Social Community Games

Social Communities wie Facebook oder schülerVZ liegen voll im Trend.  Fast zwei Drittel der Jugendlichen und jungen Erwachsenen in Deutschland sind  in solch einer Community registriert. Facebook beispielsweise verzeichnet über 13 Millionen Zugriffe pro Monat allein aus Deutschland (siehe JIM-Studie).

Neben den explodierenden Nutzerzahlen gibt es aber noch ein weiteres Phänomen auf diesen Plattformen. Mit Social Gaming ist eine neue Art von Spielen entstanden, die in Verbindung mit den sozialen Netzwerken enormen Anklang bei der Bevölkerung findet. 

Social Games sind kleine, kostenlose Spiele, die über den Internetbrowser wie den Internetexplorer oder Firefox gespielt werden können und in soziale Netzwerke eingebunden sind. Die soziale Interaktion mit Freunden und Bekannten steht dabei meist im Vordergrund.

Egal ob man einen Mafia-Clan eröffnet, ein Restaurant betreibt oder eine Farm bewirtschaftet - die Spiele haben meist eine ansehnliche Grafik und sind intuitiv bedienbar. Über seine persönliche Statusseite des Sozialen Netzwerkes kann man Erfolge, Misserfolge und allerhand andere Ereignisse aus dem Spiel veröffentlichen und seinen Freunden und Bekannten zur Verfügung stellen.

Faszination von „Social Gaming“

Die rasant ansteigende Nutzerzahl hat verschiedene Ursachen. Einerseits sprechen diese Spiele mit ihrer Niedrigschwelligkeit eine große Zahl von Menschen an, die sonst keinen Bezug zu PC- oder Konsolenspielen haben. Andererseits ist die Anbindung dieser Spiele an ein Soziales Netzwerk von großer Bedeutung. Hierdurch steht der Spieler in direktem Kontakt mit seinen Freunden und Bekannten und spielt mit ihnen zusammen. Dadurch, dass verschiedene Aufgaben im Spiel mit Freunden erledigt werden müssen, macht der Spieler selbst Werbung für das Spiel und versucht seine Freunde zur Teilhabe zu bewegen.

Problematische Aspekte

Die zu investierende Zeit ist dem Spieler selbst überlassen. Allerdings gelingt ein schneller Aufstieg im Spiel nur mit einem hohen zeitlichen Aufwand. Vor allem für jüngere Nutzer entstehen hier schnell potenzielle Gefahren, da der direkte Vergleich mit Freunden zu einem exzessivem Spielverhalten führen kann, um der Beste in der Clique zu sein. Ebenso ist die Möglichkeit des Geldeinsatzes um virtuelle Güter kaufen zu können eher fragwürdig. Um einen schnellen Aufstieg im Spiel zu garantieren und limitierte Gegenstände kaufen zu können, muss der Spieler reales Geld einsetzen.

Ein weiterer problematischer Aspekt ist die fehlende Alterseinstufung der Spiele. Da Spiele im Internet bisher noch keiner gesetzlichen Alterskennzeichnung unterliegen, ist es für Eltern schwer nachzuvollziehen, welche Spiele für ihre Kinder geeignet sind und welche nicht. Daher sollten sich Eltern aktiv mit den Spielinteressen ihrer Kinder auseinander setzen und das Gespräch mit ihnen suchen. Eine kurze Erläuterung der Kinder und Jugendlichen über ihr aktuelles Social Game verrät oft mögliche Faszinationsgründe und klärt über die Inhalte der Spiele auf.