Smartphone-Konsum im Blick behalten

Informationen und Tipps für den (digitalen) Familien-Alltag

Zeitfresser Videoschleife
Von kurzen Zeichenstrick-Clips der Sendung mit der Maus bis hin zum Heimwerker-Video – keine Frage, es finden sich viele unterhaltende oder nützliche Videos für Klein und Groß im Internet. Gerne lässt man sich nach dem Anschauen des Videos noch etwas treiben, denn viele weitere Videos laden zum Verweilen auf den Plattformen ein. Ziel von Anbietern wie bspw. YouTube ist es, die Nutzenden auf den Plattformen zu halten: je länger der Dienst aktiv ist, umso mehr Werbung kann geschaltet werden. Die automatisierte, unendliche Videoschleife ist voreingestellt und setzt sich nach jedem aufgerufenen Video fort. Zugegeben, nicht nur Kindern und Jugendlichen, sondern auch Erwachsenen fällt der Absprung da manchmal schwer.

Nur noch eine Runde, Mama!
Smartphone-Spiele faszinieren viele Jungen und Mädchen! Das bestätigt die JIM-Studie 2017: 32% der befragten Mädchen und 52% der Jungen im Alter von 12 bis 19 Jahren spielen diese regelmäßig, denn das Handy ist immer und überall mit dabei. Vergleicht man die verschiedenen Spielmöglichkeiten (Computer-, Konsolen-, Online-, Tablet- und Handyspiele) im Einzelnen, so haben Handy- bzw. Smartphone-Spiele die größte Bedeutung im Medienalltag der Jugendlichen und werden von insgesamt 42 Prozent regelmäßig genutzt. „Die durchschnittliche Spieldauer der Zwölf- bis 19-Jährigen, bezogen auf alle Spielmöglichkeiten, beträgt nach eigener Schätzung unter der Woche 84 Minuten pro Tag (109 Minuten am Wochenende). Jungen spielen mit 124 Minuten dreimal so lange wie Mädchen (42 Min.; am Wochenende: Mädchen: 51 Min., Jungen: 163 Min.)“.
(Quelle: JIM-Studie 2017, S. 49 ff.)

Immer und überall informiert
Bing, Bing – ein leiser Glockenton und das stetig blinkende Licht am Smartphone zeigen an, dass es etwas Neues gibt, einen neuen Artikel, eine neue Whatsapp-Nachricht, ein neues Angebot, ein neues Video. Egal ob Kommunikationsplattformen wie Facebook oder Apps von Tageszeitungen, viele Apps bieten Push-Nachrichten als Funktion für Smartphone-Nutzern an und versprechen damit, ihre Nutzer jederzeit und überall auf dem Laufenden zu halten. Was auf den ersten Blick praktisch erscheint, kann zum Stressfaktor werden, denn die Neugierde darüber, was es Neues gibt, ist in der Regel groß.

Eigene Mediennutzung im Blick behalten und Vorbild sein
Unabhängig davon, ob Jugendliche in der Schule, Erwachsene bei der Arbeit oder Elternteil mit Aufsichtspflicht für ein Kleinkind, ob nachts oder während des gemeinsamen Familienessens, jeder sollte für sich einen Weg finden, mit der Informationsflut sinnvoll umzugehen.
Vom Ausmisten der Smartphone-Apps, über das Stummschalten des Gerätes oder einzelner Apps bis hin zum bewussten Handyfasten - weniger ist manchmal eben doch mehr! klicksafe stellt im Nachfolgenden Tipps und Materialien zusammen, die dabei unterstützen.

Regulation der Nutzungszeiten - Was kann jeder Einzelne für sich tun? Was können Jugendliche, Eltern und Pädagogen tun?

Für Jugendliche


Für Pädagogen:


Für Eltern:

  • Regeln finden – Streit vermeiden mithilfe des Mediennutzungsvertrags von klicksafe und Internet ABC (für die Altersgruppen 6–12 Jahre und +12 Jahre): In vielen Familien sind besonders die Nutzungszeiten oder die Art der erlaubten Inhalte immer wieder Streitthema. Um Streit oder Diskussionen über die Handy-, Computer-, Fernseh- oder Internetnutzung in vielen Fällen zu vermeiden, kann ein gemeinsam und frühzeitig erstellter Mediennutzungsvertrag helfen. Denn dann ist klar, was erlaubt ist und was nicht. Vorbereitete Regeln und unterschiedliche Designvorlagen erleichtern die Erstellung. www.mediennutzungsvertrag.de
  • klicksafe für Eltern: Infos und Tipps für Eltern rund um die Themen Internet und Smartphone
  • Digitale Abhängigkeit: klicksafe-Tipps für Eltern, ein Flyer von klicksafe


Technische Hilfsmittel der Anbieter:

Quellen:
JIM-Studie 2017: PDF-Datei