Nintendo DS

Mit dem Nintendo DS (auch kurz NDS genannt) veröffentlichte der Hersteller Nintendo 2005 eine Handheld-Konsole mit einem bis dato neuen Konzept. Das Kürzel „DS“ beschreibt die erste Besonderheit: Es steht für „Dual Screen“ (engl. Für Doppel-Bildschirm) und bezieht sich auf die beiden LC-Bildschirme, die sich im aufgeklappten Zustand auf beiden Seiten der Scharniere befinden.

Die zweite Besonderheit liegt in der für damalige Verhältnisse innovativen Steuerung begründet. Neben einem Steuerkreuz und diversen Knöpfen kann das Gerät mittels eines Eingabestiftes (Stylus) über einen berührungssensitiven Bildschirm bedient werden. Zudem ist es möglich, über ein integriertes Mikrophon Einfluss auf den Spielablauf zu nehmen. So kann ein Spieler Kerzen auszublasen oder einen virtuellen Hund durch Sprachbefehle trainieren.

Ebenfalls neuartig war bei Erscheinen die Möglichkeit, die Mini-Konsole über WLAN mit dem Internet verbinden zu können. So ist es mit dem Nintendo DS möglich, gegen Menschen in der ganzen Welt zu spielen. Im Laufe der Zeit folgten mehrere Nachfolgermodelle, die sich durch spezifische Weiterentwicklungen kennzeichneten. 

Jugendschutz

Auf dem Nintendo 3DS können Eltern die drahtlose Internetverbindung ganz oder teilweise deaktivieren. Dadurch kann auch verhindert werden, dass direkt von 3DS zu 3DS ein Kontakt hergestellt wird (z. B. über das Spiel Mario Kart). Als zusätzliche Sicherung vergibt jedes Spiel dem Besitzer einen sechs- bis 16-stelligen „Freundescode“ (die Nintendo Network ID). Dieser muss getauscht werden, will man mit einer bestimmten Person spielen. So sollen Kinder und Jugendliche vor Fremden und dadurch vor problematischen Kontakten geschützt werden. Zudem besteht die Möglichkeit, den Zugriff auf nicht altersgerechte Spiele zu sperren. Hierbei wird die Alterskennzeichnung der USK berücksichtigt.

Moderne DS-Geräte führen außerdem Aktivitätslogs, wodurch Eltern alle Aktivitäten und deren Dauer nachvollziehen können, die mit dem Gerät durchgeführt wurden. Hierbei wird die Alterskennzeichnung der USK berücksichtigt.

Nintendo 3DS

Neben einer erhöhten Leistungsfähigkeit zur Darstellung von komplexeren Spielen bietet der obere Bildschirm des Handhelds ein 3D-Display, dessen Intensität eingestellt werden kann. Da die dreidimensionale Darstellung bei Jüngeren Unwohlsein hervorrufen kann, besteht die Möglichkeit, den Effekt auf Dauer über ein Passwort zu deaktivieren. Auf der linken Seite befindet sich zudem ein Analog-Stick, genannt Slide Pad, zur besseren Steuerung von 3D-Spielen.


Mittlerweile gibt es verschiedene Varianten:

  • Beim Nintendo 3DS XL handelt es sich um eine vergrößerte Version des ursprünglichen Handhelds. 
  • Der Nintendo 2DS ist mit allen Spielen des DS und 3DS kompatibel, bietet allerdings keinen 3D-Effekt und ist nicht zusammenklappbar.
  • Der New Nintendo 3DS und die vergrößerte Version New Nintendo 3DS XL bieten weitere Steuerungsmöglichkeiten und verfügen über eine verbesserte Leistungsfähigkeit. Manche neuen Spiele für Nintendo-Handhelds sind nur noch mit diesen Versionen kompatibel.


Doch vor allem die Verbreitung moderner Smartphones lassen den Handheld-Markt schrumpfen. Denn heutige Heranwachsende haben eigentlich immer unterwegs ein Spielgerät im Hosentaschenformat griffbereit.

Internetfähigkeiten

Internetfähigkeiten Alle aufgeführten Nintendo-Handhelds sind internetfähig. So bieten sie auch unterwegs die Möglichkeit, gegen oder mit Gleichgesinnten zu spielen. Bei den DS-Geräten von Nintendo kann aus Sicherheitsgründen nur mit Kontakten online gespielt werden, die zuvor in der Freundesliste über die Eingabe des Freundescodes aufgenommen wurden (siehe unten). Auch das Surfen im Internet ist über einen integrierten Browser möglich. Nintendos Dienst StreetPass ermöglicht es, drahtlos und automatisiert Daten mit Personen in der näheren Umgebung auszutauschen, die einen Nintendo 3DS oder 2DS haben. Nach Aktivierung werden hierdurch u. a. Figuren und spielrelevante Gegenstände anderer Nutzer heruntergeladen, neue Inhalte freigeschaltet oder Errungenschaften geteilt. Der Zugang ins Internet erfolgt per WLAN über ein drahtloses Heimnetzwerk oder durch die Verbindung zu einem öffentlichen Hotspot.