Sextortion: Erpressung mit heiklen Bildern

Illustration aus "Ethik mach klick", Februar 2015. Zeichnung Tim Gaedke www.doppeltim.de Herausgeber: EU Initiative klicksafe. Diese Abbildung steht unter der Creative Commons Lizenz CC BY NC ND
Im deutschsprachigen Raum scheint die Anzahl von Sextortion-Fällen zuzunehmen.

Sextortion ist ein Kofferwort aus „Sex” und „Extortion” (engl. Erpressung). Gemeint ist damit ein perfides Vorgehen von Verbrecherorganisationen: Online, bspw. über Soziale Netzwerke, werden ahnungslose Nutzer/innen von flirtwilligen Frauen oder Männern angeschrieben. Schon bald erfolgt dann der Vorschlag, in eine etwas „privatere” Umgebung umzuziehen, wie z.B. in einen Skype-Videochat, in WhatsApp etc. Hier fängt das Gegenüber dann an, sich zu entkleiden und fordert den Nutzer/die Nutzerin auf, es ihm/ihr gleichzutun. Wird dieser Aufforderung Folge geleistet, wird der Nutzer/die Nutzerin bald darauf mit den heiklen Bildern/Videos erpresst, da diese ohne Wissen der Betroffenen mitgeschnitten bzw. aufgenommen wurden.

Meist sind junge Männer von solchen Erpressungsversuchen betroffen. Wer in die Falle getappt ist, sollte keinesfalls den Forderungen der Erpresser nachkommen, denn es ist nicht garantiert, dass Letztere sich nach einer Zahlung zufriedengeben. Besser ist es, mögliche Beweise zu sichern und die Polizei aufzusuchen.

Weitere Informationen:

Saferinternet.at (2015): Sextortion

das allgäu online (12.03.2015): "Sextortion": Junge Männer aus Vorarlberg mit Videomaterial erpresst