Was Nutzer*innen jetzt wissen solltenWhatsApp rollt Werbung aus

WhatsApp führt weltweit Werbung im sogenannten Updates-Tab ein. Dabei handelt es sich um den Bereich, in dem Statusmeldungen und Kanäle angezeigt werden. Der Roll out erfolgt schrittweise. Das bedeutet, dass die neue Funktion nicht bei allen Nutzer*innen gleichzeitig sichtbar sein wird. Ein genauer Zeitplan für einzelne Länder oder Accounts ist bislang nicht veröffentlicht.

Mit weltweit über 2 Milliarden Nutzer*innen gehört WhatsApp zu den größten Kommunikationsplattformen. Auch in Deutschland spielt der Messenger eine zentrale Rolle im Alltag vieler Menschen, darunter auch viele Kinder und Jugendliche. Laut aktueller KIM Studie gaben bereits Kinder in der Altersgruppe von sechs bis 13 Jahre WhatsApp als die wichtigste App an. 

Was ändert sich konkret?

Künftig werden im Updates-Tab gesponserte Inhalte erscheinen. Dazu zählen sogenannte Status Ads sowie beworbene Kanäle. Persönliche Chats, Anrufe und private Nachrichten bleiben laut WhatsApp (Stand: März 2026) weiterhin Ende zu Ende verschlüsselt und werbefrei.

Die Einführung von Werbung markiert eine grundlegende Veränderung für den Messenger Dienst, der lange Zeit ohne klassische Anzeigen auskam. WhatsApp gehört seit 2014 zu Meta und wird nun stärker in die Werbestrategie des Konzerns eingebunden.

Welche Daten werden genutzt?

Nach Angaben von WhatsApp werden Meta-Technologien eingesetzt, um Werbung auszuspielen. Persönliche Nachrichten, Anrufe, Kontakte oder Statusinhalte sollen laut META nicht genutzt werden, um zu entscheiden, wer welche Anzeige sieht.

Für Personen, die ihr WhatsApp Konto einer Kontenübersicht hinzugefügt haben und nachweislich mindestens 18 Jahre alt sind, können zusätzliche Informationen berücksichtigt werden. Dazu zählen unter anderem:

  • das Nutzungsverhalten im Bereich Status und Kanäle
  • Werbepräferenzen aus anderen Meta-Diensten

Diese Angaben stammen aus den offiziellen Informationen von WhatsApp Business zur Einführung von WhatsApp Ads.

Werbung nachvollziehen und steuern

WhatsApp stellt verschiedene Funktionen zur Verfügung, mit denen Nutzer*innen mehr Transparenz erhalten:

  • Warum sehe ich diese Werbeanzeige?: Wer darauf klickt, kann einsehen, welche Faktoren zur Anzeige geführt haben. Zum Beispiel kann eine Anzeige Personen in dem Land angezeigt werden, das zur Ländervorwahl der eigenen Telefonnummer passt.
  • Werbepräferenzen verwalten: Im Bereich Status und Kanäle kann eingesehen werden, welche Werbetreibenden Anzeigen geschaltet haben. Dort lassen sich Präferenzen anpassen.
  • Anzeigen verbergen oder melden: Einzelne Anzeigen können ausgeblendet oder gemeldet werden.

In unserem WhatsApp-Themenbereich finden Sie weitere Informationen zum populären Messenger-Dienst und mögliche Alternativen.