Radikalisierung von Jugendlichen im Internet

Broschüre "Islamismus im Internet" von jugendschutz.net
Islamismus, Salafismus und Dschihadismus: Aufklärung und Hilfestellen

Radikalisierungprozesse – egal in welche Richtung – finden ihre Anfänge immer häufiger im Internet. Radikale Gruppierungen versuchen gezielt Jugendliche zu erreichen und diese bei ihrer Suche nach Identität durch vermeintliche Sinnstiftung für sich zu gewinnen. Die Möglichkeiten neuer Medien, attraktiv aufbereitete Inhalte an ein großes Publikum zu streuen, werden auch immer stärker für islamistische, salafistische und dschihadistische Propaganda genutzt und so findet ein Erstkontakt mit extremistischen Gedankengut dieser Art immer öfter über soziale Medien statt.

Verschiedene Projekte und Institutionen haben sich dieser Problematik angenommen:

Die Bundeszentrale für politische Bildung (bpb) hat in Kooperation mit verschiedenen YouTubern und Wissenschaftlern die Videoreihe „Begriffswelten Islam“ erstellt. Diese eignet sich um sowohl ein besseres Verständnis gegenüber der islamischen Begriffswelt aufzubauen und Missverständnisse auszuräumen, als auch Jugendliche an die Auseinandersetzung mit dem Thema heranzuführen.

Die Ausgabe 1/2016 der Zeitschrift „Kinder- und Jugendschutz in Wissenschaft und Technik“ (Kjug) mit dem Titel „Islamistischer Radikalisierung Jugendlicher vorbeugen“ widmet sich auch der Thematik. Die Ausgabe kann über Webseite der Bundesarbeitsgemeinschaft Kinder- und Jugendschutz bezogen werden.

Auch jugendschutz.net setzt sich mit politischem Extremismus auseinander. In der Broschüre „Islamismus im Internet“ werden Erkenntnisse aus den Recherchen von jugendschutz.net zusammengefasst, sowie Islamismus im Internet aus Sicht des Jugendschutzes beschrieben. Im Blick sind dabei vor allem Strategien, mit denen Jugendliche für islamistische Propaganda geködert werden sollen, sowie mögliche Gegenaktivitäten. Zudem bietet jugendschutz.net das Themenpapier „Kinder als Instrument dschihadistischer Propaganda“ an.

Der YouTube-Kanal „Datteltäter“ setzt auf eine besondere Strategie im Umgang mit islamistischer Propaganda: Auslachen. Die satirischen Videos sollen Islamisten und Selbstmordattentätern Contra geben.

Konkrete Hilfestellung, Beratung und Unterstützung bietet die Beratungsstelle Radikalisierung des Bundesamtes für Migranten und Flüchtlinge (BAMF) für alle Personen, die sich um die islamistische Radikalisierung eines Angehörigen oder Bekannten sorgen und zu diesem Thema fragen haben.
Telefonisch zu erreichen unter 0911 / 943-4343 oder per E-Mail unter beratung@ 8< SPAM-Schutz, bitte entfernen >8 bamf.bund.de.