Was ist Jugendmedienschutz?

Kinder und Jugendliche wachsen heute wie selbstverständlich mit digitalen Medien auf. Doch nicht alles, was es dort zu sehen und zu erleben gibt, ist für sie geeignet. Die zentrale Aufgabe des Jugendmedienschutzes besteht darin, Minderjährige vor bestimmten Einflüssen aus der Erwachsenenwelt zu schützen, die für ihren Entwicklungsstand nicht geeignet sind oder die sie in ihrer Persönlichkeitsentwicklung beeinträchtigen oder gar schädigen könnten.

Im Bereich der digitalen Spiele folgt der Jugendmedienschutz dem Prinzip der „regulierten Selbstregulierung“. Der Staat schafft dabei mit dem Jugendschutzgesetz (JuSchG) die rechtlichen Rahmenbedingungen und die freiwilligen Selbstkontrolleinrichtungen sorgen für die praktische Anwendung der gesetzlichen Regeln. Für deren Umsetzung sind jedoch die Anbieter von digitalen Spielen selbst zuständig. Diese Prozedur soll insgesamt die Eigenverantwortung der Industrie stärken.

Überprüfung vor Verkauf

Alle digitalen Spielen, die in Deutschland angeboten werden, müssen vorab von der Unterhaltungssoftware Selbstkontrolle (USK) geprüft und mit einem Alterskennzeichnung versehen werden. Zusätzlich werden Trägermedien von der Pan European Game Information (PEGI) und der International Age Rating Coalition (IARC) gekennzeichnet.

Auf ihrer Webseite erklärt die USK welche Alterskennzeichen es gibt und wie Videospiele geprüft werden.

Altersfreigaben sind keine pädagogischen Empfehlungen

Die erteilten Altersfreigaben sind nicht als pädagogische Empfehlungen zu verstehen. Ein Spiel, das ohne Altersbeschränkung freigegeben wird, muss für einen Fünfjährigen nicht unbedingt gut geeignet sein. Die Komplexität des Spiels oder auch die feinmotorischen Anforderungen können das Kind eventuell überfordern. Ob ein Spiel für Ihr Kind geeignet ist, sollten Sie sowohl von der Altersfreigabe als auch vom individuellen Entwicklungsstand abhängig machen. Spielen Sie das Spiel am besten vorab einmal selbst oder nutzen Sie eines der Online-Portale, die Videospiele unter pädagogischen Gesichtspunkten bewerten.

Technischen Möglichkeiten zum Jugendschutz

Alle modernen Spiele-Geräte bieten Einstellungsmöglichkeiten hinsichtlich des Jugendschutzes, die Eltern nutzen sollten. So lassen sich z. B. nicht altersgerechte Spiele sperren.