Datenskandal bei Facebook

Mehr als 300.000 deutsche Nutzer sind offenbar von dem Datenskandal bei Facebook betroffen. Die Firma Cambridge Analytica griff über eine App nicht nur die Daten der eigentlichen Nutzer ab, sondern auch Daten aus Freundeslisten. Weltweit sind laut Berechnungen von Facebook bis zu 87 Millionen Mitglieder des Netzwerkes betroffen (www.spiegel-online.de: Cambridge Analytica - Mehr als 300.000 Deutsche von Datenskandal bei Facebook betroffen?, Stand: 10.04.2018).

Konsequenzen aus dem Datenskandal

Mark Zuckerberg, Quelle: Shutterstock

Mark Zuckerberg, Vorstandsvorsitzender von Facebook Inc. musste sich im US-Kongress den Fragen der Abgeordneten zu den Vorgängen erklären (Quelle: www.spiegel-online.de: Facebook-Chef Zuckerberg "Es war mein Fehler, es tut mir leid“, Stand: 10.04.2018).

Facebook informiert in einer Pressemitteilung über die Maßnahmen, die getroffen wurden, um die Zugangsmöglichkeiten von Apps zu Informationen über Facebook-Nutzer zu begrenzen (Quelle: newsroom.fb.com/news/2018/04/restricting-data-access: An Update on Our Plans to Restrict Data Access on Facebook, Stand: 10.04.2018). Beispielsweise begrenzt Facebook die Schnittstelle, die es Apps ermöglicht auf die Teilnehmerliste der von Nutzern erstellten Veranstaltungen (auch private) zuzugreifen sowie zu deren Kommentaren zu der Veranstaltung. Zudem werden diejenigen Nutzer, die von dem Cambridge Analytica Datenskandal betroffen sind, durch Facebook informiert.

Nichts desto trotz ist es immer noch schwierig, einen vollkommenen Überblick darüber zu erhalten, auf welche Informationen Apps in Facebook zugreifen können und an wen sie diese ggf. weitergeben. Besonders problematisch ist, dass Apps Zugriff auf Daten von Facebook-Freunden haben, auch wenn diese die App selbst nicht nutzen. 

Im Folgenden sind einige Tipps zusammengestellt, wie Facebook-Nutzer den Überblick darüber behalten können, zu welchen Informationen sie Zugriff durch Apps gewähren, welche Apps sie mit ihrem Facebook-Konto verbunden haben und wie diese gelöscht werden können. 

App-Berechtigungen

Jede über Facebook genutzte App erhält Zugriff auf Informationen über den Nutzer. Diese werden vor der ersten Nutzung der App genannt. An dieser Stelle können die Facebook Nutzer einzelne Berechtigungen entziehen, wie bspw. den Zugriff auf die E-Mail-Adresse oder auf die Freundesliste. Andere Zugriffe, wie bspw. auf das öffentliche Profil (Alter, Geschlecht, Profilfoto etc.) sind zwingend erforderlich und können nicht entzogen werden. 

Tipp: Achten Sie darauf, den Apps nicht unnötig Zugriffsberechtigungen zu erteilen und nutzen Sie die Möglichkeiten diese zu unterbinden.

App-Berechtigungen prüfen

Wie erhält man einen Überblick über bereits mit dem Facebook-Konto verbundene Apps und kann diese löschen?

Nutzung von Facebook über den Browser

Über das Aktivitätenprotokoll kann bei Facebook eine chronologische Liste abrufen werden, wann welche Apps abonniert wurde: Drop-Down-Menu waagerechte Leiste: Aktivitätenprotokoll anklicken – linke Leiste: Apps anklicken – im Zeitstrahl werden die Apps angezeigt und können hier entfernt werden.

Schneller und übersichtlicher können mehrere Apps gleichzeitig über folgenden Weg gelöscht werden: Drop-Down-Menu waagerechte Leiste: Einstellungen anklicken, linke Leiste: Apps und Webseiten anklicken, hier können die einzelnen Apps mit einem Häkchen angeklickt und mehrere gleichzeitig gelöscht werden. 

Nutzung von Facebook über die Facebook-App

Für Nutzer der Facebook-App hat Handysektor einen kurzen Spot erstellt, der auf die Privatsphäre-Einstellungen für die App generell eingeht, aber auch auf die Verwaltung der mit dem Facebook-Konto verbundenen Apps. So wird hier unter Anderem gezeigt, wie reguliert werden kann, auf welche der eigenen Informationen Apps, die Freunde spielen, zugreifen dürfen. 

Mit Facebook genutzte Apps aus dem Konto löschen: Schritt-für-Schritt Anleitung

Handysektor-Video: Facebook Privatsphäre-Einstellungen für die Nutzung der Facebook-App