#KinderSindKeinContentNeuer Eltern-Flyer gibt Tipps zum vorsichtigen Umgang mit Kinderbildern im Netz

Der Begriff „Sharenting“ hat sich mittlerweile eingebürgert, um das Teilen von Kinderfotos im Netz durch die Eltern des Kindes zu beschreiben. Das Wort setzt sich zusammen aus den Wörtern „to share“ (zu Deutsch „teilen“) und „Parenting“ (zu Deutsch etwa „Elternsein“ oder „Elternschaft“) über digitale Plattformen. Meist werden dabei Alltagsmomente und persönliche Informationen der Kinder über soziale Netzwerke geteilt. Dies kann allerdings einige negative Folgen haben. So werden Kinder mitunter in unangemessenen und peinlichen Situationen gezeigt, wodurch ihre Persönlichkeitsrechte verletzt werden. Zudem besteht die Gefahr, dass die Aufnahmen missbräuchlich verwendet werden. Durch Künstliche Intelligenz wird es für Täter*innen noch leichter, Bilder und Videos zu manipulieren. Aus scheinbar harmlosen Inhalten können so sexualisierte Darstellungen erzeugt und verbreitet werden.
Aus diesem Grund haben wir einen neuen Flyer veröffentlicht, der Erziehende darüber informiert, was sie bedenken sollten, bevor sie ein Kinderbild oder -video posten. Die folgende Checkliste stammt aus diesem Flyer. Im Flyer, den Sie ab sofort herunterladen oder bestellen können, finden Sie zu jedem Punkt weitergehende Informationen und Erläuterungen.
Können Sie alle Punkte abhaken? Wenn nicht, dann lieber nicht posten.
- Habe ich das Foto oder Video selbst aufgenommen? Wenn nicht: Habe ich die Erlaubnis zur Nutzung?
- Haben alle Personen auf dem Foto oder im Video zugestimmt, dass ich es teilen darf?
- Ist es notwendig, dass ich das Bild oder Video teile?
- Zeigt das Foto oder Video keine unangenehme, sensible oder peinliche Situation?
- Ist mir bewusst, dass auch scheinbar harmlose Fotos und Videos meines Kindes missbraucht werden können?
- Wäre es für mich in Ordnung, wenn heute noch Kinderfotos oder Videos von mir im Netz kursieren würden?
- Habe ich geprüft, wer das Bild oder Video sehen kann?
- Würde ich mich damit wohlfühlen, wenn ein Foto oder Video meines Kindes von anderen gespeichert und möglicherweise an fremde Personen weitergeleitet wird?
- Sind keine Kindergesichter zu erkennen?
- Verrät der Bild- und Videohintergrund nichts über den Aufenthaltsort meines Kindes im „echten“ Leben?
- Habe ich die Standort-Daten deaktiviert?
Weitere Informationen zur Aktionswoche #KinderSindKeinContent
Die Aktionswoche auf Social Media #KinderSindKeinContent von klicksafe und Schau hin startet bewusst vor dem Ferienbeginn in Deutschland am 15.06.2026. Denn gerade in der Ferienzeit landen besonders viele Urlaubsfotos in sozialen Netzwerken. Ziel der Kampagne ist es, Erziehende dafür zu sensibilisieren, Kinderaufnahmen nicht leichtfertig zu teilen und die Rechte ihrer Kinder zu achten.
Beteiligen können sich alle unter dem Hashtag #KinderSindKeinContent und setzen damit ein Zeichen für mehr Kinderschutz im Netz.
Jetzt noch kostenlos anmelden zum Webinar #KinderSindKeinContent!

Anlässlich der Kampagne #KinderSindKeinContent laden die Partner des deutschen Safer Internet Centres Eltern, pädagogische Fachkräfte und weitere Interessierte am Donnerstag, 25. Juni 2026 von 14:00 bis 15:30 Uhr zu einem Webinar ein.
Expert*innen von jugendschutz.net, eco, FSM, Nummer gegen Kummer e.V. und klicksafe geben darin einen Überblick über aktuelle Entwicklungen und beleuchten (rechtliche) Herausforderungen. Darüber hinaus werden konkrete Empfehlungen und Unterstützungsmöglichkeiten für Eltern, Erziehungsverantwortliche, Fachkräfte und Institutionen aufgezeigt.
Die inhaltlichen Schwerpunkte des Webinars sind:
- Bilder und Videos von Kindern und Jugendlichen im Netz („Sharenting“)
- Sexualisierte Darstellungen und KI-generierte Inhalte
- Unerlaubtes Teilen intimer Bilder
Während der Veranstaltung besteht zudem die Möglichkeit, Fragen im Chat zu stellen. Die Veranstaltung findet online über GoTo Webinar statt und die Teilnahme ist kostenfrei.
→ Jetzt kostenlos anmelden unter: https://register.gotowebinar.com/#register/3540407006036312666