Erste Schritte ins Netz

Seit Montag hat in allen Bundesländern die Schule wieder begonnen. Für viele Erstklässler bedeutet der Einstieg in den Schulalltag auch den Einstieg in das World Wide Web.

Eine Umfrage des BSI hat ergeben, dass Kinder spätestens im Grundschulalter erste eigene Erfahrungen mit dem Internet machen. Welches Gefahrenpotenzial sich dahinter verbirgt, erkennen sie jedoch oftmals noch nicht. Kinder müssen den verantwortungsvollen Umgang mit dem Internet erst lernen. Dazu benötigen sie die Unterstützung ihrer Eltern.

Passend zum Schulstart gibt es einen Infoflyer im Schulranzenformat, der Kindern, Eltern und Pädagogen wichtige Tipps und Ratschläge vermittelt, um die Medienvielfalt positiv nutzen und Gefahren frühzeitig erkennen zu können.

 

Medienerziehung
Die Familie ist für Kinder die erste Erziehungsinstanz – dazu zählt auch die Medienerziehung. Mobile Geräte wie Smartphones und Tablets sind in vielen Haushalten Alltagsgegenstände. Nach Angaben der BSI-Umfrage nutzen über 80 Prozent der Kinder im Grundschulalter das Internet; etwa ein Viertel nutzt es vollkommen selbstständig. Mit steigendem Alter nimmt auch die Internetnutzung zu. Daher ist es umso wichtiger, dass Eltern ihren Nachwuchs schon früh über Chancen und Risiken im Internet altersgerecht aufklären und sie bei den ersten Schritten im Netz begleiten. Auch klare Regeln zur Internetnutzung in Form eines Mediennutzungsvertrags oder festgelegte Surfzeiten, können dabei helfen den verantwortungsvollen Internetumgang zu fördern.

Damit Eltern ihre Kinder auf den sicheren Umgang im Internet vorbereiten können, ist es wichtig, dass sie sich zunächst selbst mit dem Thema auseinandersetzen und sich über geeignete Schutzprogramme, kindgerechte Webseiten und Apps informieren.

Jugendschutzprogramme
Neben einer fundierten Medienerziehung in der Familie, können Jugendschutzprogramme dazu beitragen, Kinder vor ungeeigneten Inhalten im Internet zu schützen. Diese können von Eltern so eingerichtet werden, dass ihr Nachwuchs nur auf Seiten gelangt, die vorher explizit ausgesucht wurden. Im Bereich Jugendschutzfilter auf klicksafe.de finden sich anerkannte Jugendschutzprogramme für PC, Tablet & Smartphones.

Kindersuchmaschinen
Wie die Ergebnisse der KIM-Studie 2014 zeigen, verwenden junge Nutzer vor allem Google, um im Internet zu recherchieren. Die hohe Anzahl der Treffer, kann Kinder jedoch überfordern. Zudem kann es passieren, dass sie auf Internetseiten geraten, die nicht für ihr Alter bestimmt sind. Um dies zu verhindern gibt es Kindersuchmaschinen wie „Helles Köpfchen“, „Blinde Kuh“ oder „fragFINN“, die Sechs- bis Zwölfjährige kindergerecht informieren. Letzte bietet seit neustem neben einer Vorlesefunktion auch eine Bildersuche, mit der Kinder das Internet nach unbedenklichen Bildern durchforsten können. Im Kinderbereich von klicksafe gibt es neben einer Übersicht guter Kinderseiten passende Tipps und Infos für den sicheren Einstieg ins Netz. 

Infoseiten für Eltern
klicksafe.de/eltern: Der neue Elternbereich von klicksafe möchte Eltern bei der Medienerziehung ihrer Kinder unterstützen. Eltern mit Kindern bis 10 Jahren begleitet klicksafe bei den ersten Schritten ihrer Kinder im Netz und gibt u.a. Tipps zu angemessenen Nutzungszeiten und Benutzungsregeln sowie Infos über altersgerechte Webseiten und Apps. Auch Eltern mit Kindern ab 10 Jahren finden Informationen zu altersgerechten Angeboten. Außerdem werden Fragen rund um eigenverantwortliches Surfen beantwortet sowie über den Umgang mit Sozialen Netzwerken, digitalen Spielen, (Nutzungs)Rechten und Kostenfallen informiert.

internet-abc.de/eltern: Im Elternbereich vom Internet-ABC können sich Eltern Wissen über die Chancen und Risiken des Internets aneignen und lernen, wie sie dieses Wissen gemeinsam mit ihrem Kind nutzen können. Als Ratgeber im Netz bietet das Internet-ABC konkrete Hilfestellung und Informationen über den verantwortungsvollen Umgang mit dem World Wide Web. Die werbefreie Plattform richtet sich mit Erklärungen, Tipps und Tricks an Kinder von fünf bis zwölf Jahren, Eltern und Pädagogen.

surfen-ohne-risiko.net: Das Angebot unterstützt Eltern bei der Medienerziehung ihrer Kinder. Unter anderem stehen hier einfache Hilfen wie „Meine Startseite“, Internet-Quizspiele und Informationen rund um die Themen „Daten schützen“, „Kosten vermeiden“, „Kinder-Fragen“, „Online-Werbung“, „Mobile Endgeräte“, „Verstöße melden“ und vieles mehr in gut verständlicher Form zum Entdecken bereit.

schau-hin.info: „SCHAU HIN! Was Dein Kind mit Medien macht“. Die Webseite umfasst Infos, Tipps und Experteninterviews zur Medienerziehung und bietet Eltern praktische Orientierungshilfen zur Medienerziehung.

Weitere Link- und Materialtipps für Eltern finden sich im klicksafe-Elternbereich.