Wo finde ich Rat und Hilfe?

Beratungsstellen und Informationsquellen bei einer (vermuteten) Medienabhängigkeit

Fachverband Medienabhängigkeit
Der Fachverband Medienabhängigkeit setzt sich dafür ein, im Rahmen einer groß angelegten Kooperation ein Netzwerk von Forschern und Praktikern im deutschsprachigen Raum zu schaffen, die sich mit diesem neuartigen Krankheitsphänomen beschäftigen. Eine Übersicht zu Beratungsstellen in Deutschland bietet die Landkarte unter dem Punkt „Hilfe finden“.

Ambulanz für Spielsucht
Die Sabine M. Grüsser-Sinopoli Ambulanz für Spielsucht in Mainz bietet gruppentherapeutische Behandlungsangebote für das Störungsbild „Computerspiel- bzw. Internetabhängigkeit“. Auf der Internetseite finden sich zudem eine Checkliste für Eltern und ein Selbsttest.

Nummer gegen Kummer
Die Berater am Kinder- und Jugendtelefon von Nummer gegen Kummer wissen auch über die Faszination und Risiken von Computer- und Konsolenspielen Bescheid und verweisen bei Bedarf an Fachstellen. Das Kinder- und Jugendtelefon (in Kooperation mit klicksafe im CEF Telecom Programm der EU) ist anonym und kostenlos in Deutschland (Festnetz & Handy) erreichbar unter 0800 116111, montags bis samstags 14 – 20 Uhr, Beratung im Internet unter www.nummergegenkummer.de. Auch eine Beratung per E-Mail ist möglich. Das Elterntelefon ist unter 0800 111 0 550 montags bis freitags von 9 bis 17 Uhr und dienstags und donnerstags von 9 bis 19 Uhr erreichbar.

Nutzungsverträge und weiterführende Informationen
Beispiele für Internetnutzungsverträge zwischen Eltern und Kindern finden sich hier. Mit dem Angebot www.mediennutzungsvertrag.de von klicksafe und Internet-ABC können Eltern und Kinder gemeinsam online einen Mediennutzungsvertrag erstellen. Der Vertrag kann in unterschiedlichen Design- und Regelvorlagen für die beiden Altersgruppen 6–12 Jahre und +12 Jahre angelegt werden. Für die zukünftige Bearbeitung kann der Vertrag gespeichert und über einen Zahlencode für Anpassungen jederzeit wieder aufgerufen werden. Das Internet-ABC gibt im Elternbereich viele Informationen und Tipps zu Computerspielen (und anderen Medien), u. a. auch zum exzessiven Spielen. In einem Artikel zum Thema „Computerspielsucht“ finden sich auch Links zu Onlinefragebögen und Selbsttests. 

Beratungsstellen

  • Bei der Deutschen Hauptstelle für Suchtfragen e.V. (DHS) gibt es allgemeine Informationen zu verschiedenen Suchtformen und deren Behandlung www.dhs.de.
  • Der Arbeitskreis gegen Spielsucht e.V bietet Einzel-, Paar-, Familien- und Gruppengespräche für Menschen mit Problemen im Umgang mit Glücksspielen, Wetten, PC/Internetgebrauch und deren Angehörige an www.ak-spielsucht.de.
  • Beratungs-, Vermittlungs- und Betreuungshilfen für (Medien-)Suchtkranke in Mecklenburg-Vorpommern gibt es von der Evangelischen Suchtkrankenhilfe Mecklenburg-Vorpommern gGmbH www.suchthilfe-mv.de.
  • Die Fachstelle für exzessiven Medienkonsum (return) bietet Unterstützung und Begleitung für Personen, die aus exzessivem bzw. süchtigem Medienkonsum aussteigen wollen.
    www.return-mediensucht.de
  • ansprechbar ist die Suchtberatung für Jugendliche und junge Erwachsene der Drogenhilfe Köln  www.ansprechbar-koeln.de
  • Der Fachverband Medienabhängigkeit vernetzt Forscher und Praktiker im deutschsprachigen Raum. Eine Übersicht an Beratungseinrichtungen bietet die Landkarte unter der Rubrik "Hilfe finden".
  • Release Netzpause ist ein Beratungs- und Präventionsangebot für Stuttgarter junge Erwachsene und Jugendliche, die sich Gedanken um ihre Internetnutzung machen oder einen problematischen Internetkonsum aufweisen: www.release-netzpause.de.
  • Als Fachstelle für Sucht und Suchtprävention sowie mit dem Beratungs- und Präventionsangebot real.life - Kompetenter Umgang mit Medien stellt prisma e.V. Fachstelle Sucht und Suchtpräventionrisma für die Region Hannover ein Beratungsangebot zum problematischen und exzessiven Medienkonsum.

Weitere Informationen zu digitalen Spielen

  • Unterhaltungssoftware Selbstkontrolle (USK)
    Eltern finden hier die gesetzlichen Alterskennzeichen, die allerdings nicht als pädagogische Tipps zu verstehen sind. Aspekte wie Bindungsfaktoren werden bei der Prüfung nicht berücksichtigt.
  • Bundeszentrale für Kinder- und Jugendmedienschutz
    Unter dem Thema Computer- und Konsolenspiele informiert die Bundeszentrale über die Computerspielsucht (Jugendgefährdung, Chancen und Risiken u.a.)
  • Spieleratgeber-NRW
    "Wissen was gespielt wird" - Pädagogischer Ratgeber für Computer-, Konsolenspiele und Apps. Die Fachstelle für Jugendmedienkultur NRW hat mit Förderung des Landes NRW und in Kooperation mit Partnern einen Ratgeberservice zu Digitalen Spielen eingerichtet. Unter Anleitung von Pädagoginnen und Pädagogen werden gemeinsam mit Kindern, Jugendlichen und jungen Erwachsenen Spiele erprobt und beurteilt. Das Ergebnis dieser Beurteilungen findet sich auf www.spieleratgeber-nrw.de wieder. Aber der Ratgeber bietet auch Informationen zum Jugendmedienschutz, zu aktuellen Verkaufscharts, zur Forschung und Pädagogik. Er stellt Praxisprojekte aus Schule sowie Kinder- und Jugendhilfe zum Thema Computerspiele vor und gibt Anregungen und Hilfestellungen bei der Planung von Elternabenden, Fachtagungen und pädagogischen Projekten.
  • klicksafe: Digitale Spiele
    Im klicksafe-Themenbereich erhalten Eltern und Erziehende einen Einblick in die Welt der digitalen Spiele: die beliebtesten Games werden vorgestellt, Begriffe werden erklärt, rechtliche Bestimmungen dargestellt und auf mögliche Wirkungen auf die heranwachsenden Spieler wird eingegangen.