Nintendo Wii

Die Wii unterscheidet sich maßgeblich von den Konsolen der gleichen Generation, der PlayStation 3 und der Xbox 360. Während die beiden Konkurrenten auf besonders beeindruckende Grafik- und Soundqualität setzen und in diesen Belangen die Nintendo-Konsole auch bei Weitem übertreffen, punktet die Wii dagegen durch ein innovatives Bedienkonzept. Mittlerweile gibt es allerdings eine neue Konsolengeneration, der auch der Nachfolger Wii U angehört.

Der kabellose Wii Controller ist mit Bewegungs- und Beschleunigungssensoren ausgestattet und auf diese Weise in der Lage, Körperbewegungen ins Spiel zu übertragen. Eine Sensorleiste erfasst die Bewegungen mit den Eingabegeräten und sendet diese Signale zur Konsole. Dafür muss die Sensorleiste nahe am Fernseher positioniert werden. Erst dann ist es möglich, die Wii-Fernbedienung (Wiimote) einzusetzen. Bei bestimmten Spielen wird diese um einen „Nunchuk“ ergänzt. Damit werden die Steuerungsmöglichkeiten um einen Joystick und weitere Knöpfe erweitert. So bedient man einen virtuellen Tennisschläger, schwingt ein Schwert, oder springt mit der Spielfigur.

Für deren Speichermedien (MemoryCards) sind auf der Rückseite von Wii Steckplätze vorhanden. Die Multimediafähigkeiten sind allerdings vergleichsweise eingeschränkt. So spielt die Wii weder DVD-ROMs noch CD-ROMs ab.

Jugendschutz

Auf der Wii können und sollten Eltern das Alter ihrer Kinder festlegen. Einmal eingestellt, lassen sich auf der Konsole nur dem Alter entsprechende Spiele starten. Zur Alterseinstufung der Spiele werden die Alterskennzeichen der USK herangezogen. Auch der Internetzugriff der Wii lässt sich über das Menü regeln. So können die Online-Funktionen ganz oder teilweise gesperrt werden. Auch verhindert die Wii bei bestimmter Einstellung das Aufrufen ungeeigneter Internetinhalte. Solche Filter bieten zwar einen grundlegenden Schutz, dennoch sollten Eltern trotzdem im Blick haben, auf welchen Seiten sich ihre Kinder bewegen.

Bei Spielen im Internet verfolgt Nintendo eine andere Strategie als die Konkurrenten von Microsoft und Sony. In Mehrspielerspielen wird dem Spieler keine Auswahl aller aktuell spielenden Nutzer gegeben, es werden nur jene aufgelistet, die beim Spieler als Freund eingetragen sind. So sollen Kinder und Jugendliche vor problematischen Kontakten geschützt werden. 

Zubehör

Die besondere Eigenschaft der Wii war bei Veröffentlichung die Bewegungssteuerung. Um diese noch präziser zu gestalten, wurde „Wii Motion Plus“ auf den Markt gebracht. Dieser Bewegungssensor wird an die herkömmliche Wii-Fernbedienung (Wiimote) gesteckt und lässt dadurch deutlich präzisere Eingaben zu.

Einen Schritt weiter geht Nintendo mit dem „Wii Balance Board“. Dieses funktioniert ähnlich einer Waage, mit der Gewichtsverlagerungen des Spielers registriert und ins Spiel (bspw. bei Surfspielen) übertragen werden. 

Internetfähigkeiten

Bei bestehender Internetverbindung kann gesurft, Nachrichten und Wetterinformationen abgerufen oder ein Tageshoroskop gelesen werden. Natürlich dient die Internetverbindung auch zur Vernetzung der Spieler. Sie können sich miteinander austauschen und gemeinsam Spiele bestreiten. Verglichen mit den Möglichkeiten der neuen Konsolengeneration sind die Internetfähigkeiten bei dieser Konsole allerdings sehr eingeschränkt.

Unter dem Titel „WiiWare“ bieten Spielehersteller kleine Spiele an, die gegen Bezahlung heruntergeladen werden können. Die so genannte „Virtual Console“ bietet die Möglichkeit Spiele vergangener Konsolengenerationen wie NES, Commodore 64, SNES, Mega-Drive, Nintendo 64 oder Gamecube herunterzuladen und zu spielen.