Cyber-Mobbing auf der Leinwand und dem Lehrplan

Über Cyber-Mobbing muss gesprochen werden. Dafür sorgt der aktuelle Kinothriller „LenaLove“ (FSK, ab 12 Jahre) mit Emilia Schüle und Jannik Schümann, der nun von der EU-Initiative klicksafe fachlich unterstützt wird. Bei einem Screening am Donnerstag, 29. September im Berliner Babylon-Kino mit rund 400 Schülern stehen nicht nur der Film, sondern auch eine anschließende Diskussion auf dem Plan: Die jungen Zuschauer sprechen dann u.a. mit Dr. Joachim Kind (klicksafe-Sprecher), Tatjana Bonnet (Produzentin von LenaLove, Rafkin Film) und Sina Tkotsch (Rolle „Stella“ in LenaLove) über das wichtige Thema „Cyber-Mobbing“. klicksafe-Referentin Stefanie Fächner stellt außerdem die Cyber-Mobbing Erste Hilfe-App der Medienkompetenzinitiative vor. Die Veranstaltung steht unter der Schirmherrschaft des Bundesministeriums für Familie, Senioren, Frauen und Jugend (BMFSFJ) und wird moderiert von Jörg Litzenburger, Präventions-beauftragter des Landratsamts Böblingen. 

„LenaLove“ (Buch/Regie: Florian Gaag) ist ein Thriller und eine Lovestory. Erzählt wird die Geschichte von Lena (Emilia Schüle), die in einer schicken Vorstadtsiedlung lebt und sich dort zunehmend unverstanden fühlt. In Tim (Jannik Schümann) findet sie einen Seelenverwandten. Doch als sie wenig später ihrem neuen Chatfreund Noah ihr Herz ausschüttet, nimmt die Geschichte ihren eigenen Lauf. Bereits 2012 sorgte Jannik Schümann in „Homevideo“ für viel Aufsehen. Damals spielte er einen Cyber-Mobbing-Täter. Bei „LenaLove“ ist er diesmal auf der Seite der Guten.

© Rafkin Film/Jürgen Olczyk

Fachlich unterstützt wird die Rafkin Film-Produktion „LenaLove“ von der klicksafe-Initiative. „Was tun bei Cyber-Mobbing?“ – um diese zentrale Frage geht es auch beim Schüler-Screening in Berlin. Schon beim Safer Internet Day im Februar rückte klicksafe das Thema zusammen mit Emilia Schüle und dem „LenaLove“-Team in den Fokus: „Das Netz ist voll mit Beleidigungen, Shitstorms und Hassbotschaften“, sagt Emilia Schüle. „Sogar unter Kindern und Jugendlichen kennt jeder Dritte jemanden, der schon mal über das Internet gemobbt wurde. Unsere Werte und den Respekt, also das, was wir im „echten“ Leben haben, dürfen wir im Netz nicht verlieren. Das Thema liegt mir – aus eigener Erfahrung – sehr am Herzen. Kinder und Jugendliche müssen lernen, dass unsere Werte und Respekt nicht nur im ‚echten‘ Leben, sondern auch im Netz gelten.“

klicksafe-Sprecher Dr. Joachim Kind betont: „LenaLove kommt völlig ohne den pädagogischen Zeigefinger aus. Es ist ein moderner, schneller, zeitgemäßer Coming-of-age-Film, der die Suche der jungen Menschen nach Anerkennung, Liebe und Orientierung eindrucksvoll zeigt. Bemerkenswert finde ich, dass zeitweise auch die Erwachsenen Gefahr laufen, sich in den Möglichkeiten der Online-Welt zu verlieren.“ 

Die Cyber-Mobbing Erste Hilfe-App von klicksafe, © klicksafe

Die Filmbewertungsstelle hat „LenaLove“ bereits mit dem Prädikat „besonders wertvoll“ ausgezeichnet. Der Film mit Topbewertungen läuft seit dem 22. September in den deutschen Kinos. Umfangreiche Materialien, Infos und Tipps rund um „Cyber-Mobbing“ bietet klicksafe für Jugendliche, Eltern und Pädagogen auf seiner Internetseite klicksafe.de kostenlos zum Download an. Dort ist ebenfalls die Cyber-Mobbing Erste Hilfe-App herunterzuladen.

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klicksafe (www.klicksafe.de) ist eine Initiative im CEF Telecom Programm der Europäischen Union für mehr Sicherheit im Internet. klicksafe wird gemeinsam von der Landeszentrale für Medien und Kommunikation (LMK) Rheinland-Pfalz (Koordination) und der Landesanstalt für Medien Nordrhein-Westfalen (LfM) umgesetzt. klicksafe ist Teil des Verbundes der deutschen Partner im CEF Telecom Programm der Europäischen Union, Safer Internet DE (www.saferinternet.de). Diesem gehören neben klicksafe die Internet-Hotlines internet-beschwerdestelle.de (durchgeführt von eco und FSM) und jugendschutz.net sowie die Nummer gegen Kummer (Helpline) an.


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