Fachtagung "Was tun bei (Cyber)Mobbing? Intervention und Nachsorge"

Ein Großteil der Kommunikation zwischen Kindern bzw. Jugendlichen geschieht im digitalen Raum. Auch Konflikte und Mobbing werden in analoger und in digitaler Form, auf dem Pausenhof und im Chat, ausgetragen.

Das Schädigungspotenzial von Mobbing ist dadurch enorm gestiegen. Besonders häufig treten Attacken und wiederholte Schikane in Gemeinschaften mit Zwangscharakter auf, aus denen Kinder und Jugendliche nicht so einfach „fliehen“ können, z. B. in Ausbildungseinrichtungen, Heimen, Horten und Schulen. Leistungseinbrüche, Gewaltphantasien, Rückzug, Depression, psychosomatische Erkrankungen und Suizid(gedanken) zeigen die große Belastung der Opfer.

Lehrkräfte, Erziehende und Schulsozialarbeiter/-innen sind oftmals unsicher im Umgang mit Mobbing. Tatsächlich besteht die Gefahr, dass Methoden, die sich bei Konflikten zwischen Einzelnen bewährt haben, in Mobbingfällen eine Eskalation der Gewalt bewirken. Denn Mobbing ist ein systemisches Phänomen, das nur mit Blick auf die gesamte Gruppe/Klasse versteh- und bearbeitbar ist. Zudem beschränken sich die meisten Hilfekonzepte auf präventive Angebote – Interventionsmöglichkeiten fehlen. Bei der Tagung werden daher gezielt Interventionsmethoden für Cyberattacken und (Cyber)Mobbing vorgestellt.

  • Termin: 22.03.2018, 9.00-16.30 Uhr
  • Veranstaltungsort: Tagungshaus Katholische Akademie | Wintererstraße 1, 79104 Freiburg
  • Teilnahmegebühr: 60 Euro
  • Anmeldung: Anmeldungen sind bis zum 28. Februar 2018 möglich. Die Teilnehmerzahl ist begrenzt.
  • Programm und Anmeldebogen: Flyer (PDF)

klicksafe und der AGJ-Fachverband mit seinem Programm Konflikt-KULTUR sind Veranstalter der Fachtagung und Herausgeber des Handbuchs „Was tun bei (Cyber)Mobbing?“

22.03.2018
Freiburg