Auszeichnung für deutsche Finalisten beim Europäischen KinderOnlinePreis

Die deutschen Finalisten für den Europäischen KinderOnlinePreis stehen fest. Zum zweiten Mal ehrt das Safer Internet Programme der Europäischen Kommission herausragende Angebote für junge Onlinenutzer. Der internationale Wettbewerb wird in 25 Ländern der Europäischen Union sowie in Island, Norwegen und Russland ausgeschrieben. In Deutschland hatten die EU-Initiative klicksafe, die Kindersuchmaschine fragFINN.de und der Empfehlungsdienst für gute Kinderangebote klick-tipps.net zur Teilnahme an dem Wettbewerb aufgerufen.

Ins Rennen um den internationalen Europäischen KinderOnlinePreis geht die Webseite Kwerx – Die Kunstwerke (www.kwerx.de) und das von Kindern und Jugendlichen betriebene Stop Kids Magazin (www.stopkidsmagazin.de). Die Publikumspreise gingen an die interaktive Plattform Primolo – Der Webseiten-Generator für Schulkinder (www.primolo.de) und die virtuelle Schülerzeitung Der Waldbote der Waldschule aus Bochum.

„Kinder brauchen qualitativ hochwertige Internetangebote, die auf ihren Entwicklungsstand und ihre Bedürfnisse zugeschnitten sind", sagt Renate Pepper, Direktorin der Landeszentrale für Medien und Kommunikation Rheinland-Pfalz (LMK). „Mit dem Europäischen KinderOnlinePreis sollen positive Inhalte im Netz gefördert werden, die die Kreativität und Vorstellungskraft von Kindern anregen. Auch neue Fertigkeiten können Kinder im Internet erlernen. Ansprechende und kindgerechte Websites, die diese Ansprüche erfüllen, wollen wir ermutigen, sich auf internationalem Niveau miteinander zu messen und die besonderen Leistungen in diesem Bereich zu würdigen."

Neben professionellen Angeboten und Internetseiten, die Erwachsene für Kinder ins Leben gerufen haben, werden beim Europäischen KinderOnlinePreis in einer eigenen Kategorie auch Internetangebote ausgezeichnet, die von Kindern und Jugendlichen selbst betrieben werden. Aus insgesamt 54 Einreichungen hatte eine Expertenjury die besten deutschen Online-Angebote für Kinder in zwei Kategorien ausgewählt:

In der Kategorie „Online-Angebote von Erwachsenen" belegt die Webseite Kwerx – Die Kunstwerke (www.kwerx.de) den ersten Platz. Kwerx lädt junge Nutzer dazu ein, die Welt der Kunstgeschichte zu erforschen. Die Seite überzeugte die Fachjury vor allem durch die detailreiche Ausgestaltung ihrer inhaltlichen Elemente, durch ihre ansprechenden Spiele sowie durch ihre gelungene Einladung zur Interaktion. Auf Platz zwei folgt das Abenteuer-Lernspiel Multiverso – Die Reise zu den Sternen (www.multiverso.de). Den dritten Platz belegt die Website Ampelini – Drei für Sicherheit (www.ampelini.de). In der Kategorie „Online-Angebote von Kindern/Jugendlichen" belegte das Stop Kids Magazin (www.stopkidsmagazin.de) den ersten Platz. Hier überzeugte vor allem die langjährige Arbeit der zahlreichen jugendlichen Redakteure die Fachjury. Dadurch sei ein Angebot entstanden, das unverfälscht die Interessen der jugendlichen Zielgruppe in den Fokus stelle. Zudem wurde auch in dieser Kategorie ein Publikumspreis ausgelobt. Den Preis erhielt die virtuelle Schülerzeitung Der Waldbote. Kritisch und neugierig – so die Laudatio – begleiteten die jungen Redakteure ihren schulischen Alltag auf dieser Seite.

Sie hätten damit ein facettenreiches und umfangreiches Angebot hervorgebracht, das die Online-Nutzer überzeugt habe.

Mitglieder der Expertenjury waren VertreterInnen der folgenden Institutionen: Deutsches Jugendinstitut e.V., Beauftragter der Bundesregierung für Kultur und Medien (BKM), Egmont Ehapa Verlag, Elements of Art und Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend (BMFSFJ). Im Vergleich zum letzten Europäischen KinderOnlinePreis fanden sich in diesem Jahr auch zahlreiche Apps unter den eingegangenen Einreichungen. Weit gefächert war die thematische Bandbreite der Einreichungen: von Spielen über Informationsangebote bis hin zu Kombinationsangeboten war alles vertreten. Dabei konzentrieren sich die Angebote jeweils auf ganz bestimmte Zielgruppen und sind in ihrer technischen und gestalterischen Umsetzung äußerst hochwertig.

Die nominierten Beiträge durchlaufen bei dem internationalen Wettbewerb ein mehrstufiges Auswahlverfahren. Nach den „Vorrunden" in den einzelnen Ländern können nun bis zum 3. Januar die Internetnutzer unter www.bestcontentaward.eu/winners europaweit für ihre Lieblingsbeiträge abstimmen. Im Anschluss entscheidet eine Expertenjury über die Gewinner auf europäischer Ebene. Die Europäische Kommission vergibt die Auszeichnung am weltweiten Safer Internet Day (11. Februar 2014) in Brüssel.

klicksafe (www.klicksafe.de) ist eine Initiative im Safer Internet Programme der Europäischen Union für mehr Sicherheit im Internet. klicksafe wird gemeinsam von der Landeszentrale für Medien und Kommunikation (LMK) Rheinland-Pfalz (Koordination) und der Landesanstalt für Medien Nordrhein-Westfalen umgesetzt.

klicksafe ist Teil des Verbundes der deutschen Partner im Safer Internet Programme der Europäischen Union. Diesem gehören neben klicksafe die Internet-Hotlines internet-beschwerdestelle.de (durchgeführt von eco und FSM) und jugendschutz.net sowie die Nummer gegen Kummer (Helpline) an.

fragFINN e.V. (www.fragFINN.de) betreibt die Entwicklung und Pflege einer Whitelist an kindgeeigneten Internetangeboten und engagiert sich für einen positiven Jugendmedienschutz sowie die Stärkung der Medienkompetenz von Kindern. Zielsetzung ist es, das Vertrauen von Kindern, Eltern und Pädagogen in das Medium Internet zu stärken. Der Verein wird von namhaften Unternehmen und Verbänden der Telekommunikations-, Internet- und Medienbranche finanziert und getragen. fragFINN startete Ende 2007 im Rahmen der Initiative „Ein Netz für Kinder" des Beauftragten der Bundesregierung für Kultur und Medien und des Bundeministeriums für Familie, Senioren, Frauen und Jugend.

klick-tipps.net (www.klick-tipps.net) ist ein medienpädagogisches Projekt von jugendschutz.net und der Stiftung MKFS. Es steht für Medienkompetenz, Jugendschutz und mehr Rücksicht auf Kinder im Internet. Medienexperten empfehlen gute Kinderangebote zu aktuellen Themen und stellen sie auf www.klick-tipps.net vor. So lernen Kinder, Eltern und Pädagogen interessante Internetseiten und Kinderapps kennen. Bei der Auswahl der Klick-Tipps arbeitet das Redaktionsteam eng mit der Klick-Tipps-Kinderredaktion zusammen. Die Klick-Tipps kann jeder Internetanbieter kostenlos und ohne Aufwand in seine Website einbinden und unterstützt damit einen sicheren Surfraum für Kinder. Mehr unter http://www.klick-tipps.net/buchen

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