Endlich Sommerferien!10 Tipps zum digitalen Schutz im Sommerurlaub

1. Packen Sie nur das Nötigste ein
Wenn Sie sich auf den Familienurlaub vorbereiten, sollten Sie nur die Geräte mitnehmen, die Sie wirklich benötigen. Je weniger Geräte Sie mitnehmen, desto weniger Dinge müssen Sie schützen und im Blick behalten. Sollte etwas schiefgehen, haben Sie zu Hause ein sicheres Gerät, von dem aus Sie leicht auf Ihre Konten und Daten zugreifen können.
2. Sichern und löschen Sie Ihre Daten, bevor Sie verreisen
Sichern Sie Ihre Daten. Bevor Sie sich auf die Reise machen, sollten Sie alle Daten auf Ihren Geräten sichern. So können Sie bei Verlust oder Diebstahl Ihrer Geräte beruhigt sein, denn Ihre letzten Daten sind sicher gespeichert.
Ziehen Sie außerdem das Löschen von Daten in Betracht. Sobald Sie eine Sicherungskopie erstellt haben, sollten Sie sensible Daten von den Geräten entfernen, die Sie auf Reisen mitnehmen. So haben Hacker*innen selbst dann keinen Zugriff auf wertvolle Informationen, wenn Ihre Geräte in die falschen Hände geraten.
Haben Sie noch nie Ihre Daten gesichert? Eine kurze Online-Suche mit Ihrem Gerätemodell und dem Begriff „Wie kann ich meine Daten sichern“ liefert Ihnen viele Anleitungen.
3. Schützen Sie Ihre Geräte mit Updates und Passwort
Aktualisieren und sichern Sie Ihre Geräte. Vergewissern Sie sich vor Ihrer Reise, dass alle Geräte der Familie mit den neuesten Software-Updates und sicheren Passwörtern ausgestattet sind, um Ihre persönlichen Daten zu schützen. Aktivieren Sie außerdem die Zwei-Faktoren-Authentisierung (2FA). Starke Kennwörter und 2FA erschweren es potenziellen Dieben oder Hackern, auf sensible Daten zuzugreifen, falls das Gerät gestohlen wird.
- Linktipp: „Sichere Passwörter erstellen“ erklärt vom BSI
- Linktipp: „Was bedeutet Zwei-Faktor-Authentisierung?“ erklärt vom BSI
4. Sichern Sie die Internetverbindungen Ihrer Familie
Öffentliches WLAN kann zwar praktisch sein, ist aber sehr anfällig für Hacker*innen. Rüsten Sie Ihre Familie deshalb mit einem virtuellen privaten Netzwerk (VPN) aus, um Ihre Internetverbindung zu verschlüsseln. Zum Beispiel für Ihre Kinder, wenn sie öffentliches WLAN zum Spielen oder für ihre Apps nutzen.
Vermeiden Sie die Nutzung von öffentlichem WLAN für den Zugriff auf sensible Konten wie Bank- oder Finanzseiten. Klären Sie Ihre Kinder über die Risiken auf, die sich aus dem Zugriff auf solche Konten über ungesicherte Netzwerke ergeben.
5. Vorsicht bei öffentlichen Geräten
Vermeiden Sie nach Möglichkeit die Nutzung öffentlicher Computer und Tablets in Hotels und Flughäfen. Sie können nicht sicher sein, wer diese öffentlichen Geräte vor Ihnen benutzt hat oder ob auf ihnen Viren oder Schadsoftware installiert sind. Dies ist besonders wichtig, wenn Sie auf sensible Konten wie Online-Banking, E-Mail oder soziale Medien zugreifen möchten.
Wenn Sie ein öffentliches Gerät benutzen müssen, sollten Sie sich am Ende der Nutzung bei allen Konten abmelden und den Browserverlauf löschen. Wenn Sie zu Ihrem sicheren Gerät zurückkehren, sollten Sie die Kennwörter für alle Konten ändern, auf die Sie mit dem öffentlichen Gerät zugegriffen haben. Ein Passwort-Manager kann diesen Prozess vereinfachen und dazu beitragen, die Konten Ihrer Familie zu schützen.
6. Standortdienste mit Vorsicht verwenden
Aktivieren Sie Ortungsdienste in Apps nur, wenn es nötig ist. Um die Privatsphäre Ihrer Familie zu schützen, sollten Sie die Ortungsdienste in den Einstellungen Ihres Geräts deaktivieren, wenn Sie sie nicht verwenden. Je weniger Hacker*innen über Ihren Standort wissen, desto sicherer sind Sie.
Deaktivieren Sie außerdem Geotagging. Geotagging fügt Ihren Fotos und Beiträgen Standortdaten hinzu und macht es potenziellen Hacker*innen leicht, Ihre Bewegungen zu verfolgen. Stellen Sie deshalb sicher, dass Sie Geotagging in den Einstellungen Ihres Mobilgeräts deaktivieren.
