Externe Beratung und Unterstützung

Bundesweit sind in den letzten Jahren zahlreiche Beratungsstellen zum Umgang mit salafistischen Aktivitäten entstanden. Die Beratung ist kostenfrei und erfolgt in vielen Fällen über zivilgesellschaftliche Träger. Nur in Fällen von Eigen- und Fremdgefährdung werden Informationen über die betroffenen Personen an die Sicherheitsbehörden weitergegeben. Hier finden Sie eine Liste von Beratungsstellen, die Unterstützung im Umgang mit salafistischen Radikalisierungen anbieten.

Beratungsstelle Radikalisierung des BAMF

Die Beratungsstelle Radikalisierung des Bundesamts für Migration und Flüchtlinge BAMF berät bei Fragen mit Bezug auf salafistische Radikalisierung. Insbesondere für Menschen, die den Eindruck haben, dass sich Bekannte, Verwandte oder Schülerinnen und Schüler islamistischen Organisationen zuwenden, steht eine Hotline zur Verfügung. Beraten wird in den Sprachen Deutsch, Türkisch, Arabisch, Englisch, Farsi, Russisch oder Urdu. Die bundesweite Beratungsstelle des BAMF verfügt über ein Netzwerk von Kooperationspartnern mit regionalen Beratungsstellen, an die sie Fälle vermitteln kann.

Telefon-Hotline:: +49 (0)911 943 43 43

Violence Prevention Network - Baden-Württemberg, Bayern, Hessen

Das Violence Prevention Network ist ein Verbund erfahrener Fachkräfte, die seit 2001 in der Extremismusprävention sowie der Deradikalisierung rechtsextremistisch und islamistisch gefährdeter Jugendlicher tätig sind.

www.violence-prevention-network.de

Hayat Deutschland

Hayat ist eine deutschlandweit arbeitende Beratungsstelle für Personen und Angehörige von Personen, die sich salafistisch radikalisieren oder sich dem militanten Dschihadismus anschließen und gegebenenfalls in Konfliktregionen ausreisen. Hayat wurde im Jahr 2011 gegründet, basierend auf den Erfahrungen der ersten Deradikalisierungs- und Ausstiegsinitiative für hochradikaliserte Neonazis EXIT-Deutschland.

www.hayat-deutschland.de

Kitab - Bremen

Das Angebot der Fach- und Beratungsstelle kitab richtet sich an Eltern und Angehörige von Jugendlichen und jungen Erwachsenen, die sich religiös-extremistischen Strömungen zuwenden, an die Betroffenen selbst sowie an pädagogische Fachkräfte, Institutionen und andere Sozialraumakteure, die hinsichtlich solcher Wahrnehmungen verunsichert sind. Die Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen können Ideen zum Umgang mit der Situation sowie fachliche Unterstützung und Beratung für Fragen und Unsicherheiten bieten.

www.vaja-bremen.de/teams/kitab

Legato - Hamburg

Die Beratungsstelle Legato bietet systemische Ausstiegsberatung an und ist zugleich Fach- und Beratungsstelle für religiös begründete Radikalisierung. Das Angebot ist kostenlos, anonym und in mehreren Sprachen möglich (Arabisch, Dari, Deutsch, Englisch, Farsi, Kurdisch, Türkisch).

www.legato-hamburg.de

BeRATen Niedersachsen

Die Beratungsstelle beRATen wurde 2014 gegründet. Angeboten wird die Beratung von Eltern, Angehörigen und anderen Menschen im Umfeld der von salafistischer Radikalisierung betroffenen Jugendlichen und jungen Erwachsenen.

www.beraten-niedersachsen.de

Beratungsnetzwerk Grenzgänger - Nordrhein-Westfalen

Das Beratungsnetzwerk Grenzgänger ist eine Informations-und Beratungsstelle für Familien, Institutionen und Lehrkräften und Fachkräften der Sozialen Arbeit, die mit dem Thema des religiös begründeten Extremismus konfrontiert sind.

www.ifak-bochum.de/beratungsnetzwerk-grenzgaenger

Beratungsstelle Salam - Rheinland-Pfalz

Die Beratungsstelle Salam bietet Beratung für durch islamistisch/religiös begründete Radikalisierung gefährdete Jugendliche und Erwachsene, junge Menschen, die sich von extremistischen Tendenzen distanzieren und lösen möchten, Angehörige und das soziale Umfeld gefährdeter oder bereits radikalisierter junger Menschen und Lehrkräfte, Sozialarbeiterinnen und Sozialarbeiter sowie andere Sozialraumakteure.  

Telefon-Hotline: +49 (0)800-7252610

PROvention - Schleswig-Holstein

PROvention ist die Präventions- und Beratungsstelle gegen religiös begründeten Extremismus in Schleswig-Holstein. Sie wurde im April 2015 ins Leben gerufen. Das Team von PROvention berät Angehörige, Freunde und Freundinnen und Bekannte von Personen, die von Radikalisierung oder Extremismus betroffen sind. Auch Ausstiegswillige können ihre Beratung nutzen. Diese erfolgt kostenlos, vertraulich sowie einzelfall- und lösungsorientiert.  

Telefon-Hotline: +49 (0)431 – 73 94 926