Immer weniger kindgerechte WebseitenJedes zweite Kind nutzt die Suchmaschine fragFINN.de

In einer digitalen Welt werden Kinder immer früher mit problematischen Inhalten konfrontiert. Daher ist der Schutz im Internet wichtiger denn je. Die gute Nachricht: fragFINN.de, Deutschlands führende nicht-kommerzielle Kindersuchmaschine, gewinnt immer mehr an Bekanntheit und Beliebtheit bei Kindern und Eltern. Doch gleichzeitig steht die Branche vor einer besorgniserregenden Entwicklung: Die Zahl sicherer, kindgerechter Webseiten sinkt kontinuierlich.

Als sicherer Surfraum für Heranwachsende im Alter von 6 bis 12 Jahren bietet die Suchmaschine fragFINN.de eine Vielzahl an unbedenklichen Websites für Kinder. Eine aktuelle Repräsentativumfrage zeigt, dass zwei von drei Familien fragFINN.de kennen (61 % der Kinder und 63 % der Eltern).

fragFINN.de verzeichnet im Web und in der App monatlich rund 500.000 Besucher*innen – ein deutlicher Anstieg im Vergleich zu 350.000 im Jahr 2020. Bis zu 2,7 Millionen Suchanfragen erhält fragFINN.de monatlich. Die aktuelle repräsentative Umfrage belegt auch eine hohe Nutzung durch über 50 % der Kinder.

Neben dem Einsatz zu Hause (75 %) findet vor allem im schulischen Kontext eine verstärkte Nutzung der Kindersuchmaschine statt. 60 % der befragten Kinder gaben an, fragFINN.de im Unterricht zu nutzen. Damit trägt fragFINN.de maßgeblich zur digitalen Bildung und zum Schutz der Kinder bei.

Digitale Schutzräume schrumpfen trotz steigendem Bedarf

Trotz dieser Erfolge ist zu beobachten, dass die Zahl der kindgerechten Webseiten stetig sinkt. Die Grundlage der Suchmaschine fragFINN.de ist eine Positivliste aus aktuell über 3.400 unbedenklichen Webseiten, die medienpädagogische Fachkräfte kontinuierlich pflegen. Doch das Team des fragFINN e.V. kann immer weniger Angebote speziell für Kinder finden. Umfasste die Positivliste 2020 noch ca. 430 Kinderseiten, sind es aktuell nur noch etwas mehr als 350.

Während also die Nachfrage nach sicheren und kindgerechten Angeboten steigt, sinkt gleichzeitig die Zahl der verfügbaren kindgerechten Webseiten. Dadurch steigt laut fragFINN e.V. das Risiko, dass Kinder immer früher ungeeignete Angebote und Social-Media-Plattformen nutzen.

Gemeinsam für eine kinderfreundliche digitale Zukunft

Etwa jedes zehnte Kind wurde schon einmal mit problematischen Inhalten im Internet konfrontiert (vgl. KIM-Studie 2022 und 2024). In einer Welt, in der Desinformationen, Deep Fakes, KI und Gewalt im Netz Kinder verunsichern und Eltern sowie pädagogische Fachkräfte überfordern, sind geeignete Kinderangebote sowie die Förderung von Medienbildung unerlässlich. Hierfür ist es laut fragFINN e.V. notwendig, dass politische Entscheider*innen die Relevanz erkennen und Unternehmen Verantwortung übernehmen. Auch Unternehmen und Stiftungen können den Verein durch Förderungen, Mitgliedschaften oder Patenschaften aktiv unterstützen.

Wie es aktuell um die deutsche Kinderseitenlandschaft bestellt ist und welche Maßnahmen Besserung bringen könnten, hat die Stiftung Digitale Chancen im letzten Jahr untersucht. Die Ergebnisse der im Auftrag der Bundeszentrale für Kinder- und Jugendmedienschutz durchgeführten Untersuchung wurden im Abschlussbericht „Kindgerechte Online-Angebote“ veröffentlicht.

Weitere Informationen zu fragFINN e.V. finden Sie auf der Webseite des Vereins. Dort können Sie auch URLs prüfen und neue Kinderwebseiten vorschlagen. fragFINN ist auch als App verfügbar.