7. Stellen Sie sicher, dass Sie sich von überall aus abmelden
In vielen Hotels und Ferien-Unterkünften sind Smart-TVs mit Apps für beliebte Streaming-Dienste vorinstalliert. So können Familien ihre Lieblingssendungen und -filme auch auf Reisen ansehen, indem sie sich einfach in ihre persönlichen Konten einloggen. Wenn Sie sich bei diesen Apps anmelden, stellen Sie sicher, dass Sie sich vor der Abreise wieder abmelden. Wenn Sie eingeloggt bleiben, könnte der nächste Gast auf Ihr Konto zugreifen, Ihre persönlichen Daten einsehen oder sogar Änderungen oder Einkäufe über Ihr Konto vornehmen.
8. Urlaubsfotos sicher teilen
Wenn Sie Urlaubsfotos online teilen möchten, warten Sie damit am besten, bis Sie wieder zu Hause sind. Es ist zwar verlockend, die Höhepunkte Ihres Urlaubs sofort zu teilen, aber das Posten von Echtzeit-Updates kann Einbrecher*innen darauf aufmerksam machen, dass Sie verreist sind, und Sie während Ihrer Reise anfälliger für Betrügereien machen. Die schönen Urlaubsbilder können Sie auch nach Ihrer Rückkehr posten.
Veröffentlichen Sie keine Bilder, auf denen persönliche Daten wie Wohnadressen, Schulnamen oder Autokennzeichen zu sehen sind, egal ob es sich um Ihre eigenen Daten oder die von anderen Personen handelt. Selbst scheinbar harmlose Details können von Identitätsdieben oder Einbrecher*innen genutzt werden.
Schützen Sie insbesondere die Identität von Minderjährigen. Stellen Sie sicher, dass die Gesichter und Namen Ihrer Kinder privat bleiben, wenn Sie Fotos online stellen. Kinder sind besonders anfällig für Online-Ausbeutung, und die Weitergabe persönlicher Daten kann sie unnötigen Risiken aussetzen. Außerdem sollten Sie Ihre Kinder immer um Erlaubnis fragen, bevor Sie ihre Fotos veröffentlichen. Auf diese Weise lernen sie, wie wichtig es ist, ihre Zustimmung zu geben, und erfahren, wie wichtig der Schutz ihrer Privatsphäre ist.
Bitten Sie auch um Erlaubnis, wenn Sie Bilder veröffentlichen wollen, auf denen andere Personen oder die Kinder anderer Personen zu sehen sind. Dadurch wird die Privatsphäre aller Beteiligten respektiert und mögliche Konflikte oder Missbrauch von Bildern werden vermieden.
- Linktipp: „Auch Einbrecher nutzen Facebook, Instagram und Co.“ von der Polizeilichen Kriminalprävention
- Linktipp: „Kinderbilder im Netz – Das sollten Eltern im Urlaub beachten“ von klicksafe
9. Sprechen Sie mit Ihren Kindern über digitale Sicherheit im Urlaub
Nutzen Sie die oben genannten Vorsichtsmaßnahmen, um Ihre Kinder über Datenschutz und den sicheren Umgang mit dem Internet aufzuklären. Zum Beispiel:
Sprechen Sie mit Ihren Kindern darüber, warum es wichtig ist, persönliche Daten privat zu halten – sowohl im Urlaub als auch im Alltag. Erläutern Sie, wie die Weitergabe von Echtzeit-Standorten oder detaillierten Reiseplänen sie für Risiken wie Diebstahl anfällig machen kann.
Legen Sie gemeinsam Richtlinien fest und vermitteln Sie gute Gewohnheiten. Gehen Sie gemeinsam die Sicherheitseinstellungen von Apps durch. Betonen Sie, wie wichtig es ist, mit allen persönlichen Informationen, die sie online teilen, vorsichtig umzugehen.
Durch diese Gespräche helfen Sie Ihren Kindern, die Bedeutung der digitalen Sicherheit zu verstehen, und befähigen sie, ihre eigenen Daten wirksam zu schützen.
- Materialtipp: „Datenschutz-Tipps für Eltern“ Broschüre von klicksafe
- Materialtipp: „So sind Eure Daten besser geschützt“ Checkliste von klicksafe
10. Viel Spaß!
Denken Sie daran, dass digitale Sicherheit Ihr Leben nicht erschweren oder Sie übermäßig wachsam machen sollte. Wenn Sie die oben genannten einfachen Maßnahmen im Voraus ergreifen, können Sie sich richtig entspannen und sicher sein, dass Sie bestmöglich geschützt sind.
Wir wünschen Ihnen eine gute Reise!
Dieser Text basiert auf dem Artikel „BIK #DigitalSunScreen summer campaign: 10 tips to protect your family online during summer travels“ von Better Internet for Kids. Der Text wurde von klicksafe übersetzt und überarbeitet. Wir bedanken uns ganz herzlich bei Better Internet for Kids für die Unterstützung.