PlayStation Portable (PSP)

Bei der Veröffentlichung im Jahre 2005 beschrieb Sony die PSP nicht in erster Linie als Spielkonsole, sondern stellte deren umfangreiche Multimediaeigenschaften heraus. Im Vergleich zur direkten Konkurrenz Nintendo DS ist die PSP leistungsstärker und vermag so mit besserer Grafik darzustellen, die in etwa der einer Playstation 2 entspricht. Optisch ist die PSP mit der ersten Version der PlayStation 3 verwandt.

Das Betriebsmedium für die PSP ist die Universal Media Disk (UMD), eine Art Mini-DVD. Diese bietet genügend Speicherplatz für Spiele mit aufwändiger Grafik und Musik, darüber hinaus eignet sie sich auch als Träger für Spielfilme. Während Sony die UMD bei der Veröffentlichung der PSP als beste Möglichkeit für den Filmgenuss unterwegs bewarb, entpuppte sich der Verkauf der Filme letztlich als wenig lukrativ. Mittlerweile wurde das Engagement Sonys, die UMD als handliche Alternative zur DVD zu etablieren, deutlich zurückgefahren. Dennoch bleibt die PSP das multimediale Schwergewicht unter den tragbaren Konsolen. So können über einen Memory Stick Fotos und Filme geschaut und Musik gehört werden.

Die Hardware der PSP wurde mittlerweile mehrmals überarbeitet. Während die erste Version von 2005 noch sehr groß war, wurden die Maße mit dem Slim & Lite Modell von 2007 bzw. 2008 kompakter gestaltet. Zudem wurde das Display verbessert und ein Fernsehausgang hinzugefügt.

Jugendschutz

Eltern haben im System die Möglichkeit festzulegen, in welchem Umfang ihre Kinder auf Filme, Spiele und Musik zurückgreifen können. Besitzt ein Speichermedium eine höhere Kindersicherungsstufe, als die Eltern für die PSP voreingestellt haben, wird der Zugriff gesperrt. Damit diese Einstellungen nicht verändert werden können, sollte ein Passwort gewählt werden, welches durch die Kinder nicht zu umgehen ist. Während andere moderne die in Deutschland gesetzlich vorgeschriebenen Alterskennzeichen der USK berücksichtigen, liest die PSP die PEGI-Kennzeichen aus. Diese sind allerdings nicht auf allen Datenträgern hinterlegt, weshalb sich Eltern auf alle Fälle ergänzend informieren sollten.

Besonders beim Spielen via Internet können Kinder und Jugendliche mit problematischen Kontakten konfrontiert werden. Eltern sollten sich daher schon vor der ersten Inbetriebnahme mit den Online-Fähigkeiten auseinandersetzen. Insbesondere ist es empfehlenswert, für das Kind ein Profil anzulegen. Hier werden die Informationen festgelegt, die nicht für Jedermann einsehbar sein sollen und außerdem können weitere Einstellungen hinsichtlich des Jugendschutzes getroffen werden.

PSP go

Die größte Änderung unternahm Sony 2009 mit der PSP go. Das Gerät wurde deutlich verkleinert und kann nun aufgeschoben werden. Im geschlossenen Zustand ist nur der Bildschirm zu sehen, die Steuerelemente sind verdeckt. Zudem verfügt die PSP go über kein UMD Laufwerk, womit Medien auf UMD nicht mehr abgespielt werden können. Spiele müssen fortan im Internet gekauft und direkt auf die PSP go geladen werden. Dafür bringt sie 16 GB internen Speicher mit.

Zubehör

Durch zusätzliche Hardware kann die PSP in ihrem Leistungsumfang erweitert und auch für Aufgaben über den Spielebereich hinaus verwendet werden. So können sich Spieler mit einem zusätzlichen Mikrofon in Mehrspieler-Matches miteinander unterhalten und mit einer Kamera Fotos und Videos aufgenommen werden. Ein GPS-Empfänger macht die PSP sogar zum vollwertigen Navigationssystem.

Internetfähigkeiten

Mittels WLAN kann mit der PSP auch im Internet gesurft werden und über den (PlayStation Network-Store (PSN-Store) auf zum Teil kostenpflichtige Inhalte zugegriffen werden. Dazu gehören alte Spiele für die PlayStation One und so genannte PSP-minis - kleine Spiele, die für wenig Geld heruntergeladen werden können. Auch Trailer, komplette Spielfilme, Serien, Musikvideos und animierte Comichefte stehen im PSN Store zum Download bereit.