Mögliche Alternativen zum WhatsApp-Messenger

Wer WhatsApp nutzt, muss beachten, dass die Anwendung auf das Adressbuch des eigenen Mobiltelefons zugreift. WhatsApp funktioniert nach diesem Prinzip: Die Kontakte müssen über die Daten aus dem Adressbuch identifiziert werden, bevor es möglich ist, mit all seinen Kontakten über WhatsApp zu kommunizieren. WhatsApp kann also auf das gesamte Adressbuch, auf SMS-Nachrichten, auf Kalendereinträge und Bilder zugreifen

Zusätzlich hat die Übernahme von WhatsApp durch Facebook dazu geführt, dass die Telefonnummern aus dem Adressbuch auch an Facebook weitergegeben werden. Die Nachfrage nach datenschutzkonformen Alternativen zu Whatsapp ist aus diesen Gründen gestiegen und es ist sehr sinnvoll, sich über solche Messenger zu informieren und zu verwenden.

Der Chiffry Secure Messenger ist beispielsweise eine kostenlose, abhörsichere Whatsapp-Alternative für jene, die Wert auf Sicherheit und Datenschutz legen. Dieser verschlüsselte Messenger ist erhältlich für Android, Blackberry, iOS und Windows Phone. Weitere datenschutzgerechte Messenger sind die Dienste Wire, Threema und Hoccer.

Immer mehr Messenger-Apps bieten verschlüsselte Kommunikation an, gehen sorgsamer mit den Daten ihrer NutzerInnen um und sind dabei einfach und komfortabel. Mobilsicher hat WhatsApp-Alternativen getestet und erklärt ihre Vor- und Nachteile:

Kinder-Messenger im Test

Nutzerinnen und Nutzer müssen laut WhatsApp-Nutzungsbedingungen mindestens 16 Jahre alt sein, um WhatsApp zu verwenden. Gerade wenn es um Messenger-Dienste geht, gibt es für jüngere Kinder jugendschutzkonforme Alternativen, die genutzt werden können. Wichtig ist dann aber, dass auch der Freundeskreis, die Vereinsmitglieder etc. mitziehen.

jugendschutz.net, das Kompetenzzentrum für den Jugendschutz im Internet, hat Messenger-Dienste für Kinder getestet. Die Dienste Maily, Tocomail, Monster Messenger und VTech Kid Connect werden generell hinsichtlich der elterlichen Einbindung für gut bewertet.

Im Testbericht heißt es dazu: "Sie (die Messenger) arbeiten alle mit der gleichen Strategie: Eltern und Erziehungsberechtigte werden stark eingebunden und erhalten Optionen zur Kontrolle von Nachrichten und Kontakten. So ist das Anlegen der Accounts bei allen vier geprüften Kinder-Messengern Elternsache. Ebenso die Freigabe neuer Kontakte und deren Verwaltung. Kinder können erst dann miteinander kommunizieren, wenn die Eltern beider Chat-Partner eingewilligt haben. Bei Maily und V-Tech Kid Connect erhalten Eltern zusätzlich Einsicht in alle vom Kind geführten Unterhaltungen. Noch einen Schritt weiter geht Tocomail: Hier müssen Eltern jede einzelne Nachricht ihres Kindes entweder freigeben oder löschen" (Quelle: jugendschutz.net; Themenpapier "Kinder-Messenger: Meist sicher, aber unattraktiv").

Die Messenger eignen sich zum Einüben der Kommunikation via Messenger in der Familie, eine wirkliche Alternative zu WhatsApp sind sie aufgrund der geringen Reichweite bisher nicht. Zudem sollten Eltern bei der Nutzung dieser Dienste abwägen, bis zu welchem Zeitpunkt sie die Online-Kommunikation ihrer Kinder überwachen. Perspektivisch sollten Nutzerinnen und Nutzer ab dem frühen Jugendalter selbständig und verantwortungsvoll online kommunizieren können und die wichtigsten Verhaltens- und Sicherheitsregeln kennen, so dass die Überwachung der Kommunikation durch Erziehende nicht mehr notwendig ist.