10 Tipps mit Blick auf Kosten und Technik

  1. Um das Thema digitale Spiele im Unterricht zu behandeln, braucht es keinen modern ausgestatteten Computerraum, keinen Internetzugang und keine teure Spielesoftware. Lediglich kreative Ideen sind notwendig.

  2. Für den Einsatz von Spielesoftware in der Schule gelten Regeln, z.B. muss die Installation auf Schulrechnern im Vorfeld mit den Verantwortlichen an der Schule abgeklärt werden. Zudem muss sicher gestellt werden, dass installierte Spiele keinen Schülern zugängig gemacht werden, die hierfür zu jung sind. Bei installierter Spielesoftware dürfen selbstverständlich keine illegalen Downloads oder Raubkopien verwendet werden, da dies gegen das Urheberrecht verstößt.

  3. Für den Einsatz von digitalen Spielen im Unterricht eignen sich vielfach auch kostenlose Spiele oder Demos. Bei der Suche können Ihre Schüler behilflich sein. Klären und kontrollieren Sie im Vorfeld genau die „Spielregeln“, wie z.B. keine illegalen Downloads, keine Raubkopien, nur Spiele mit entsprechender Alterskennzeichnung.

  4. Unter dem Begriff „Serious Games“ finden sie viele kostenlose Spiele, die zur Vermittlung (schulischen) Lernstoffes konzipiert wurden. Neben dem Großteil der Spiele in englischer Sprache, gibt es auch bereits einige gute Beispiele auf Deutsch.

  5. Möchten Sie ein bestimmtes Spiel im Unterricht einsetzen, können Sie versuchen, Ihre Unterrichtsplanung der Spielefirma zu skizzieren und um Unterstützung bitten (vergünstigte Schullizenzen, kostenloser Klassensatz der Spiele-Software etc.).

  6. Grundlegende Spielprinzipien und geeignete Spielkonzepte finden Sie auch in vielen älteren Spielen. Die Entscheidung für ältere Spiele bietet u.a. folgende Vorteile: Die niedrigeren Hardwareanforderungen werden eher von den Schulcomputern erfüllt. Zudem sind ältere Spiele in der Anschaffung um ein vielfaches kostengünstiger.

  7. Beim Thema „Digitale Spiele“ sollten Sie die Videospielgeräte auch im Blick behalten. Videokonsolen (z.B. Wii,PlayStation3XBox 360 und auch mobile Konsolen (z.B. Nintendo DSPlayStation Portable) bieten im Vergleich zu reinen Computerspielen zusätzliche Einsatzmöglichkeiten.

  8. Unterstützung von Spielexperten finden Sie bei ihren Schülern. Sie können z.B. nach Absprache bei der Installation oder auch Vernetzung der Spiele helfen. Vielleicht läßt sich ja auch eine AG mit Technik-Experten gründen, auf deren Unterstützung Lehrer zurückgreifen können.

  9. Bei der Auswahl von Spielen sollten Kriterien wie Spieldauer, Schwierigkeit des Spieleinstiegs, Komplexität des Regelwerks, Steuerung, Sprache etc. ebenso beachtet werden wie die Möglichkeiten, das Spiel jederzeit oder an bestimmten Stellen anhalten und speichern, vorbereitete Spielstände laden oder Spielszenarien modifizieren zu können.

  10. Testen Sie die Spiele vor dem Einsatz im Unterricht selbst aus, um über die Inhalte Bescheid zu wissen und technische Schwierigkeiten auszuschließen, dies beugt ungewollten Überraschungen vor.