PC (Personal Computer)

Ursprünglich wurden Heimcomputer als reine Arbeitsmaschinen entwickelt und eigneten sich kaum zum Spielen. Dies änderte sich in den 1990er Jahren. Die Möglichkeit PCs modular aufzurüsten, bescherte ihnen im Laufe der Zeit immer wieder einen technischen Vorsprung vor den Spielkonsolen. PCs sind heute bei entsprechender technischer Ausstattung die leistungsstärksten Spielgeräte, haben dafür allerdings auch den höchsten Preis. Wer seinen Computer zum Spielen verwendet, kann daher von einer besonders spektakulären 3D-Grafik und einer Vielfalt an unterschiedlichen Angeboten profitieren.

Jugendschutz

Beim PC gibt es vielfältige Möglichkeiten für Eltern, um Jugendschutzeinstellungen vorzunehmen. Dafür kann entweder ein Zusatzprogramm installiert und genutzt werden oder die Jugendschutzfunktion, die bei den Betriebssystemen Windows oder Mac OS standardmäßig eingebaut sind. In beiden Fällen brauchen Eltern zur Konfiguration jedoch eine Einarbeitungszeit und grundlegende Bedienkompetenzen. Auch entbinden diese Schutzvorrichtungen Eltern nicht von weiteren erzieherischen Aufgaben, auch weil diese u. U. von versierten Jugendlichen ausgehebelt werden können. 

Die aktuellen Windows-Betriebssysteme von Microsoft ermöglichen z. B. einen kontrollierten Zugang indem sie es Eltern erlauben, den Computer nur für Spiele bestimmter Kategorien oder USK-Alterseinstufungen freizugeben. Mit dem Familien-Timer können zudem für jeden Nutzer feste Zeitkontingente für die PC-Nutzung eingestellt werden. Auch die Spielevertriebsplattform Steam bietet Eltern Einstellungsmöglichkeiten hinsichtlich des Jugendschutzes. Die so genannten Familienoptionen (Family Options) können genutzt werden, um den Zugriff auf Inhalte und Funktionen einzuschränken und Regeln für die Funktion des Dienstes festzulegen. Diese Einstellungen sind auch dann sinnvoll, wenn sich Kinder unterschiedlichen Alters einen Account teilen. Auch problematische Internetseiten können auf Wunsch durch Jugendschutzfilter blockiert werden. 

Mehr Informationen zu Jugendschutzeinstellungen finden sich in der Rubrik Jugendschutzfilter oder in der klicksafe-Handreichung Elternabende Internet + Handy.

Zubehör

Das Zubehör für Computer ist unüberschaubar groß. Selbst bei herkömmlichen Eingabegeräten wie Maus und Tastatur werden Produkte speziell für Spieler angeboten. Die offene Architektur des PCs erlaubt die Umsetzung jeder noch so ausgefallenen Idee.

  • Rennsitze, die sich passend zum Spiel bewegen, 
  • Westen, die Treffer im Spiel durch Impulse an den Körper weitergeben,
  • Virtual-Reality-Headsets wie Oculus Rift, die dem Spieler ein Bild mit echter Tiefenwirkung vorsetzen oder 
  • Ventilatoren, die bei Rennspielen für den passenden Fahrtwind sorgen.

Menschen mit körperlichen Handicaps profitieren insbesondere auf dem PC von der vorhandenen Fülle an unterstützenden Technologien zur Bedienung von Spielen.

Internetfähigkeiten

PC-Spiele werden vermehrt über Onlineplattformen vertrieben. Neben dem Marktführer Steam (Valve) sind Origin (Electronic Arts), Uplay (Ubisoft) und Good Old Games (CD Projekt) zu nennen. Ein Account bei einer Plattform ist verpflichtend, wenn Spiele des jeweiligen Publishers genutzt werden wollen. Neben Schnäppchenangeboten besteht hier die Möglichkeit, sich mit anderen Spielern zu vernetzen und Erfolge (Achievements) sowie Statistiken einzusehen. Datenschützer bemängeln bei manchen dieser Dienste fehlende Transparenz (vgl. Verbraucherschutz bei digitalen Spielen).