem mit der Beratungsplattform für Jugendliche des Vereins JUUUPORT e.V., dem JFF – Institut für Medienpädagogik in Forschung und Praxis sowie den Beratungsstellen bke-jugendberatung.de, Jugend-Notmail, save-me-online.de und der Telefonseelsorge.

jugend.support-Trailer

Die EU-Initiative klicksafe wird gemeinsam von der Landeszentrale für Medien und Kommunikation (LMK) Rheinland-Pfalz (Koordination) und der Landesanstalt für Medien NRW in Deutschland umgesetzt. klicksafe (www.klicksafe.de) ist eine Initiative im CEF Telecom Programm der Europäischen Union für mehr Sicherheit im Internet. Die Initiative ist Teil des Verbundes Safer Internet DE (www.saferinternet.de). Diesem gehören neben klicksafe die Internet-Hotlines internet-beschwerdestelle.de (durchgeführt von eco und FSM) und jugendschutz.net sowie die Nummer gegen Kummer (Helpline) an.

Nähere Informationen zur Pressemeldung
Landeszentrale für Medien und Kommunikation (LMK) Rheinland-Pfalz | Dr. Verena Wottrich |
Tel.: 0621 - 5202-206 | wottrich@lmk-online.de