Shooter

Als Ego-Shooter werden Spiele bezeichnet, in denen sich der Spieler gegen Feinde mit Waffengewalt wehren muss. Sie unterteilen sich anhand verschiedener Merkmale:

Ego-ShooterAls Ego-Shooter werden Spiele bezeichnet, bei denen der Spieler eine menschliche oder menschenähnliche Figur aus der Ich-Perspektive durch ein dreidimensional dargestelltes Szenario steuert.

Das Besiegen von Gegnern durch Waffengewalt ist eine zentrale Spielaufgabe. In manchen Genrevertretern muss der Spieler möglichst ohne Einsatz von Gewalt verschiedene Aufgaben lösen, indem er sich heimlich und ohne vom Feind entdeckt zu werden durch die virtuelle Welt bewegt.

Viele Ego-Shooter kennzeichnen sich durch das Vorhandensein eines Mehrspielermodus. Gerade im Teamspiel und im Wettstreit mit Bekannten wird vom Spieler ein hohes Maß an taktischem Geschick und reaktionsschnellem Handeln gefordert.

Screenshot „Call of Duty: Black Ops III“ (Activision)
Screenshot „Call of Duty: Black Ops III“ (Activision)

Unterscheidung

Das Genre unterteilt sich in mehrere Kategorien, die sich anhand ihrer Spielmechanik voneinander unterscheiden:

  • Third-Person-Shooter
    Als Third-Person-Shooter werden Spiele bezeichnet, bei denen der Spieler von hinten auf die Spielfigur blickt. Die Verwendung von Fernkampfwaffen ist auch hier ein wesentliches Spielelement. Meist kommen hier häufiger Rätselelemente vor. Die Perspektive aus der dritten Person begünstigt einige Handlungsmöglichkeiten: So ist es mancherorts notwendig, Hüpf- und Kletterpassagen zu meistern oder durch Hecht- und Rollmanövern feindlichen Angriffen auszuweichen.

  • Shoot ’em ups
    Eine weitere Unterkategorie stellen die „Shoot ’em ups“ dar, in der eine Figur gesteuert wird, die sich gegen eine Übermacht an Feinden stellt und mit einer Schusswaffe bekämpft. Die zu steuernde Figur stellt oft ein Raumschiff dar, es kann sich jedoch auch um Autos, Flugzeuge oder Helikopter handeln. Die Bewegungsfreiheit ist zumeist stark eingeschränkt, die Figur kann in vielen Genrevertretern nur zum oberen oder unteren Bildschirmrand bewegt werden, um gegnerischem Angriffen oder Kollisionen auszuweichen oder Angriffsmanöver durchzuführen. Am Ende eines Spielabschnitts wartet oft ein besonders mächtiger Endgegner, der geschickt und treffsicher besiegt werden muss. Neben dem Erreichen des jeweils nächsten Spielabschnitts kann es für Spieler reizvoll sein, eine hohe Anzahl an Gegnern zu besiegen. Diese Erfolge werden in einer Bestenliste (Highscoreliste) dargestellt und regen zum Wetteifern in einer Gruppe an.

Bekannte Genrevertreter

Faszination

Viele Shooter-Spiele bilden eine Erwachsenenwelt ab und sind daher für viele männliche Jugendliche sehr reizvoll. Hier können sie Macht und Stärke demonstrieren, sich in einer geschützten virtuellen Welt kämpferischen Herausforderungen stellen und „ihren Mann stehen“. Für einen Betrachter mag die Gewalt ein Faszinationsgrund sein, viele Spieler nennen hingegen den taktischen Wettstreit gemeinsam mit oder gegen Gleichgesinnte als Spielanreiz. Auch das Vorantreiben einer Spielgeschichte durch das eigene Handeln ist für viele Genrefans attraktiv.

Hinweis für Eltern

Gerade Ego-Shooter werden in der Öffentlichkeit kritisch diskutiert und oftmals als auslösender Faktor für extreme Gewalttaten von Jugendlichen genannt. Der Zusammenhang zwischen virtueller Gewalt in Ego-Shootern und realer Gewalt ist allerdings wissenschaftlich umstritten.Da der Spieler die jeweilige (oftmals gewalthaltige) Situation aus den Augen der Figur wahrnimmt und somit eine geringere Distanz zum Geschehen aufbauen kann als in anderen Spielen, sollten Eltern besonders bei Ego-Shootern auf die Alterskennzeichnung der Unterhaltungssoftare-Selbstkontrolle achten.