LMK/klicksafe ziehen erfolgreiche Bilanz beim Internet Governance Forum (IGF) in Nusa Dua, Bali, Indonesien

Der EU-Jugendlichen-Workshop schaffte es auf die Titelseite des Daily-News Magazins des Internet Governance (IGF). Täglich wählt die Redaktion die interessanten Diskussionsforen oder Workshops der weltweit größten Internetkonferenz aus. Am 8. IGF (www.intgovforum.org), das unter dem Titel "Building Bridges - Enhancing Multi-Stakeholder Cooperation for Growth and Sustainable Development" vom 21. bis 25. Oktober 2013 in Nusa Dua, Indonesien stattfand, nahmen 1.500 Teilnehmer aus 111 Ländern teil. Insgesamt wurden 135 Foren, Fokusrunden oder Workshops beim diesjährigen IGF angeboten. Die LMK/klicksafe waren offizielles Mitglied der EU/INSAFE-Delegation.

"Wir freuen uns sehr, dass wir unsere Arbeit beim IGF 2013 so sichtbar machen konnten", betonte EU-Delegationsmitglied Dr. Joachim Kind. "Unser betont praxisorientierter Ansatz fand großen Anklang. Die Jugendlichen erarbeiteten gemeinsam mit Vertretern von Google, Microsoft oder vom Europäischen Parlament in kleinen Arbeitsgruppen konkrete Vorschläge, wie Internet Governance in Zukunft aussehen kann. Das wurde beim Welt- Internet-Gipfel als innovativ bewertet."

Der politische Meinungsbildungsprozess unserer modernen Internet- und Kommunikationsgesellschaft braucht mehr Partizipation aller gesellschaftlichen Gruppen. Dies ist ein Ergebnis des diesjährigen IGF. Das Zusammenwirken von Politik und Wirtschaft, vor allem aber die Beteiligung von unterschiedlichen Gruppen der Zivilgesellschaft, sollte beim Thema Internet Governance schon im Ansatz bedacht werden. Der Wandel und die komplexen Prozesse in einer weltweit vernetzten Kommunikationsgesellschaft erfordern neue Denkweisen, die über die bisherigen politischen Strukturen hinausgehen.

Ein Ansatz ist, Jugendliche und junge Menschen – welche zu den häufigsten Akteuren im Netz zählen- frühzeitig mit Vertretern der Internetindustrie zusammenzuführen. Die EU/INSAFE-Delegation hat in zwei unterschiedlichen Workshops diesen Ansatz präsentiert. Sowohl im Workshop „Privacy and Innovation" als auch „A Better Internet with You(th)... Connecting the Dots" stand die Zusammenarbeit von Jugendlichen und Wirtschaft im Zentrum.

In den vergangenen Wochen haben mehr als 500 Jugendliche in Europa, auch unter Beteiligung des klicksafe-Jugend-Panels in Ludwigshafen, zentrale Themen für die Diskussion mit der Industrie entwickelt: Verantwortung, Privatheit, Freiheit und Attraktivität des Netzes standen weit vorne. Repräsentativ für die Jugend Europas stellten Nicola (UK), Bastiaan (Niederlande) und Luís (Spanien) die Ergebnisse vor, um eine künftige Strategie für ein „besseres" Internet zu entwickeln. Der Siegertitel, der in einer Arbeitsgruppe unter Moderation von Simon, Google UK, entwickelt wurde und bei einer Teilnehmerumfrage die meisten Stimmen erhielt, heißt „E-confident Carers". „Es kann als Erfolg gewertet werden," so Kind weiter, „dass wir nicht nur mit unseren Workshops, sonder auch in vielen Einzelgesprächen am EU/INSAFE-Info-Stand den Europäischen Ansatz für mehr Bildung und Internetkompetenz vermitteln konnten und beim IGF 2013 eine deutliche Resonanz erhielten."

klicksafe (www.klicksafe.de) ist eine Initiative im Safer Internet Programme der Europäischen Union für mehr Sicherheit im Internet. klicksafe wird gemeinsam von der Landeszentrale für Medien und Kommunikation (LMK) Rheinland-Pfalz (Koordination) und der Landesanstalt für Medien Nordrhein-Westfalen umgesetzt.

klicksafe ist Teil des Verbundes der deutschen Partner im Safer Internet Programme der Europäischen Union. Diesem gehören neben klicksafe die Internet-Hotlines internet-beschwerdestelle.de (durchgeführt von eco und FSM) und jugendschutz.net sowie das Kinder-und Jugendtelefon von Nummer gegen Kummer (Helpline) an.

 

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